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David Groenewold

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(Letzte Änderung: 22.02.2014)

Zur Person

Wikipedia: David Groenewold

David Groenewold ist einer der wichtigsten Filmfinanziers in Deutschland[1]. Er war hierfür nicht mit seinem Privatvermögen tätig, sondern konstruierte und vermarktete geschlossene Fonds als Anlage- bzw. auch Steuersparmodell. Im Jahr 2005 wurde die Gesetzgebung zu Medienfonds geändert, die Steuervorteile entfielen und diese Form der Anlage verlor ihre Attraktivität. Groenewold suchte deshalb nach anderen Investitionsmöglichkeiten für sein Fondsvermögen. Im April 2006 kaufte er den Mehrheitsanteil der Bavaria Film an der Filmproduktionsfirma Odeon Film AG. Im Jahr 2006 gründete er in Hannover die Get lost Films GmbH, die später in Waterfall Productions GmbH umbenannt wurde. Beide Unternehmen waren Töchter seiner Odeon AG. Seit Ende 2006 verfügte er über eine Landesbürgschaft aus Niedersachsen. In dieser Zeit war Christian Wulff Ministerpräsident.[2] Gegenwärtig ist die Odeon AG nicht mehr an der Waterfall Productions beteiligt.

Die Berliner Morgenpost schrieb über ihn: "Sein Einstieg in die Filmbranche begann er, indem er ganz keck Visitenkarten verteilte, auf denen er sich als "Geschäftsführer" ausgab. "Hallo, guten Tag! Ich finanziere Filme, und hier ist meine Karte."[3] David Groenewold sei jemand, der Leute sucht, die ihm vertrauen und sich an seinen Projekten finanziell beteiligen. Dazu würden auch Spekulanten zählen, "die nicht gleich ihre Villa im Tessin verkaufen müssen, wenn der ganz große Erfolg ausbleibt."[3] Groenewold war unter anderem an den Filmen "Der WiXXer", "Das Wunder von Lengede", "Elementarteilchen" und "Sieben Zwerge" beteiligt.[4] Groenewold war auch Gast auf Parties des Nord-Süd-Dialog.[5]

Die "FAZ" schrieb über ihn: "Groenewold ist ein gewinnender Gesprächspartner, der sich blitzschnell auf Situationen einstellen kann. (...) Er wirkt dabei entschieden, sicher und so überzeugend, dass man sich leicht vorstellen kann, warum viele Politiker auf sein Urteil vertrauen. Für Kanzler Schröder hat er in einer Arbeitsgruppe Medien gearbeitet, mit Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff ist er eng befreundet, mit Kulturstaatsminister Bernd Neumann, den er in Medienfragen beraten hat, duzt er sich. Spricht man mit Menschen, die Groenewold gut kennen, sagen fast alle als Erstes über ihn, er sei ein "großer Kontakter", unglaublich "gut vernetzt", mit "den richtigen Leuten befreundet". "[6]

Groenewold hält derzeit keine Stimmrechtsanteile mehr an der Odeon Film AG.[7]

Groenewold ist seit November 2011 nicht mehr Geschäftsführer der GFP Vermögensverwaltung GmbH.[8]

"Der Mann, über den der Bundespräsident stürzte, ist ein Freund großer Gesten. Sicher, er hatte stets einen guten Riecher für Filmstoffe, für Sachen wie "Der Rote Kakadu" oder "Elementarteilchen", aber sein Hang zu Prunk und Protz war möglicherweise noch größer. (...) Er wollte ganz hoch hinaus in der schicken Welt der Medien, die mit der Währung Aufmerksamkeit handelt wie mit saftigen Orangen. Und mit Macht. Dumm nur, dass immer wieder hässliche Dinge wie Streitereien mit Ko-Finanziers oder enttäuschte Geschäftserwartungen dazwischenkamen. Und das Glitzerbild, das der strebsame, feierfreudige Unternehmer so gerne malte, störten.
(...) Groenewold war ganz oben in der Gesellschaft angekommen. Salonfähig auch im Kreis der Entscheider. Einer, den der Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) in eine Arbeitsgruppe bat, die über Ideen zur Neuregelung der Filmsubventionen brütete. Das alles ist viel für einen, der sich in einem umkämpften Metier gegen große Medienkonzerne behaupten muss.
(...) Die Bundesregierung stoppte die steuerliche Förderung im Jahr 2005. Damals soll sich Groenewold noch in Hannover bei mehreren Zusammenkünften mit Emissären der niedersächsischen Staatskanzlei darum bemüht haben, dass seine Medienfonds im Land zwischen Goslar und Emden steuerlich günstiger gestellt werden könne.
(...) Mit einer Klage gegen Groenewold wiederum versuchen sich derzeit am Landgericht Berlin einige frustrierte Anleger. Es geht um Schadensersatz über 18 750 Euro. Groenewold habe im Prospekt für den GFP-Fonds II verschwiegen, dass er und Familienmitglieder über andere Firmen von den Fonds finanziell profitiert hätten, da ihnen Aufträge zugeschustert worden seien. Der Beschuldigte lässt die Anwürfe zurückweisen.
In der Branche gut bekannt ist, dass Groenewold 2010 ebenfalls in Berlin schon mal zu Schadenersatz verurteilt wurde - als Teilhaber der Firma Promedium Asset Management. Die hatte eine TV-Schauspielerin zum Investment eines siebenstelligen Betrags überzeugt, doch das Geld war plötzlich weg. Das Urteil wurde nicht rechtskräftig, es kam noch zur Einigung. Und Groenewold zeigte den zu Gefängnis verurteilten Firmen-Geschäftsführer an. Es ist also im Berufsleben des Filmunternehmers schon ein wenig Schmutz aufgewirbelt worden. (...) David Groenewold aber mag sich mit einem seiner Sprüche trösten: "In der Filmbranche heißt es: Wenn du einen Freund brauchst, kauf dir einen Hund.""[9]

Wie Groenewold die Medien umgarnte

"Ein äußerst spendabler Typ, dieser David Groenewold. Wie es scheint, nicht nur gegenüber Staatsoberhäuptern. Bei Journalisten hat er es nämlich auch versucht. (...) Eine Autorin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) bekam Blumen und den Rechtsanwalt gleich hinterher. Es ging um ein Porträt: "Groenewold - Der Gesellschafter" (06.09.2009). Die Autorin beschreibt den Filmfinanzier als Society-Löwen, bewertet sein Geschäftsgebaren. Groenewold wehrt sich, fordert eine Unterlassung. [10]

Wein für Mathias Döpfner
"Der Filmfinanzier David Groenewold hat versucht, für seine Pläne mit Christian Wulff den Springer Chef Mathias Döpfner zu gewinnen. Dem NDR Medienmagazin ZAPP liegt ein Brief Groenewolds an Döpfner vom 8. März 2005 vor. Darin schreibt der Filmfinanzier, dass er sich sehr freuen würde, wenn er mit Döpfner persönlich zu der "zwischen uns besprochenen Angelegenheit Christian Wulff" reden könnte, "um Ihnen auch zeitnah ein entsprechendes Konzept und eine Ausarbeitung meiner Pläne übersenden zu können." Groenewold äußert, dass es "eine die Angelegenheit sehr förderliche Sache" wäre, wenn er Döpfner in diese Pläne "persönlich einbinden könnte".
Zuvor hatte er dem Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer AG zwei hochpreisige Flaschen 95er "Mouton Rothschild" geschickt. Worum es bei der "besprochenen Angelegenheit Christian Wulff "ging, ist nicht bekannt. (...)
Groenewold ließ über seinen Anwalt Christian- Oliver Moser dem NDR sagen, dass es sich nach der Erinnerung "nur um die klassische Verknüpfung von zwei Personen" gehandelt habe. Es liege zu lange zurück, um konkrete Details festzustellen. Groenewold und Döpfner seien gut bekannt. Nach Informationen des NDR soll Groenewold dem Springer-Chef sogar mindestens einmal in den Urlaub auf die Malediven nachgereist sein."[11]

Beziehungen zu Christian Wulff

Der niedersächsische Ministerpräsident hat den Berliner Filmunternehmer spätestens 2003 näher kennengelernt. Das war bei den Dreharbeiten zum TV-Drama „Das Wunder von Lengede“.

Damals äußerte sich Groenewold zu der Finanzierung deutscher Filmproduktionen:

"(...) warum schwenken dann nicht mehr Fondsanbieter auf deutsches Programmgut um? Dazu bedarf es laut Groenewold eines diffizilen Wissens einerseits über die deutsche Finanzbranche, andererseits über die deutsche Filmbranche. Letzteres fehle den meisten Fondsanbietern, und gerade das könne er anbieten. Seine Familie komme aus dem Anlagegeschäft, er selbst habe seit 1997 ein Netzwerk in der Filmszene aufgebaut. Enttäuscht ist Groenewold indes über den Gesetzgeber: "Die Regierung ist nicht in der Lage, Voraussetzungen für eine funktionierende Produktionslandschaft zu schaffen." Nach wie vor gestalte es sich zu kompliziert, privates Kapital direkt oder indirekt in die Produktion von Filmen zu investieren".[12]

Im März 2005 knüpft Groenewold Kontakte zur BILD "in Sachen Wulff" :
"Der Filmfinanzier David Groenewold hat versucht, für seine Pläne mit Christian Wulff den Springer Chef Mathias Döpfner zu gewinnen. Dem NDR Medienmagazin ZAPP liegt ein Brief Groenewolds an Döpfner vom 8. März 2005 vor. Darin schreibt der Filmfinanzier, dass er sich sehr freuen würde, wenn er mit Döpfner persönlich zu der "zwischen uns besprochenen Angelegenheit Christian Wulff" reden könnte, "um Ihnen auch zeitnah ein entsprechendes Konzept und eine Ausarbeitung meiner Pläne übersenden zu können." Groenewold äußert, dass es "eine die Angelegenheit sehr förderliche Sache" wäre, wenn er Döpfner in diese Pläne "persönlich einbinden könnte".
Zuvor hatte er dem Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer AG zwei hochpreisige Flaschen 95er "Mouton Rothschild" geschickt. Worum es bei der "besprochenen Angelegenheit Christian Wulff "ging, ist nicht bekannt. (...)
Groenewold ließ über seinen Anwalt Christian- Oliver Moser dem NDR sagen, dass es sich nach der Erinnerung "nur um die klassische Verknüpfung von zwei Personen" gehandelt habe. Es liege zu lange zurück, um konkrete Details festzustellen. Groenewold und Döpfner seien gut bekannt. Nach Informationen des NDR soll Groenewold dem Springer-Chef sogar mindestens einmal in den Urlaub auf die Malediven nachgereist sein."[13]

Im Juli 2005 sind engere Kontakte zwischen Wulff und dem Filmfinanzier dokumentiert. Im Rahmen einer von Groenewold veranstalteten Party im Berliner Hotel Adlon war Wulff Ehrengast:

"Auch Filmproduzent David Groenewold ("Der Wixxer", "Bluthochzeit") wählte für sein Filmpreisdinner im China-Club den Lola-Vorabend. Weil er in seiner Einladung ausdrücklich zu einem "Abend zu Ehren des Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Christian Wulff" samt Dinner-Rede über die "Medien- und Filmpolitik der CDU" bat, handelte er sich auch Absagen von Künstlern ein, die nicht gern in parteipolitischen Zusammenhängen gesehen werden wollen."[14]

Zur gleichen Veranstaltung bemerkt "Die Welt": "Politiker müßte man sein, mit Freunden aus der Glitzerwelt. Schauspieler Thomas Heinze und Filmproduzent David Groenewold ("Vom Suchen und Finden der Liebe") laden morgen abend zu Ehren von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU, Foto) zum Dinner in den China-Club. Gefeiert werden der (mögliche) Regierungswechsel und die "Lola".[15]

Diese Party hatte für Wulff nicht nur angenehme Seiten[16], sondern sie führte auch zu einer Anfrage des Abgeordneten Thomas Oppermann (SPD) im Niedersächsischen Landtag.[17]

Hat sich der Ministerpräsident auf der Wasabi-Scampi & Schampus-Party in Berlin nur gut amüsiert, oder ist es ihm gelungen, auch Kontakte im Interesse der niedersächsischen Filmwirtschaft zu knüpfen, stand also ausschließlich die landesväterliche Pflichterfüllung im Vordergrund?[17]

In der Antwort der Staatskanzlei werden u. a. auch die Filmfördersummen des Landes Niedersachsen genannt.[17] Oppermann zitiert: "In der Ausgabe vom 9. Juli 2005 berichtete zuvor die Bild-Zeitung ausführlich von der Berliner Party-Szene. Unter anderem wird dort ausgeführt: „Das beste, weil intimste Fest: Filmunternehmer David Gronewoeld (32, u a. ‚German Film Productions’) lud 140 VIPs in den exklusiven ‚China-Club’, zu Ehren von Niedersachsens Ministerpräsident Dr. Christian Wulff (46, CDU). Wulff zwischen Wasabi-Scampi & Schampus...“[17]

Am 4. September 2005 lud Groenewold enge Freunde in seine Wilmarsdorfer Villa ein. Gemeinsam verfolgten sie das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Gerhard Schröder zur Bundestagswahl. Zu Gast war auch Christian Wulff.[18]

Im Februar 2006 war Wulff Gast beim "Berlinale-Dinner", einem der Top-Events am Rande der Filmfestspiele. Gastgeber: Groenewold.[17][19]

Es war das bislang intimste und beste Dinner der 46. Berlinale: „Ein Abend unter Freunden“ von David Groenewold (32, GFP-Fonds) und Thomas Heinze (41) im 19. Stock des Springer-Verlags. 293 Gäste, darunter kein Möchtegern, nix Luder, nur Very-Wichtige. Alexandra Neldel (30) verzückte Niedersachsens Christian Wulff (46, CDU). Armin Rohde (50) verriet, wie man die Berlinale überlebt: „Weitertrinken, wenig schlafen, nicht drüber nachdenken – bis zum Filmriß ...“[20]

Es war übrigens Groenewold, der Wulff 2006 mit Veronica Ferres bekannt machte. Und wiederum war es Wulff, der Carsten (siehe Hintergrund Maschmeyer) mit Veronica Ferres zusammenbrachte. Den Oster-Cocktail auf Mallorca hatte Eventmanager Manfred Schmidt für Sabine Christiansen organisiert.[21]

"Mein alter Freund Fritz" (2006)

Im Mai 2006 spielt Christian Wulff sich selbst in dem Spielfilm "Mein alter Freund Fritz".

"Produktion: AllMedia Pictures GmbH
Förderung: FilmFörderung Hamburg (EUR 100.000)[22], nordmedia Fond GmbH, Hannover (Niedersachsen) (EUR 250.000)[23], Projektförderung Filmstiftung NRW (EUR 200.000)[24]" [25]

Die AllMedia Pictures hatte in verschiedenen Produktionen mit David Groenewold zusammen gearbeitet.

"Am Set scheint der Regierungschef gut anzukommen: "Ach, bist du süß", schwärmt Ferres, die eine Hauptrolle in der Arzt-Geschichte spielt. Für die beiden ist es nicht das erste Treffen - die Schauspielerin und Wulff hatten sich vor kurzem im Oster-Urlaub zufällig in einem Hotel auf Mallorca kennengelernt."[26]

17. Internationales Filmfest Emden-Aurich-Norderney, 7. bis 14. Juni 2006
GFP Förderpreis

"Auf Initiative des niedersächsischen Ministerpräsidenten fördert die GFP German Film Productions Medienfonds Erstlings- und Zweitfilme junger Filmemacher/innen." Preispate: Ministerpräsident Christian Wulff[27]

"Das 17. Internationale Filmfest Emden – Aurich – Norderney, Niedersachsens größtes Filmfest, hat am gestrigen Sonntag, den 11.06. die diesjährigen Preisträger ausgezeichnet. (...) Der von GFP Medienfonds German Filmproductions vergebene und mit 5000 Euro dotierte GFP Förderpreis ging an "Mondscheinkinder" (2005/06) von Manulea Stacke. (...) Regisseur und Schauspieler Maximilian Schell nahm für sein Filmschaffen den Ehrenpreis – eine neu kreierte Galionsfigur – von Ministerpräsident Christian Wulff entgegen."[28]

Und auch als Bundespräsident ließ Wulff den Kontakt zu Groenewold nicht abreißen.

Willkommen im „Soho House“.
„Wer in Berlins Society etwas gilt, findet sich in der Torstraße ein. Wim Wenders, Heike Makatsch, Christian Ulmen, Herbert Grönemeyer – auch der amtierende Bundespräsident Christian Wulff samt Gattin inszeniert sich auf dieser Bühne.(...) Schließlich hatte dieser Anfang Juni, am Vorabend seiner offiziellen Nominierung zum Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten, mit Gattin Bettina und dem Filmfinanzier David Groenewold auf der Dachterrasse Drinks zu sich genommen.“ Weiter lesen auf "Focus Online" im Artikel "Soho House: Die Avantgarde der Club-Kultur"[29]

Die "Bild" berichtete, dass Groenewold anlässlich seiner geplanten Hochzeit Wulff als Trauzeugen auserkoren hatte: "Sogar der Trauzeuge stand schon fest: Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (49, CDU), ein enger Groenewold-Freund."[30]

Die Freundschaft zwischen David Groenewold und Christian Wulff kommentierte der "Spiegel" mit folgenden Worten: "Man könnte sagen, dass das einzig Biedere an dem Berliner Unternehmer David Groenewold, 37, lange Zeit einer seiner Freunde war: Hier der wilde Filmfinanzierer und Geldjongleur, um dessen Party-Einladungen sich nicht nur die Sternchen der Hauptstadt balgten. Da der Polit-Routinier aus Niedersachsen: Christian Wulff. Die Männerkumpanei gedieh, auch wenn der Berliner lediglich sagt, er sei mit Wulff "bekannt".[31]

Der "Focus" umschrieb das Verhältnis so: "Einer seiner besten Freunde ist der Berliner Filmproduzent David Groenewold. Der flippige Kreative lernte Wulff vor sieben Jahren bei den Dreharbeiten zum TV-Drama „Das Wunder von Lengede“ kennen und lotst ihn seitdem regelmäßig zu Filmpartys. „Wir sind eine Oase von chaotischen, kreativen Menschen für Christian“, erzählt Groenewold, „er taucht dann in eine andere Welt ein.“"[32]

Der NDR berichtet am 24. Januar 2012, dass Groenewolds Firma das Sylter Appartement vermittelte, in dem Wulff mit Ehefrau 2008 seinen Sommerurlaub verbracht hatte. Verwunderlich sei, dass Wulff den Urlaub vor Ort an Groenewald bezahlt habe, da an der Gesellschaft, der das Appartement gehörte, die Ehefrau eines CDU-Politikers beteiligt ist, den Wulff in diesem Zeitraum auf Sylt selbst getroffen hatte.[33] (Quelle[31] depubliziert) --> Ersatzbeleg

Groenewold war auch Gast beim Nord-Süd-Dialog am 18. Dezember 2008 in Stuttgart.[34]

Buchsponsoring für Christian Wulff

Siehe hierzu: Vorwürfe in Zusammenhang mit Produktion, Marketing und Vertrieb von Büchern

Hotel-Upgrade für Wulff/Oktoberfest

Siehe hierzu: Vorwürfe in Zusammenhang mit Ticket- und Hotel-Upgrades

Überteuerte Werbung für "Der Tod kommt krass" im CDU-Heft

Das CDU-Mitgliederheftchen "Magazin für Niedersachsen" ist nicht gerade bekannt für bunte Themen. Auf den Seiten 22 und 23 wird es aber plötzlich grell: Die Schauspieler Erkan und Stefan tauchen da auf, in einer Werbung für den Film "Der Tod kommt krass". Hinter den Anzeigen steckt Filmunternehmer Groenewold. Damals, 2005, suchte Groenewold in auffälliger Weise die Nähe von Christian Wulff. Und griff, um Wulffs Niedersachsen-CDU zu unterstützen, tief in die Tasche: 20.000 Euro zahlte Groenewold für zwei Anzeigenseiten - das ist für den Zeitungsmarkt ein weit überdurchschnittlicher Preis. Ein Freundschaftsdienst? Groenewolds Anwalt schreibt auf Nachfrage: "Die Anzeigenschaltung war mit keiner Zusage oder Gegengeschäft verbunden. Eine geschäftliche Beziehung mit Herrn Wulff hat es nie gegeben."

Vermittelt hat die Anzeige seinerzeit die Chefin des CDU-Blattes Vera Glaeseker, die Frau von Wulffs langjährigem Sprecher Olaf Glaeseker.[35] (Quelle[33] depubliziert) --> Ersatzbeleg

2005 spendete David Groenewold der CDU 26.900 Euro.[36]

Wulffs Urlaube auf Sylt

Leuchtturm bei den Reichen und Schönen.jpg

Vom 31. Oktober bis 3. November 2007

Vom 31. Oktober bis 3. November 2007 verbrachte Wulff mit seiner Freundin Bettina seinen Urlaub im "Hotel Stadt Hamburg" auf Sylt.

Der Preis der "Suite 135" betrug 258 Euro pro Nacht incl. Frühstück. Zeitgleich wohnte auch David Groenewold in dem Hotel. Er hatte den gemeinsamen Urlaub beim VIP-Service von Airtours gebucht und mit seiner Platinium-Kreditkarte von American Express bezahlt.

Zu diesem Vorgang lies Wulff erklären: „Die Organisation des Aufenthalts erfolgte durch Herrn Groenewold. Herr Groenewold hatte die Hotelkosten verauslagt. Herr Wulff erstattete Herrn Groenewold die verauslagten Kosten des Aufenthalts in den Räumlichkeiten des ,Hotels Stadt Hamburg‘.“ Die Zahlung sei bar erfolgt.

Am 16. Januar 2012 rief Groenewold im „Hotel Stadt Hamburg“ an und bat das Hotel, den Aufenthalt im Jahr 2007 gegenüber der Presse zu verschweigen. Zur gleichen Zeit interessierte sich die Opposition im niedersächsischen Landtag für die Beziehungen zwischen Wulff und Groenewold. Am 20. Dezember 2012 ließ sich Groenewold persönlich alle Unterlagen über besagten Urlaub vom Hotel aushändigen. Der Verfassungsrechtler Professor Hans Herbert von Arnim äußerte gegenüber der "Bild"-Zeitung: „Verheimlichungshandlungen sind nach Auffassung des Bundesgerichtshofes mögliche Beweisanzeichen bei Korruptionsdelikten wie der Vorteilsannahme.“[37]

Die Anwälte dementierten.[38]

Das Schreiben des Hotels Stadt Hamburg an David Groenewold.[39]

Laut "Tagesspiegel" "ist der Unternehmer David Groenewold offenbar nicht auf eigene Veranlassung nach Sylt gereist, um Hotelbelege über einen gemeinsamen Urlaub mit dem damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten im Jahr 2007 an sich zu bringen. Groenewolds Berliner Anwalt Christian-Oliver Moser sagte dem Tagesspiegel (Donnerstagsausgabe), er habe Groenewold geraten, sich die Hotelquittung zu besorgen: "Wir wollten die Situation von damals auf Sylt aufklären und dokumentieren, falls es weitere Anfragen der Presse dazu gibt.""[40]

"Auch Wulff reagierte prompt - allerdings in einer anderen Tonlage. Um 12:26 Uhr verschickte sein Anwalt Lehr eine Pressemitteilung, die auch auf den Vertuschungsvorwurf eingeht. Der Wortlaut: "Christian Wulff hatte von den heute berichteten Kontakten des Herrn David Groenewold zu dem Hotel auf Sylt keine Kenntnis. Er wusste nicht, dass Herr Groenewold das Hotel aufsuchte und dort angeblich darauf drängte, anfragenden Medien keine Auskunft zu geben sowie Unterlagen über einen Aufenthalt im Jahr 2007 auszuhändigen. Christian Wulff hielte eine solche Vorgehensweise in jeder Hinsicht für falsch.""[41]

"Wulffs Bonner Anwalt Gernot Lehr nahm auf Anfrage auch zu angeblichen Subventionen des Privatlebens von Wulff durch den vom Land Niedersachsen unterstützten Groenewold Stellung:
So habe der Filmunternehmer aus Anlass des 34. Geburtstags von Bettina Wulff vom 31.10.2007 bis 03.11.2007 bei einem Reiseveranstalter zwei Hotelzimmer auf Sylt für das Ehepaar Wulff und für sich und seine Freundin gebucht. Als Wulff die Übernachtung im Hotel habe zahlen wollen, sei ihm gesagt worden, eine direkte Zahlung sei wegen der längst erfolgten Zahlung an den Reiseveranstalter nicht mehr möglich. Wulff habe die Nebenkosten an das Hotel beglichen und dann den Wulffschen Anteil an den Übernachtungskosten "in bar" Groenewold übergeben. Bettina Wulff habe das Geld dabeigehabt."[42]

"Der Forschungsgruppe Recht liegen Kopien der Rechnungen des Reiseveranstalters TUI des Herrn Groenewold ebenso wie des Herrn Christian Wulff vom 02.11.2007 ihres gemeinsamen Syltaufenthaltes vor. Demnach logierte Herr Wulff zu zweit im Zimmer 135 vom 31.10.2007 bis 02.11.2007 für insgesamt 804,- Euro. Herr Groenewold hingegen hatte das Zimmer 65 bereits am 30.10.2007 bezogen und hatte laut Rechnung am 03.11.2007 das Zimmer wieder verlassen. Rechnungsbetrag hier: 1.350,- Euro.
Bisher wurde der Anschein erweckt, dass für Herrn Wulff eine direkte Zahlung an der Hotelrezeption nicht mehr möglich war und zwar, wie die SZ aktuell schreibt: „wegen der längst erfolgten Zahlung an den Reiseveranstalter“ Wenn man sich die TUI-Rechnungen – auch die von Herrn Wulff – jedoch genau ansieht, liest man als Rechnungsdatum den 2. November 2007."[43]

"So sind die Staatsanwälte nach ihrem bisherigen Kenntnisstand der Ansicht, dass in zeitlicher Nähe zum ersten Sylt-Urlaub 2007 keine Bargeldabhebungen erfolgt seien. Unklar sei auch, von welchen Barmitteln Wulff und seine Frau Bettina sonstige Urlaubskosten bestritten hätten."[44] (Referenz[42] depubliziert) --> Ersatzlink

Das Onlinemagazin für Sylt, Justsylt, erwähnt in einem Bericht vom 16. Februar 2012, dass Wulff damals den Aufenthalt der Staatskanzlei gegenüber verheimlicht hätte. "Er sei angeblich in Italien, man sei verwundert, dass er auf Sylt ist", hieß es damals.[45]

Nur einen Tag vor diesem Aufenthalt, am Nachmittag des 30. Oktober 2007, erwähnte Wulff in einem Interview mit Hanns- Bruno Kammertöns von der "Zeit" wie beiläufig, dass sich sein Urlaubsschwerpunkt von Borkum nach Capri verlagert habe.[46]

Vom 9. bis 16. August 2008

Das Ehepaar Wulff verbrachte eine Woche Urlaub in einem Kampener Friesenhaus. Gebucht und bezahlt wurde der Aufenthalt von David Groenewold. Kostenpunkt: 1.540 Euro.

Das Paar wohnte in einem Appartement, das einer Gesellschaft gehört, an der die Frau des CDU-Politikers und Konzertveranstalters Peter Schwenkow beteiligt ist.

Alle Beteiligten beteuern, Wulff habe die Kosten alleine getragen. Der damalige Ministerpräsident habe auf Sylt Groenewold mehr als 1.200 Euro Bargeld gegeben. Merkwürdig daran: Wulff und Schwenkow haben sich in jenen Tagen auch persönlich getroffen.

Dazu Groenewolds Anwalt: "Die Reservierung über unseren Mandanten erfolgte aus Diskretionsgründen. Die Kosten hat unser Mandant deshalb von Herrn Wulff in bar zum Zwecke der Weiterleitung an den Vermieter entgegengenommen."[47] (Quelle[45] depubliziert) --> Ersatzbeleg

Wie sahen die Wochen vor diesem Urlaub aus:

Christian Wulff und seine Ehefrau Bettina verpassten nämlich damals auf Sylt das alljährliche Krebsessen bei Manfred Baumann am 03.08.2008 um eine Woche. Mit dem traditionellen Krebsessen bei der Familie des Werbekaufmanns Manfred Baumann war wieder der Höhepunkt der Partysaison erreicht. Eingeladen wurde, wer Rang und Namen hatte. Darunter auch Sabine Christiansen und David Groenewold mit Florentine Weiss.[48][49]

Wulff war im Juli 2008 auf seiner jährlichen Sommerreise an der Küste und auf den Inseln unterwegs.[50] Am 18.07.2008 eröffnete er bspw. offiziell auf der Nordseeinsel Juist den neuen Sportboothafen samt Flaniermeile und Aussichtsturm.[51] Offensichtlich danach war er dann zwei Wochen im Urlaub auf Norderney (19.07. 2008 bis 02.08.2008) und übergab dort zum Abschluss seines Urlaubs am 02. 08.2008 das Norderneyer Sturmflut-Deckwerk seiner Bestimmung.[52][53]

In der Öffentlichkeit ist der Eindruck vermittelt worden, dass Wulff sich damals nur 2 Wochen Urlaub auf Norderney gönnte[54][55] (Quelle[52] depubliziert) --> Ersatzbeleg (Quelle[53] depubliziert) --> Ersatzbeleg, sogar gegenüber der BILD. [56] Dieser Urlaub fand nach Aussage von RA Lehr in den privaten Räumlichkeiten der Familie Solaro statt. Für diesen Aufenthalt ist nach bisheriger Erkenntnis nichts bezahlt worden.

Nirgendwo erwähnt scheint, dass Wulff sich nach dem zweiwöchigen Jahresurlaub auf Norderney im Anschluss an seine Sommerreise nochmals eine Woche auf Sylt gönnte.

Doch schon am Wochenende (09.08.2008) brach man wieder nach Sylt auf.

Kaum aus Sylt zurück, traf er sich 3, bzw. 4 Tage später, am 20.08.2008, mit seinem Parteifreund Böhmer wieder zur Sommerreise, bzw. zur Pilgerwanderung im Harz.[57] Sollte es irgendwann zu Ermittlungen der Justiz in diesem Fall kommen, so müssen sich Groenewold und Wulff auf einige unangenehme Fragen zu den beiden Sylt-Urlauben des damaligen Ministerpräsidenten gefasst machen. Hat Groenewold, wenn er die Rechnungen zunächst beglich, diese Ausgabe als Betriebsausgabe steuerlich geltend gemacht? Wenn Wulff das Geld erstattete, ist dies dann von Groenewold auch steuerlich geltend gemacht worden?[58]

Erste Darstellung über Zahlung - Rechnungsausgleich durch "belegte" Abhebungen:

Groenewold, so Lehr, habe dem Ehepaar Wulff bei der Ankunft auf Sylt den Wohnungsschlüssel gegeben, und Wulff habe ihm daraufhin die 1.540 Euro "zur Weiterleitung an die Herrn Wulff zu diesem Zeitpunkt unbekannten Vermieter" bar übergeben. Es habe "Abhebungen in entsprechender Höhe von Wulffs Konto über Bankautomat wenige Tage" zuvor gegeben. Die Abhebungen seien "belegt". Auch "belegt" seien Zahlungen von Wulff für ein "nur für ihn zugängliches" Mobiltelefon im Jahr 2005, um das er Groenewold gebeten hatte.[59]

Leicht veränderte Darstellung nach Ermittlung der Staatsanwaltschaft

"Beim zweiten Sylt-Urlaub im August 2008 datierten Barabhebungen am Bankautomaten in Höhe der Ferienwohnungsmiete nach Angaben der Staatsanwaltschaft mindestens elf Tage vor der von Wulff behaupteten Geldübergabe. Deshalb scheine es möglich, dass zumindest ein Teil des Gelds bis zur angeblichen Übergabe verbraucht worden sei. Außerdem scheine es "zumindest wirtschaftlich als unvernünftig", ein Geldgeschenk aus der Familie von Bettina Wulff zu Weihnachten 2007 über Monate zur Begleichung der Kosten des Sommerurlaubs aufzubewahren."[60] (Referenz[58] depubliziert) --> Ersatzlink

Neue Darstellung durch Wulff - Ausgleich nur durch Weihnachtsgeschenk der Schwiegermutter

"Nicht von Filmproduzent David Groenewold sollen zwei Urlaube Christian Wulffs auf Sylt finanziert worden sein, sondern von Wullfs heutiger Ehefrau - aus Bargeldgeschenken ihrer Mutter. So jedenfalls verteidigt sich Wulff nach SPIEGEL-Informationen in seinem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vorteilsannahme. Das ergibt sich aus dem Antrag der Staatsanwaltschaft Hannover auf Aufhebung der Immunität.
Demnach hat die Mutter von Bettina Körner schriftlich erklärt, ihrer Tochter zu deren 34. Geburtstag am 25. Oktober 2007 in bar 1000 Euro geschenkt zu haben. Sechs Tage später checkten Wulff und seine damalige Lebensgefährtin im Sylter "Hotel Stadt Hamburg" ein.
Ein weiteres Geldgeschenk über 2500 Euro soll seine spätere Frau von ihrer Mutter laut deren schriftlicher Erklärung Weihnachten 2007 erhalten haben - in bar. Die Scheine habe sie bis zu einem weiteren Sylt-Urlaub im August 2008 aufbewahrt, den ebenfalls Groenewold buchte und vorfinanziert haben soll. Auch in diesem Fall will Wulff die Kosten von 1540 Euro bar erstattet haben. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft erscheint eine so lange Aufbewahrung des Bargelds "zumindest wirtschaftlich als unvernünftig", da Wulffs Konto jedenfalls im Juli 2008 um mehr als 10.000 Euro überzogen war."[61]

Wulffs Urlaub auf Capri

Die "Zeit" schreibt am 30. Oktober 2007: "Die neue Beziehung sorgt auch für eine Veränderung bei seinem Urlaubsverhalten. Mit seiner Frau fuhr der Ministerpräsident früher gerne nach Borkum. Das ist nun anders, heute geht es öfter mal nach Capri."[62]Einen Tag später war Christian Wulff aber mit seiner Frau und Groenewold auf Sylt (s.o.). Es gibt aber offensichtlich mehrere Capri-Urlaube von Wulff.

Rocks capri italy.jpg
"...Sie müssen sich gut verstanden haben, so häufig wie sie gemeinsam Urlaub machten. In den Jahren 2007 und 2008 stieß häufig der Filmfinanzierer David Groenewold dazu, wenn Christian Wulff und seine heutige Frau Bettina ein paar Tage verreisten. Zwei Mal ging es nach Sylt, im September 2008 lud Groenewold den damaligen niedersächsischen Ministerprädienten und seine Frau nach München zum Oktoberfest ein und quartierte sie im Nobelhotel "Bayerischer Hof" ein. Wenig später urlaubten die Wulffs und Groenewold zeitgleich in Capri."[63] (Referenz[61] depubliziert) --> Ersatzlink

Laut "Spiegel" wohnte man damals im Hotel La Canasta Capri. Jeder habe für sich bezahlt, erklärten die Anwälte dazu.[64] In welcher Weise die Bezahlung des Capriurlaubes erfolgte, wird auch in dem Bericht der "FTD" nicht näher erläutert.[63] (Referenz[61] depubliziert) --> Ersatzlink

Wann genau der Urlaub stattfand, ist bisher nicht bekannt. Wulff war jedenfalls am letzten Septemberwochenende 2008 beim Oktoberfest in München. Am 1. Oktober 2008 brach er mit Geerkens und einer Delegation zu einer Reise nach Indien auf. Diese begann am 1. Oktober 2008 und dauerte bis zum 11. Oktober 2008.[65] Es war der Zeitraum, in dem der Hauskauf in Großburgwedel und der private Darlehensvertrag zustandekamen. Am 14. Oktober 2008 war Groenewold Gast bei der Vodafone Night [Bild ist eindeutig vom 14. Oktober 2008, wie durch Vergleich mit Anna von Griesheim festgestellt werden kann: Quelle][66] Am 7. November 2008 war Wulff in der Sendung bei Michel Friedman. Nach dieser Sendung wurde er wegen seiner Äußerung über eine vermeintliche Pogromstimmung gegenüber reichen Unternehmern heftig kritisiert.[67] Am 17. November 2008 war Groenewold (bereits) wieder in Berlin bei der Publishers Night.[68] Zeitlich könnte der Capri-Urlaub daher in der letzten Oktoberwoche oder ersten Novemberwoche 2008 stattgefunden haben.

Glaesekers Urlaub auf Sylt

"Für Glaeseker soll Groenewold wenig später ein Geburtstagswochenende für dessen Frau Vera im Hotel „Jörg Müller“ auf Sylt gebucht und bezahlt haben. Auch der Wulff-Vertraute Glaeseker, gegen den die Staatsanwaltschaft inzwischen wegen Bestechlichkeit ermittelt, soll die Kosten später in bar erstattet haben. David Groenewold wollte sich auf BILD-Anfrage zu den Vorwürfen nicht äußern."[69]

Am 26. Februar 2012 wird in der "Märkischen Oderzeitung" berichtet:

"Die Staatsanwaltschaft Hannover sucht bei ihren Ermittlungen im Fall Wulff auch nach Verbindungen zwischen dem ehemaligen Sprecher des Ex-Bundespräsidenten, Olaf Glaeseker, und dem Filmunternehmer David Groenewold. Das geht aus einem Schreiben der Staatsanwaltschaft an die Staatskanzlei hervor, wie ein Sprecher der Staatskanzlei am Dienstag bestätigte. Die Ermittlungsbehörde fordert darin Beweismittel wie etwa Terminkalender, Besprechungsvermerke oder Emails zu der Verbindung zwischen Glaeseker und Groenewold an."[70]

Nutzung von Groenewolds Firmen-Handy

Im Herbst 2005 überließ der heute 38-jährige Groenewold Wulff ein Handy, das einer seiner Firmen gehörte. Wulff soll dieses Telefon fast ein Jahr lang genutzt haben – angeblich weil er das Gefühl hatte, sein eigenes Handy werde abgehört. So zumindest stellt es Groenewolds Anwalt dar und bestätigt damit Recherchen von „Welt Online“.

Und er sagt: Es habe einen Überlassungsvertrag vom 26. Oktober 2005 für ein Nokia-Mobiltelefon gegeben, Laufzeit: ein Jahr. Dieser Vertrag sei von Wulff unterschrieben worden. Darin heißt es: „Die Nutzung erfolgt entgeltlich. Wulff hat drei Tage nach Eingang der Telefonrechnung den Betrag zu überweisen auf das Konto von David Groenewold.“ Während der Laufzeit der Handy-Überlassung sind nach Informationen von "Welt Online" 931 Euro Kosten aufgelaufen, brutto. Im April und Mai 2006 lagen die Rechnungen bei jeweils rund 200 Euro. In den letzten Monaten soll das Telefon allerdings von Wulff kaum noch genutzt worden sein.

Groenewolds Anwalt will das nicht kommentieren, erklärt lediglich die Position des Unternehmers: „Mein Mandant bedauert es zutiefst, dass ein weiterer Freundschaftsdienst ein falsches Licht auf seine Beziehung zu Christian Wulff wirft. Aus dem Überlassungsvertrag für das Handy ist keiner Seite ein Vorteil erwachsen.“

Die Übergabe des Handy fiel in eine Zeit des Umbruchs für Wulff. Im Juni 2006 gab Wulff bekannt, dass seine erste Ehe gescheitert sei, und zeigte sich dann erstmals mit seiner heutigen Ehefrau.[71]

Ob Wulff die Kosten tatsächlich beglichen hat, ist noch unklar - ebenso unbekannt ist derzeit, warum er einen zusätzlichen Handyvertrag mit dem Filmproduzenten abschloss. Dies habe private Gründe gehabt, sei aber auch ein Ausdruck der engen Freundschaft zwischen dem Filmproduzenten und Wulff gewesen, sagte Moser dem NDR. Und: Ebenfalls aus privaten Gründen "sollte darüber geschwiegen werden. Das war vertraglich so festgelegt."[72] (Quelle[70] depubliziert) --> Ersatzbeleg

"Kopfzerbrechen bereiten den Staatsanwälten auch die Umstände, unter denen Wulff ein Firmenhandy Groenewolds nutzte. So gebe es keine Hinweise, dass Wulff die angefallenen Telefonkosten - wie im Überlassungsvertrag vereinbart - überwiesen habe. Nach Mitteilung der Wulff-Anwälte sollen Kosten von 931,40 Euro bar erstattet worden sein, wobei nur Durchschriften der Quittungen auffindbar seien."[73] (Referenz[71] depubliziert) --> Ersatzlink

Einladung zu Japan-Reise

Laut "Focus" ließ Wulff als niedersächsischer Ministerpräsident seinen Freund persönlich auf die Einladungsliste für eine Reise nach Japan[74] im März 2009 setzen. Das bestätigte die Staatskanzlei Niedersachsen. Groenewold habe aber von der Mitreisemöglichkeit keinen Gebrauch gemacht.[75]

Wulffs Einsatz für Steuervorteile von Filmfonds

Rundbrief Filmbüro Niedersachsen 2004:

"Ministerpräsident Wulff hat sich in den letzten Monaten erfreulich häufig medienpolitisch geäußert. Es entstand der Eindruck, er wolle Filmförderung und Medienpolitik zur "Chefsache" machen. Er sprach sich für den Erhalt der kulturellen Vielfalt aus und betonte, ein besonderes Anliegen sei die "Förderung unabhängiger Produzenten in unserer Region"" (Interview promedia 7/04).[76]

Noch 2004, unter Wulff, hatte das Land seinen Anteil an der direkten Filmförderung gesenkt, von 3 auf 1,7 Millionen; nun aber gab es plötzlich beträchtliche Finanzgarantien für einige wenige Firmen. "Stern" schreibt dazu: "Als niedersächsischer Ministerpräsident setzte sich Wulff auch für die Interessen der Filmbranche ein. Er machte sich dafür stark, dass die Steuervorteile für Filmfondsanleger nicht vollständig abgeschafft werden - was ihm nicht gelang. Wulff wollte erreichen, dass Fonds, die deutsche Filmproduktionen finanzieren, auch weiterhin für Geldgeber interessant sind."[77]

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff macht sich für die deutsche Filmbranche stark. Auf einem Empfang des GFP Medienfonds in Berlin unterstrich der CDU-Politiker die Bedeutung des deutschen Medienmarkts für den Wirtschaftsstandort Deutschland. ""Deutschland muss für Medienschaffende eine attraktivere Adresse werden." Um den Standort zu fördern, müssten allerdings mehr Anreize für Privatkapital geschaffen werden."[78]

Welt Online schrieb am 17. April 2005:
"Verzicht auf Steuervorteile stellt vor allem die Existenz von Medien- und Filmfonds in Frage (...)
Aber nicht nur bei den Fondsinitiatoren regt sich Widerstand. Deutschlands derzeit beliebtester Politiker, Ministerpräsident Christian Wulff (CDU), äußert ebenfalls schwerwiegende Bedenken: "Der Job-Gipfel hätte sein Ziel verfehlt, wenn durch die generelle Abschaffung aller Fonds der deutschen Filmbranche der Boden unter den Füßen weggezogen und Arbeitsplatzvernichtung betrieben würde. Der Zugang zu Eigenkapital sollte der Medienbranche nicht unmöglich gemacht werden." (...) "Das Wunder von Lengede" oder "Der Wixxer" (beide vom deutschen Fondsinitiator GFP finanziert) zeigten, daß deutsche Produktionen bei entsprechender Förderung durchaus erfolgsträchtig wirtschaften können."[79]

"7. Juli 2005: David Groenewolds Geschäftsmodell wankt. Der Film-Finanzier hat bis dahin 70 Millionen Euro Anlegergelder für Medienfonds eingesammelt. Geld, das er in Kinofilme investieren will - und zwar gewinnbringend. Für die Anleger sind die Fonds auch ein großes Steuergeschenk mit reizvollen Abschreibungen. Und genau das will die Bundesregierung 2005 ändern, zum Ärger von Groenewold und anderen Fondsmanagern. Doch sie haben einen Verbündeten: Obwohl Niedersachsen nicht gerade als Filmstandort bekannt ist, läuft ausgerechnet der Ministerpräsident aus Hannover Sturm gegen die Regierungspläne. Am 7. Juli 2005 spricht Wulff in Berlin vor mehr als 150 Gästen aus der Filmbranche, Anlass ist der Deutsche Filmpreis, Ort die China Lounge, ein Glamour-Treffpunkt. In der Rede Wulffs heißt es: "Es ist eine spannende Zeit, Deutschland befindet sich im Umbruch und das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man bekommt. Die Politik funkt wie Tom Hanks in Apollo 13: Houston, wir haben ein Problem." (...)

Und dann fordert Wulff mehr staatliche Unterstützung für den deutschen Film. (...)
Einer ist ganz besonders zufrieden: David Groenewold. Nicht nur, dass er zu dem Abend eingeladen hat. Wulff ließ es sich nicht nehmen, Groenewolds Filmfonds "German Film Production", kurz: GFP, gesondert hervorzuheben: "Wie der Film 'Das Wunder von Lengede' zeigt, haben wir in Niedersachsen gute Erfahrungen mit der German Film Production gemacht. Ich würde es begrüßen, wenn es eine Regelung gäbe, die Investoren Anreize bietet, um Privatkapital zielgerichtet in deutsche Produktionen zu lenken."

Pikant: Im selben Monat veröffentlichte Groenewold im CDU-Mitgliederheftchen in Niedersachsen zwei GFP-Anzeigen. Kosten: 20.000 Euro. Eingeworben hatte die Anzeigen die Frau des Wulff-Vertrauten Olaf Glaeseker. Und: Groenewold spendete CDU und Junger Union darüber hinaus noch einmal insgesamt 26.900 Euro. Groenewolds Anwalt bestreitet jedoch einen Zusammenhang mit Wulffs Engagement für die Filmindustrie. Dessen Einsatz ging auch 2006 weiter: Damals stiftete Groenewolds Firma GFP 5.000 Euro für einen Preis für junge Filmemacher, der am Rande des Filmfests in Emden verliehen wurde - der Name lautete sinnigerweise: "GFP-Preis". Und die Patenschaft übernahm - Christian Wulff."[80] (Quelle[78] depubliziert) --> Ersatzbeleg

Im Juni 2005 hatte die CDU -als Oppositionspartei- erste, noch vage positive Signale für eine Veränderung der Filmförderung im Falle eines Regierungswechsels angedeutet. Angela Merkel fragte in ihrem Vortrag auf der "MediaNight 2005", ob Deutschland eigentlich risikofreudig genug sei, "auch mal einen Flop zu wagen", sich "ein Stück weit ins Ungewisse" zu trauen, "mit langem Atem" zu produzieren.[81]

Hintergrund: 2005 wurden die Steuervorteile für Anleger gekappt.[82][83]

"So schätzt er die »engagierte Arbeit« und »Berechenbarkeit« der oft kritisierten Filmförderung in Länderhoheit.
Dort wiederum hat Groenewold einen guten Ruf. Eva Hubert, Chefin der Hamburger Filmförderung, lobt, dass sich Groenewold immer auch für schwierige Projekte von kleinen Produzenten eingesetzt habe, »die auf den ersten Blick nicht hundertprozentig kommerziell waren«. (...) Die Medienfonds der GFP sollen weiter zur gesamten deutschen Produzentenlandschaft Verbindung halten. (...) Helfen könnten Groenewold dabei seine guten Kontakte auch zur Politik. Als Lobbyismus will er nicht verstanden wissen, dass Kulturstaatsminister Bernd Neumann ihn in eine Arbeitsgruppe berufen hat, die Vorschläge zur Neuregelung der Filmsubventionen erarbeitete. »Wäre ich Lobbyist«, sagt Groenewold ungewohnt ernst, »dann hätte ich mich für den Verbleib der Steuererleichterungen stark gemacht.« (...) Im Resultat gelang es, aus dem Bundeshaushalt für zunächst drei Jahre einen Sonderfonds über 60 Millionen Euro im Jahr aufzulegen, der Filmproduktionen in Deutschland attraktiv machen soll."[84]

Groenewold bemängelte damals, "dass durch das vorgelegte Modell der Bundesregierung keine Einbeziehung von Privatkapital efolge, was seiner Ansicht nach vorteilhafter sei."[85]

Wulff setzte sich daher für die Filmbrache ein und warb um mehr privates Kapital[86] Groenewold äußerte sich 2006 in einem Focus Interview zur Zukunft der Medienfonds und über aktuelle Probleme längst platzierter Fonds. Ihm wäre am liebsten eine 20%ige Beteiligung der staatlichen Hand gewesen.[87] ... Hierzu kam es nicht.

Einen Erfolg erzielte Groenewold dagegen 2007. Damals gründete er in Hannover mit zwei Gesellschaftern die Waterfall Productions GmbH mit dem Ziel, hochwertiger Genre-Kinofilme in Deutschland zu produzieren. Das Land Niedersachsen hatte eine Bürgschaftszusage in Höhe von maximal 4 Millionen Euro gegeben.

Die überwiegend vom Land Niedersachsen getragene Nordmedia hatte auch Produktionen gefördert, an denen sich der Filmfonds GFP von Groenewold beteiligt hatte. Ein Beispiel dafür:

TV-Movie "Tsunami" - gesendet am 29. September 2005 auf Pro7
Produktion : av independents Film & TV GmbH
Koproduktion: ProSieben, GFP German Film Production/David Groenewold
Gefördert mit Mitteln des Landes Niedersachsen sowie mit Unterstützung der Investitions- und Förderbank Niedersachsen GmbH.
Fördersumme: 250 000 Euro
Der Film "Tsunami" löste einen siebenstelligen Betrag auf dem Weltmarkt ein.

Bezug von Landesbürgschaften

Allgemeine Bürgschaftsrichtlinie des Landes Niedersachsen[88]

Waterfall Productions GmbH

Hintergrundinformationen findet ihr im WulffPlag-Forum.

"Denn Groenewold ist Mitinhaber der in Hannover ansässigen Waterfall Productions GmbH, die nach eigenen Angaben „qualitativ hochwertige Genre-Kinofilme“ herstellt und seit Ende 2006 über eine Bürgschaftszusage der niedersächsischen Landesregierung (bis 2010 geführt von Ministerpräsident Wulff) verfügt. In einer Presseerklärung von Mai 2007 heißt es dazu: Die Finanzierung der Produktionen werde unter anderem „durch eine bereits Ende letzten Jahres erteilte Bürgschaftszusage des Landes Niedersachsen sichergestellt“.[89]
„Dieser Ansatz erlaubt es uns, die langjährigen Erfahrungen und das Netzwerk der WFP-Gründer optimal zu nutzen. Den Standort Niedersachsen haben wir für unsere Firmengründung ganz bewusst gewählt, da hier Ministerpräsident Christian Wulff mit viel persönlichem Einsatz wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Medienwirtschaft gibt und damit optimale Voraussetzungen für Investitionen und neue Arbeitsplätze geschaffen hat,“ meint David Groenewold."[90]

Der Zusammenhang ergibt sich aus den folgenden Passagen:

"Er hat den deutschen Filmfonds gegründet, GFP, German Film Production, einen Anlagefonds, der nur in deutsche Produktionen investiert. Anders als andere Medienfonds, die deutsche Gelder in Hollywoodproduktionen steckten und dort zumeist auf Nimmerwiedersehen versenkten. Bis 2005 schienen Medienfonds für Anleger ein Bombengeschäft: Als "immaterielle Wirtschaftsgüter" konnten Filme sofort abgeschrieben werden, bis zu hundert Prozent im ersten Jahr, so konnten die zumeist wohlhabenden Investoren erheblich Steuern sparen. Dann erkannte der Staat den Medienfonds die Steuervorteile ab. Mehrere Banken wurden zu Schadensersatz verurteilt, der Gründer eines Fonds mit anderen Rahmenbedingungen sitzt in München wegen Steuerhinterziehung noch ein paar Jahre in Haft. Allein das Wort "Medienfonds" hat seither einen schlechten Beigeschmack.

Um aus dieser Nummer rauszukommen, kaufte Groenewold 2006, mit Einverständnis seiner Investoren, mit Geldern seines Fonds eine große Produktionsfirma, die Münchner Odeon Film, die so gediegene Serien produziert wie "Der Landarzt" oder "Ein Fall für zwei". Steuerlich eine einwandfreie Entscheidung. Unter ihrem Dach gründete er schnell einen eigenen Verleih und kaufte noch die Produktionsfirma Hofmann & Voges dazu, die so moderne und eigenwillige Formate wie "Türkisch für Anfänger" hervorgebracht hat. Und irgendwie begannen dann ein paar Sachen schiefzulaufen.

Andere Kaufvorhaben klappten nicht. Innerbetrieblich gab es personelle Schwierigkeiten. Die Aktien der Odeon, 1999 zu einem Ausgabepreis von 32 DM an die Börse gebracht, liegen heute bei 60 Cent, Penny Stock sagt man dazu. Insider sprechen davon, dass es um die liquiden Mittel der Firma im Moment sehr schlecht bestellt sei. In der Branche geht das Gerücht um, andere Produktionsfirmen warteten nur auf die Pleite, um zugreifen zu können. Jüngst hat sich der Vorstand verschlankt, Groenewold hat die Stelle des Vorstandsvorsitzenden abgegeben und sitzt nun im Aufsichtsrat - auch um Kosten einzusparen, wie er sagt.

Und auch die Kommanditisten seines Fonds, die Leute, die Geld eingezahlt haben in der Hoffnung auf eine Rendite, dürften momentan nicht allzu glücklich sein. Die diesjährige Ausschüttung ist mager, an eine Rendite glaubt keiner mehr, die Investoren gewöhnen sich langsam an den Gedanken, dass ihr Geld weg ist.

(...) Groenewold ist ein gewinnender Gesprächspartner, der sich blitzschnell auf Situationen einstellen kann. Wenn er darüber redet, welche Rahmenbedingungen der Staat für die Filmfinanzierung ändern müsste, gestikuliert er größer als sonst, malt mit seinem Zeigefinger Unterstreichungen in die Luft und streut in sein Reden Politikerfloskeln ein wie "man muss betonen" und "ich sage das ganz ausdrücklich". Er wirkt dabei entschieden, sicher und so überzeugend, dass man sich leicht vorstellen kann, warum viele Politiker auf sein Urteil vertrauen. Für Kanzler Schröder hat er in einer Arbeitsgruppe Medien gearbeitet, mit Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff ist er eng befreundet, mit Kulturstaatsminister Bernd Neumann, den er in Medienfragen beraten hat, duzt er sich."[91]

PwC bewertete Groenewold-Bürgschaft

"PwC ist regelmäßig für die Landesregierung tätig und erhielt auch unter Wulff Aufträge. Unter anderem bewertete die Prüfungsgesellschaft die Auftragsunterlagen für die Vergabe einer Fünf-Millionen-Euro-Bürgschaft des Landes an den Filmunternehmer David Groenewold. Erst danach entschied der Landeskreditausschuss über die Vergabe." NDR [Seite nicht mehr verfügbar] --> Ersatzlink

"Die Landesbürgschaft wurde mit dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium verhandelt. Hier war für die Waterfall Productions ein externer Berater federführend tätig. (...) Mit Schreiben der PWC vom 20.12.2006 wurde der Waterfall Productions mitgeteilt, dass der Landeskreditausschuss die Bürgschaftszusicherung in Höhe von maximal 4 Millionen Euro unter zahlreichen Auflagen und Bedingungen erteilt habe. Letztlich kam jedoch die Bürgschaft nachfolgend niemals zum Tragen, weil sich die ursprünglich geplanten Filmprojekte bereits im Herbst 2007 erledigt hatten und insoweit die zahlreichen Bürgschaftsbedingungen niemals erfüllt wurden.
Zu keinem Zeitpunkt war Herr Groenewold bei Verhandlungen oder Gesprächen mit dem Wirtschaftsministerium, einer anderen Stelle (auch nicht der niedersächsischen Staatskanzlei) oder PWC anwesend oder in sonstiger Weise in Verhandlungen über die Bürgschaft involviert."[92]

Dazu schreibt "Der Spiegel": Wulff wolle "mit dieser Bürgschaft nichts zu tun gehabt haben und verweist auf das Wirtschafts- und das Finanzministerium, die für so etwas zuständig sind. Doch in einer Pressemitteilung der Odeon jubelte Kumpel Groenewold: "Den Standort Niedersachsen haben wir für unsere Firmengründung ganz bewusst gewählt, da hier Ministerpräsident Christian Wulff mit viel persönlichem Einsatz wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Medienwirtschaft gibt und damit optimale Voraussetzungen für Investitionen und neue Arbeitsplätze geschaffen hat." Groenewold räumt ein, dass dieser Pressetext mit Wulffs Sprecher abgestimmt war. In einer Odeon-Mail heißt es sogar, dass die Börsen-Pflichtmeldung zur Waterfall erst nach Rücksprache mit Wulff herausgehen sollte ("wird mit Groenewold abgestimmt, der es mit Wulff abstimmt")."[93]

"Die Firma Waterfalls Productions GmbH von Filmproduzent David Groenewold, der die Landesregierung des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) eine Bürgschaft über vier Millionen Euro zugesagt hatte, war nur eine Briefkastenfirma. „Waterfall Productions hat nicht einen einzigen Film produziert. Es gab keine Mitarbeiter und keine eingerichteten Büros. An der Adresse auf dem Expo-Gelände ist nie etwas passiert“, sagte der ehemalige Geschäftsführer Stephan Hansch der Zeitung „Bild am Sonntag“. Groenewolds Anwalt bestätigte, dass es weder Büros noch Mitarbeiter gegeben habe. Ursprünglich geplante Filmprojekte hätten sich im Herbst 2007 erledigt: "Letztlich kam die Bürgschaft nachfolgend niemals zum Tragen."[94]

Auch die Junge Union setzte sich damals sehr stark für den Ausbau der deutschen Filmförderung ein. "Bereits sehr früh sprach sich die Junge Union Deutschlands für einen neuen Deutschen Filmförderfonds nach kanadischem Modell aus. Dieser konnte nun maßgeblich vom Bauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann MdB, gegen viele Widerstände durchgesetzt werden - und bildete das Thema Nummer Eins auf dem 6. Filmpolitischen Empfang der Jungen Union im Jahr 2007. (...) In diesem Rahmen beging die Junge Union mit Unterstützung des Mediapartners POLIXEA Portal im Haus Huth am Potsdamer Platz ihren traditionellen Filmpolitischen Empfang in der Berliner Hauptstadtrepräsentanz der DaimlerChrysler AG, in der Dr. Dieter Spöri, Gastgeber und Leiter der Hauptstadtrepräsentanz rund 100 Gäste aus Politik und Filmwirtschaft willkommen hieß. Der JU-Bundesvorsitzende Philipp Mißfelder sowie der medienpolitische Sprecher der Jungen Union, Daniel Walther, unterstrichen die Wichtigkeit des Dialogs zwischen Politik, Filmwirtschaft und Filmsschaffenden." Mit dabei: David Groenewold. [95]

"Im Fernsehen versuchte Hintze nun, ganz wie ein Anwalt für seinen Mandanten, Wulffs Rolle bei dieser Bürgschaftsgeschichte zu relativieren. Verhandelt worden sei dieser Vorgang im niedersächsischen Wirtschaftsministerium, erklärte Hintze gegenüber Jauch. Danach sei die Sache „der Staatskanzlei gemeldet worden“, und „auf der Akte“ befinde sich ein „Vermerk von Wulff“, dass er mit Groenewold befreundet sei, sich „für befangen“ halte und daher um eine „besonders gründliche Prüfung“ bitte. Hintze wollte mit diesem Hinweis Wulff entlasten.
(...) Doch die Wirkung der Hintze-Worte in Hannover ist eine völlig andere: Die Opposition im Parlament forscht nach,wie denn der CDU-Bundestagsabgeordnete Hintze an Bürgschaftsakten komme – schließlich sind die höchst vertraulich und dürfen die Landesbehörden nicht verlassen.
(...) „Von uns hat er die Akte auf jeden Fall nicht“, beteuert Regierungssprecher Franz-Rainer Enste. Der Sprecher des für Bürgschaftsfragen zuständigen Finanzministeriums erklärt, die meisten Akten lägen gar nicht mehr in seiner Behörde, sondern in der mit der Betreuung beauftragten Beratungsfirma PwC. Hat Wulff alte Unterlagen von 2006 mit ins Bundespräsidialamt genommen und diese dann Hintze übergeben? Das wäre wohl nicht zulässig, denn die Akten müssen in der Landesverwaltung bleiben. Oder hat Hintze die Unterlage etwa von Groenewold? Das wäre fatal: Dann hat der Empfänger der Bürgschaft Details darüber in der Hand, wie die Meinungsbildung seinerzeit in der Landesregierung ablief."[96]

Peter Hintze hatte bei Günther Jauch am 12. Februar 2012 zum Thema "Wulff und die Amigos - wenn Politik auf Wirtschaft trifft" wörtlich gesagt : “Wer macht die Bürgschaftszusagen? Diese Bürgschaftszusage macht der Wirtschaftsminister des Landes Niedersachsen. Der hat das der Staatskanzlei in Hannover gemeldet. Auf der Akte findet sich der Vermerk von Herrn Wulff, daß er mit dem befreundet ist und sich deswegen in der Sache für befangen hält und um besonders gründliche Prüfung bittet."

"Bundespräsident Christian Wulff wird in der Affäre um eine Bürgschaft des Landes Niedersachsen für eine Filmfirma seines Freundes David Groenewold durch ein jetzt aufgetauchtes Dokument ein Stück entlastet. Auf einem Vermerk "Landesbürgschaften für Unternehmen der Filmbranche" vom 18. Mai 2009 hatte Wulff als Ministerpräsident in grüner Tinte notiert: "Bei allen Aktivitäten im Zusammenhang mit D. Groenewold bitte äußerste Zurückhaltung, um jeglichen Anschein von Nähe zu vermeiden. Hier müsste, wenn überhaupt, genau hingeschaut werden." Die Firma Waterfall Productions GmbH, an der Groenewolds Produktionsgesellschaft Odeon zu 50,1 Prozent beteiligt war, hatte allerdings schon 2007 eine Landesbürgschaft von vier Millionen Euro erhalten."[97]

"Es geht hier um eine Aussage Hintzes über eine Bürgschaft des Landes Niedersachsen an den Filmunternehmer David Groenewold im Jahr 2007. Wulff, so Hintze am Sonntag, habe sich in einem „handschriftlichen Aktenvermerk“ für „befangen“ erklärt und daher „um eine gründliche Prüfung“ gebeten. Wie so vieles in der langen Debatte um Christian Wulff ist diese Bemerkung in den Medien erst einmal untergegangen. Nur die Grünen hatten in einer Pressemitteilung auf den seltsamen Umstand hingewiesen, dass Hintze aus Akten zitiert, die „den Abgeordneten des Landtages nicht bekannt, beziehungsweise mit dem Hinweis, dass keine Akten vorhanden seien, vorenthalten worden“ seien.

(...) So funktioniert die Debatte um Wulff. In diesem Fall von Sonntag bis Dienstag. Von „selbstreferentieller Skandalisierung“ kann nicht die Rede sein. Wulff nutzt vielmehr die Medien zur systematischen Irreführung, wie man bei Plasberg erleben konnte. Es ist nicht eben mehr als nur ein „Stück weit“ irrelevant, was Wulff im Jahr 2009 notierte, wenn es um Sachverhalte im Jahr 2007 geht. Zudem ist diese Aktennotiz erstmals am Sonntag über Peter Hintze öffentlich geworden, obwohl es die ersten Nachfragen zu dieser Bürgschaft schon vor mindestens sechs Wochen gegeben hatte.

So hat der niedersächsische Finanzminister Hartmut Möllring am 17. Januar detaillierte Auskünfte mit dem Hinweis auf die „Bürgschaftsrichtlinie des Landes Niedersachsen“ und Regelungen „zur Vertraulichkeit der Verhandlungen, Beratungen und Unterlagen“ abgelehnt. Hintze war zu diesem Zeitpunkt schon der Berater Wulffs gewesen – und Möllring hatte mit Wulff gesprochen, um sich auf die Debatten im Landtag in Hannover vorzubereiten. Da soll diese „Entlastung“ kein Thema gewesen sein? Wer soll das glauben?"[98]

"Unmittelbar bevor die Wirtschaftsberatungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PWC) am 20. Dezember 2006 das Unternehmen über die Zusage des Landes informierte, landete am 27. November 2006 ein ausführlicher Vermerk auf Wulffs Schreibtisch. In dem Papier informierte die für Filmförderung zuständige Fachabteilung der Staatskanzlei den Regierungschef über die Situation in dem Bereich, der Wulff immer sehr wichtig war. Bereits in den vergangenen Monaten sei eine Bürgschaft für eine Filmfirma erteilt worden, teilten die Fachleute darin mit. Darüber hinaus gebe es aber mehrere weitere Interessenten für eine Kreditabsicherung durch das Land. Darunter wird ausdrücklich auch Groenewold genannt, wie ein Sprecher der Staatskanzlei SPIEGEL ONLINE bestätigte. Wulff habe die Information ohne weitere Kommentare abgezeichnet. Dabei war er zu dieser Zeit schon eng mit dem Filmemacher befreundet.

(...) Aufklärung könnte das Zustandekommen jener Bürgschaft liefern. Doch die Umstände bleiben weitgehend im Dunkeln. Spricht man mit damals Beteiligten, stellt sich der Fall so dar: Im zweiten Halbjahr des Jahres 2006, so heißt es, habe die im gleichen Jahr gegründete Firma Get Lost Films GmbH mit Sitz in München in Hannover die Landesbürgschaft beantragt und daraufhin jene Sicherheit in Höhe von vier Millionen Euro gewährt bekommen.

Nutznießer der Landesbürgschaft sei aber das im Dezember 2006 gegründete Unternehmen Waterfall Productions in Hannover gewesen, an dem Groenewold mehrheitlich beteiligt war. Waterfall habe die angestrebten Projekte von Get Lost realisieren sollen, dies aber nicht in einem einzigen Fall umsetzen können, weil keine Kredite hätten aufgetrieben werden können. So wurde Waterfall Productions zu einer Art Briefkastenfirma - und die großzügige Bürgschaft verpuffte ungenutzt..

(...) Der Fall wirft eine Reihe von Fragen auf. So ist unklar, warum ein bayerisches Unternehmen eine Millionenbürgschaft von Niedersachsen erhält, das bis dahin nicht unbedingt als Filmmekka bekannt war. Rätselhaft bleibt, was sich Wulffs Landesregierung wirtschaftlich von der Förderung eines Unternehmens versprach, das erst kurz zuvor gegründet worden war. Auch sind die Konditionen, unter denen die Sicherheiten des Landes gewährt wurden, bislang nicht öffentlich geworden. Damals Eingeweihte berichten von geradezu traumhaften Bürgschaftsbedingungen und von einem nahezu kostenfreien Büro auf dem Hannoveraner Expo-Gelände. Groenewolds Anwalt dagegen sprach jüngst von "zahlreichen Auflagen und Bedingungen" für die Bürgschaft."[99]

"Darüber hinaus und unabhängig davon seien am selben Tag auf Bitten der Staatsanwaltschaft auch noch Unterlagen zum Themenkomplex "Filmbürgschaften" übermittelt worden, wie ein Sprecher der Staatskanzlei am Abend sagte. Darunter befinde sich auch ein öffentlich gemachter Aktenvermerk Wulffs zu der Bürgschaft.
Die Staatskanzlei hatte zuvor schon mit Blick auf die aktuelle Diskussion über eine Bürgschaft des Landes für den Filmunternehmer David Groenewold nicht ausgeschlossen, dass noch weitere relevante Akten ausgehändigt werden. Auf Anfrage werde man diese auch an die Staatsanwaltschaft liefern. (...) Wagner bestätigte, dass der jetzt der Staatsanwaltschaft übermittelte Aktenvermerk Wulffs am Montag bereits an das Bundespräsidialamt übergeben wurde. Er sehe es als Pflicht der Staatskanzlei an, dass der frühere Ministerpräsident Christian Wulff über das Dokument informiert werde, sagte der Sprecher. Es bestehe aber die Pflicht zur Verschwiegenheit in Bezug auf das Dokument. Der Aktenvermerk war am Sonntagabend von dem CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Hintze öffentlich gemacht worden."[100]

"Nach Angaben von Teilnehmern wies Finanzminister Hartmut Möllring vehement den Vorwurf zurück, Wulff könnte als damaliger Ministerpräsident die Entscheidung zu Gunsten der Groenewold-Firma beeinflusst haben.

(...) Möllring nahm nach Teilnehmerangaben im Ausschuss auch Stellung zu zwei Aktenvermerken Wulffs im Zusammenhang mit Filmemacher Groenewold. So zeichnete der damalige Regierungschef am 27. November 2006 ein Papier ab, in dem die für Filmförderung zuständige Fachabteilung der Staatskanzlei Filmunternehmen auflistete, die sich für eine Bürgschaft des Landes interessierten - darunter auch Groenewold. Wenig später bekam er die Zusage über die Kreditabsicherung.

(...) Erst einige Jahre später, im Mai 2009, mahnte Wulff auf einem anderen Papier der Fachabteilung "äußerste Zurückhaltung" bei allen Aktivitäten im Zusammenhang mit Groenewold an, "um jeglichen Anschein von Nähe zu vermeiden". Dabei ging es, wie Möllring im Ausschuss laut Teilnehmern erklärte, um eine Bilanz der bisherigen Filmförderung durch das Land. Darin kamen Wulffs Fachleute offenbar aufgrund der bisherigen Erfahrungen zu dem Schluss, künftig keine Landesbürgschaften mehr für Filmprojekte zu vergeben. Dieser Einschätzung soll Wulff widersprochen haben - in einem bisher unbekannten Teil des Vermerks. Er halte das Nein zu einer weiteren Filmförderung für "zu fundamental", soll er handschriftlich angemerkt haben."[101]

Die Aussage von Peter Hintze zum Aktenvermerk Wulffs soll laut der FAZ vom 19.02.2012 maßgeblich für den Antrag auf Aufhebung der Immunität der Staatsanwaltschaft Hannover gewesen sein.[102] Am 15.02.2012 stellt der Abgeordnete Stefan Schostok (SPD) eine Kleine Anfrage zum “Fall Hintze” an den niedersächsischen Landtag:

  1. Wie bewertet die Landesregierung die Interpretation von Herrn Hintze, durch einen Aktenvermerk von 2009 seien der korrekte Umgang mit einer Landesbürgschaft sowie die Zurückhaltung von Herrn Wulff im Jahr 2006 bezüglich einer Bürgschaft für eine Firma des Herrn Groenewold belegt?
  2. Ist es üblich, dass Firmenneugründungen, die weder über eine nennenswerte Infrastruktur („Briefkastenfirma“) noch über eine Eintragung im Handelsregister verfügen, innerhalb von zwölf Tagen eine Bürgschaftszusicherung des Landeskreditausschusses erhalten?
  3. Warum wurde in der vertraulichen Sitzung des Haushaltsausschusses des Niedersächsischen Landtages am 8. Februar 2012 bei der Unterrichtung über den Bürgschaftsfall „get lost films/Waterfall Productions“ darauf verzichtet, auf die oben beschriebenen ungewöhnlichen Umstände hinzuweisen?[103]

"Nach SPIEGEL-Informationen buhlte der Filmfinanzierer bei Regierungsvertretern in Niedersachsen mehrfach um Steuervergünstigungen. An einem Treffen nahm Wulff persönlich teil. (...) Ende des Jahres 2006 gab es laut einem Kalendereintrag wieder ein dienstliches Treffen. Diesmal nahm Wulff sogar persönlich teil. Außerdem war auch der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Berliner Volksbank, Karl Kauermann, bei dem Gespräch dabei. Über dieses Geldinstitut hatte Groenewold Zahlungen für seinen "Zweiten Medienfonds German Filmproductions GFP" abgewickelt, ein Beiratsmitglied der Bank ist Aufsichtsratsvorsitzender von Groenewolds Firma Odeon-Film. Wenige Wochen später wurde Groenewold eine Bürgschaft über vier Millionen Euro vom Land Niedersachsen garantiert, für die sich nun die Staatsanwaltschaft interessiert. Wulff und Groenewold behaupten, dass es bei dem Treffen weder um Medienfonds noch um Filmförderung gegangen sei, sondern um einen "allgemeinen Gedankenaustausch"."[104]

"Die Affäre um den zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff hat am Freitag bereits zum dritten Mal in dieser Woche eine hitzige Debatte im niedersächsischen Landtag ausgelöst. (...) Möllring betonte in der Debatte erneut, dass es keinerlei Einflussnahme von Wulff bei der Bürgschaftsvergabe an Groenewold gegeben habe."[105]

Odeon Film AG

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Im April 2006 kauft David Groenewold den Mehrheitsanteil der Bavaria Film an der Odeon Film AG.[106]

Im Juli 2006 wird Groenewold als größter Einzelaktionär Vorstandsmitglied der Odeon Film AG.[107]

2009 verbuchte die Odeon AG Verluste in Höhe von 9 Millionen Euro und litt unter einem hohen Eigenkapitalverlust (ca. 14,11 Millionen zwischen 2005-2009). Im Zeitraum von fünf Jahren wurden 2,13 Millionen Gewinn (2005 u. 2009) und 19,67 Millionen Verlust (2006-2008) erwirtschaftet. Gerade mit der Mehrheitsbeteiligung durch die GFP-Fonds verschlechterten sich die Unternehmensergebnisse drastisch. Der Verlust von 19,67 Millionen fällt mit der Mehrheitsbeteiligung durch den GFP-Fonds zusammen. Groenewold wollte Filme produzieren und hat das mit der ODEON auch getan, damit das Eigenkapital verbrannt und die einzig werthaltige Anlage seiner Fonds beinahe selbst ruiniert.

"Gregor Kunz wird den Aufsichtsrat von Odeon Film verlassen. Kunz legt sein Mandat nieder, Gründe werden nicht genannt. Damit scheidet er am 27. Februar aus dem Gremium aus. Über einen Nachfolger liegen noch keine Informationen vor. Kunz gehört dem Aufsichtsrat seit August 2006 an. Seit August 2010 ist er Vorsitzender des Gremiums."[108]

Seit 2. November 2011 besitzt David Groenewold keine Stimmrechtsanteile mehr an der Odeon Film AG.[109] Auch andere Aktionäre verkaufen ihre Anteile an der Odeon Film AG.[110] Die Tele München Fernseh GmbH & Co. hält mittlerweile große Anteile an der Odeon Film AG.[111]

German Film Productions GFP

David Groenewold gründete den deutschen Filmfonds GFP, German Film Productions, einen Anlagefonds, der nur in deutsche Produktionen investiert. 2001 wurde er Geschäftsführer der GFP Medienfonds.

GFP German Film Productions hat drei Medienfonds mit einem Gesamtvolumen von rund 200 Millionen Euro platziert. Zu den bislang produzierten zirka 50 Filmen zählen etwa „Der Wixxer“, „Das Wunder von Lengede“, „Erkan und Stefan“ sowie „Die Patriarchin“.

Im Februar 2007 bot Groenewold seinen vierten GFP Fonds an, den "GFP IV KG".
""Wir wollen mit dem ,GFP IV KG' versuchen, ergänzend zum löblichen Anreizmodell, das Kulturstaatsminister Bernd Neumann für die Zeit ab 2007 durchsetzen konnte, dem Bedürfnis der unabhängigen mittelständischen Produzenten nach Privatkapital nachzukommen," erklärt Groenewold."[112]

Filme, an denen Groenewold privat oder über den GFP beteiligt war.[113]

Mit seinem Filmfonds GFP war er bald einer der erfolgreichsten Produzenten der Branche, finanzierte 2003 den TV-Hit "Das Wunder von Lengede" mit. Bei diesem Dreh im niedersächsischen Goslar lernte Groenewold dann den neugewählten Ministerpräsidenten Wulff kennen.

Der Staat erwog in den nächsten Jahren, den Medienfonds die Steuervorteile abzuerkennen. Die Finanzämter segneten die Steuerkonzepte von Filmfonds nicht mehr verbindlich ab. Mehrere Banken wurden zu Schadensersatz verurteilt, ein Fond-Gründer wegen Steuerhinterziehung zu ein paar Jahren Haft verurteilt. Allein das Wort "Medienfonds" hatte seither einen schlechten Beigeschmack.

Daraufhin wurde die "Kanzler-Arbeitsgruppe" gegründet, die neue Filmförderregeln erarbeiten sollte. Auch Groenewold gehörte dieser Arbeitsgruppe an.

Am 10. Mai 2005 bewilligte Kulturstaatsministerin Christina Weiss 90 Millionen Euro für einen Risikokapitalfond.
Die Entscheidung fiel nach einem Treffen mit Bundeskanzler Gerhard Schröder und Kulturstaatsministerin Christina Weiss, an dem auch Vertreter der Filmbranche, u. a. Dieter Kosslick (Berlinale), Sytze van der Laan (Studio Hamburg Produktion), David Groenewold (Medienfonds German Film Productions), Andreas Schmid (VIP Medienfonds), Jens Meurer (Egoli Tossell Film AG) und Georgia Tornow (film20) beteiligt waren.

Auf dem Hintergrund dieser Entwicklung gab Groenewold 2005 ein Interview:

"Eichels Pläne zur Abschaffung der Medienfonds sind erst einmal vom Tisch. Wie ist Ihre Einschätzung der Lage?

David Groenewold: Momentan arbeiten wir nach den alten Regelungen. Das bedeutet aber nicht, dass ich als Fondsanbieter Freudentänze aufführe. (...) Sollte die Union an die Macht kommen, wird das Thema Fonds wieder schnell auf dem Tisch sein. Es könnten daher wieder Veränderungen diskutiert werden. Die jetzige Sicherheit ist eher kurzfristig zu betrachten. (...) Wenn das Modell jetzt verabschiedet werden würde und wir hätten einen Regierungswechsel, könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass die neue Regierung das Geld erst einmal nicht freigeben wird.
Blickpunkt Film: Haben Sie eine Vorstellung über ein mögliches Szenario unter einer unionsgeführten Regierung?
David Groenewold: (...) Zwar bilden sich auch hier Tendenzen heraus, die sich gegen Fonds richten, aber Angela Merkel hat auf der Media Night in Berlin gesagt, dass sie Filmfonds nicht abschaffen will, sofern es deutsche Produktionen betrifft. Auch Christian Wulff, der Ministerpräsident von Niedersachsen, hat sich in den letzten Monaten in bemerkenswerter Weise stark gemacht für die deutsche Filmbranche."[114]

Wenn man die Zusammenhänge kennt, dann wird schnell deutlich, wie groß das Interesse David Groenewolds war, die Kontakte zu Christian Wulff und der CDU auszubauen.

"Der vereinte Einsatz von Wulff und Groenewold hat allerdings keinen Erfolg: Das Steuersparmodell wird von der Großen Koalition Ende 2005 für alle geschlossenen Fonds abgeschafft. (...) Der Filmfinanzier schwenkt daher um und drängt seine Anleger, mit den Fondsgeldern die Münchner Produktionsfirma Odeon zu kaufen. Doch auch bei ihr bleibt der Erfolg aus, trotz Finanzierungshilfe auch durch eine niedersächsische Landesbürgschaft für die Tochtergesellschaft Waterfall. Odeon steht schon ein Jahr später fast vor der Pleite, der Aktienkurs stürzt in den Keller. Die Investoren der Groenewold'schen Fonds GFP I – III sehen sich um ihr Kapital gebracht.

Im November 2011 wird Odeon schließlich, wieder auf Drängen des zwischenzeitlichen Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzenden Groenewold, wie Beteiligte erzählen, mehrheitlich an den Filmunternehmer Herbert Kloiber verkauft, einen früheren Manager von Leo Kirch – zu einem Bruchteil des ursprünglichen Kaufpreises. Die genaue Summe offenbart Groenewold seinen geprellten Anlegern bis heute nicht.

(...) "Groenewold hat sich immer damit gebrüstet, einen ganz engen Draht zu Wulff zu haben", sagt der Essener Bauunternehmer und Konferenzdolmetscher Albert Eskenazy, der bei GFP 150.000 Euro investiert hat – in der Hoffnung auf einen satten Gewinn. Und der nun, wie wohl die meisten der Mitanleger, das Geld für sich abgeschrieben hat. "Die Kassen sind leer. Groenewold hat das ganze Geld verbraten – für seine Freunde, seine Fehlinvestitionen und andere unnütze Ausgaben und für sich", schimpft Eskenazy, früher nach eigenen Angaben selbst ein enger Vertrauter des Filmmanagers, im Gespräch mit "ZEIT ONLINE".

(...) Anmerkung: In einer früheren Version dieses Textes war davon die Rede, dass Herr Groenewold Herrn Wulff "auf Kosten von GFP/Odeon" mehrfach eingeladen habe. Herr Groenewold und sein Anwalt beharren im Gespräch mit ZEIT ONLINE darauf, dass er diese Einladung selbst bezahlt und nicht über GFP/Odeon abgerechnet habe. Deshalb haben wir diesen Halbsatz nachträglich gestrichen. Die Redaktion".[115]

"So hat Groenewold bei 2900 Privatinvestoren rund 100 Millionen Euro für seine drei Filmfonds GFP I - III eingesammelt. Prominente Werke konnten so finanziert werden, etwa "Elementarteilchen" und "Neues vom Wixxer". Dennoch haben die beiden letzten Fonds bislang kein Geld ausgeschüttet - es droht vielmehr ein hoher Verlust. Einige Sparer haben Groenewold deshalb nach Informationen der Süddeutschen Zeitung verklagt. Bereits 2009 ist die erste Klage eingereicht worden. Die Anleger wollen Geld zurück, fühlen sich geneppt. Am 29. Februar soll der erste Fall vor dem Landgericht Berlin verhandelt werden. Es geht dabei um einen Schadenersatz in Höhe von 18 750 Euro. Die Betroffenen, vermögende Personen, haben Summen bis zu 100 000 Euro investiert. Für die Kläger tritt Anwalt Stefan Herbasch von der Münchner Kanzlei Mattil auf.
David Groenewold hat im Prospekt für den GFP-Fonds II verschwiegen, dass er und Familienmitglieder über andere Firmen finanziell von den Fonds profitiert haben", erklärt Klägeranwalt Herbasch. Es gehe um die Firmen Promedium, IFL und UTG, denen nach Ansicht der Kläger Aufträge zugeschustert worden sind. Die Einnahmen daraus für Groenewold und seine Familienmitglieder hätten sich auf über 15 Prozent der Eigenkapitaleinlagen der Sparer belaufen, etwa 7,5 Millionen Euro.
Groenewolds Anwalt weist Vorwürfe zurück: "Die Verträge mit der IFL waren zum Zeitpunkt der Prospekterstellung noch nicht geschlossen", sagt Bernhard Koplin, Partner der Kanzlei Severin in Berlin. Zudem hätten die Gesellschafter später selbst dem Abschluss der Verträge mit der IFL und UTG mehrheitlich zugestimmt."[116]

"Wie sehr die Traumfabrik inzwischen einer Seelsorgestation gleicht, zeigt das Protokoll einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung von Groenewolds Zweiten GFP-Medienfonds vom 18. Juli 2011 in Berlin. Da heißt es, Groenewold "erläuterte seine ursprünglichen Ziele zum Aufbau eines starken Medienunternehmens mit der mehrheitlichen Übernahme der Odeon Film AG und gestand sein Scheitern ein". Die Firma sei aufgrund hoher Kosten und eines teuren Zukaufs nicht profitabel.
Anders als die Anlegerinteressengemeinschaft glaube, meine er, zur Honorierung von Anwälten auch Aktien verkaufen zu können; es ging wohl um Wertpapiere über mehr als 250 000 Euro. Und: "Da die
Gesellschafter sehr zerstritten sind, ist er bereit, durch sein Ausscheiden im Rahmen einer Vergleichsvereinbarung wieder zur Befriedung der Gesellschaft beizutragen, damit diese für potentielle Investoren wieder berechenbar und interessant ist." Dann vermerkt das Protokoll: "Herr Groenewold entschuldigt sich bei den Anwesenden."
Das alles ist nicht das Manifest eines Erfolgreichen, es ist das Eingeständnis eines Gescheiterten. Der Vergleich jedenfalls wurde angenommen. Groenewold schied aus der Geschäftsführung der GFP VV aus; er hatte auch längst seinen Platz an der Spitze des Aufsichtsrats der Odeon Film AG geräumt - und im Mai 2011 die Tele-München-Gruppe des Filmkaufmanns Herbert Kloiber als neuen wichtigen Mitgesellschafter aufgenommen. Dessen Anteil: 33 Prozent. Im ersten Halbjahr hat die Odeon 700 00 Euro Verlust gemacht."[117]

Nach § 27 des Gesellschaftsvertrags der GFP sind alle Anleger zum zeitlich unbegrenzten Stillschweigen auch nach einem Ausscheiden aus der Gesellschaft verpflichtet, was alle Vorkommnisse im Zusammenhang mit dem Fonds betrifft.

David Groenewold ist nicht mehr Geschäftsführer der GFP Vermögensverwaltungs GmbH, Berlin:
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) Aktenzeichen: HRB 100333 B Bekannt gemacht am: 16.11.2011
GFP Vermögensverwaltungs GmbH, Berlin, Griegstraße 14 A, 14193 Berlin. Nicht mehr Geschäftsführer:; 2. Groenewold, David; Geschäftsführer:; 3. Kreideweiß, Hans, *29.10.1947, Bonn; mit der Befugnis die Gesellschaft allein zu vertreten.[118]

Das Firmenimperium Groenewold

Die Familie Groenewold hat ein Geflecht verschiedener Firmen gebildet, die fast ausschließlich unter einer Adresse und Telefonnummer geführt werden.
Alle Firmen der Groenewolds unter der Adresse Griegstr. 14 bzw. 14a 14193 Berlin : Firma 24

David Groenewold :
1)HRB 100 333B Berlin - GFP Vermögensverwaltungs GmbH
2) HRA 828B Berlin - GFP Vermögensverwaltungs GmbH & Co Beteiligungs KG
3) HRB 90 841B Berlin - Zweite GF Filmproduktion GmbH
German Film Productions GmbH & Co. Filmproductions- und Beteiligungs KG (GFP I)
4) HRA 37 046B Berlin - Zweite Medienfonds German Film Productions GFP GmbH & Co. Beteiligungs KG (GFP II)
5) HRA 38 420B Berlin - Zweite Medienfonds GmbH & Co. Film Productions GFP GmbH & Co. Dritte Beteiligungs KG (GFP III)
6) Zweite Medienfonds German Film Productions GFP GmbH & Co. Vierte Beteiligungs KG (GFP IV)
7) HRB 62649 B Berlin - Promedium Gesellschaft für Medienkommunikation mbH
Geschäftsführer : Benjamin Groenewold und David Gronewold
8) Promedium Gesellschaft für Medienkommunikation mbH Erste Beteiligungs KG
Geschäftsführer : Benjamin Groenewold und David Gronewold
9) Promedium Gesellschaft für Medienkommunikation mbH Zweite Beteiligungs KG
Geschäftsführer : Benjamin Groenewold
10) HRB. 118 600B Berlin - gegründet am 11.3.2009 - David Groenewold Medien GmbH - einziger Gesellschafter : David Groenewold
11) HRB. 118 601B Berlin - gegründet am 11.3.2009 - FMI - Film-, Medien- und Internetbeteiligung GmbH - einziger Gesellschafter : David Groenewold Medien GmbH
12) GFP Filmmanagement GmbH
13) Landmark Animation GmbH
14) IFL International Film Licensing GmbH, Sitz: Zug, Domizil: Baarerstrasse 63, 6300 Zug, GmbH (Neueintragung). Statutendatum 02.12.2003.
Zweck: Uebernahme, Vertrieb und Verkauf von Filmrechten der Promedium Gesellschaft für Medienfinanzierung mbH, Berlin im In-und Ausland;
kann Tochtergesellschaften errichten, sich an anderen Unternehmen beteiligen sowie Grundstücke erwerben, halten und veräussern.
Eingetragene Personen: Groenewold Benjamin, Groenewold David,
Groenewold Oliver (Geschäftsführer mit Einzelunterschrift)

Bruder Benjamin Groenewold :
1) Groenewold Media Consult GmbH, Griegstraße 14, 14193 Berlin
2) Geschäftsführer des Restaurant und Biergarten Zollpackhof
3) Zollpackhof Immobilien GmbH
4) ASIA TEA COMPANY GmbH, Griegstrasse 14 a, 14193 Berlin - Geschäftsführer Andreas Bauer, Benjamin Groenewold
5) Josty Gastronomie GmbH - gegründet 2001 - Geschäftsführer Benjamin Groenewold
Bellevuestraße 1, 10785 Berlin
6) Restaurant Zollpackhof - HRB 94055B Berlin
Geschäftsführer Benjamin Groenewold, Gerhard Lengauer
7) das asiatische Restaurant "Kaizen"
8) Kampener Grundbesitz GmbH (alt: Jade 938. GmbH)

Vater Erich Groenewold : (Verstorben am 21. August 2010)
1) Fortis Gesellschaft für Politische Kommunikation mbH - Gesellschafter Erich Groenewold
2) Garant Consult GmbH & Co. Projektentwicklungs KG - Gesellschafter Erich Groenewold
3) Garant Controlling GmbH 6 Co. Projektentwicklungs - Gesellschafter Erich Groenewold
4) Immocont Immobiliencontor GmbH - Gesellschafter Erich Groenewold
5) UTG Unternehmenstreuhand und Geschäftsbesorgungs GmbH - Gesellschafter Erich Groenewold

David Groenewolds erste Firma :
HRA 32 200 -- 11. 05. 2001 Medienfonds GFP GmbH & Co. Filmproduktions und Beteiligungs KG
Potsdamer Str. 33, 14974 Ludwigsfelde

Weitere Firmen :
Zweite Medienfonds German Filmproduktions GFP GmbH & Co. Dritte Beteiligungs KG
Marika Bendrat, Kolberger Platz 5, 14193 Berlin

IFL International Film Licensing GmbH Eintrag ins Handelsregister: 03.12.2003
Handelsregister-Nummer: CH-170.4.004.592-0 Handelsregisteramt: Kanton Zug
c/o Haussmann Services AG, Ägeristrasse 66, 6300 Zug
Geschäftsführer : Benjamin Groenewold
Zweck : Uebernahme, Vertrieb und Verkauf von Filmrechten der Promedium Gesellschaft für Medienfinanzierung mbH, Berlin im In- und Ausland; kann Tochtergesellschaften errichten, sich an anderen Unternehmen beteiligen sowie Grundstücke erwerben, halten und veräussern.

Nordmedia

Wikipedia: Nordmedia

Nordmedia ist eine 2001 gegründete, gemeinsame Mediengesellschaft der Bundesländer Niedersachsen und Bremen. Sie besteht aus zwei operativen GmbHs: Nordmedia – Die Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH und Nordmedia Fonds GmbH.

Die Nordmedia förderte einige Spielfilme, an denen David Groenewold oder sein GFP Fonds beteiligt war. Zur Berlinale veranstaltet die Nordmedia regelmäßig Feste, auf denen Groenewold mit Ministerpräsident Wulff und Kulturstaatsminister Neumann zusammentraf.

nordmedia night-Talk Berlinale 2007
Über 800 Gäste konnte nordmedia, die Mediengesellschaft der Länder Niedersachsen und Bremen, zum night-Talk Berlinale 2007 begrüßen.
"nordmedia Geschäftsführer Thomas Schäffer und Ministerpräsident Chistian Wulff eröffneten die Talk-Runde mit Veronica Ferres und Produzent Jürgen Kriwitz (Allmedia). Dieter Wedel konnte für seinen Dreh zu MEIN ALTER FREUND FRITZ Ministerpräsident Christian Wulff als Darsteller gewinnen."[119]

1. Medienwirtschaftsgipfel Niedersachsen am 5. März 2010
"Der 1. Medienwirtschaftsgipfel Niedersachsen bringt die wichtigen Köpfe der Medienbranche und der Wirtschaft zusammen und setzt neue Impulse (...) Der Medienwirtschaftsgipfel Niedersachsen wird von der Niedersächsischen Landesregierung gemeinsam mit der nordmedia – Die Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen und der Deutschen Messe AG realisiert."[120]

"Anlässlich des Auftakts zum 1. Medienwirtschaftsgipfel Niedersachsen fand der nordmedia Talk in einem außergewöhnlichen Rahmen statt. 200 hochkarätige Gäste aus Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Politik trafen sich im VIP Bereich der AWD Arena. (...) „Mit dem Medienwirtschaftsgipfel Niedersachsen“, so Christian Wulff, „wollen wir der Medienwirtschaft in unserem Land neue Impulse geben. Wir tun dies, indem wir Vertreter der Medienwirtschaft mit Verantwortlichen anderer Wirtschaftszweige zusammenbringen, und damit einen Austausch über die jeweiligen Erwartungen, Bedürfnisse ermöglichen.""[121]

"Am 19. Januar übrigens, dem Tag, an dem sich Groenewold auf den Weg nach Sylt machte, um den Beleg persönlich abzuholen, weil das Hotel sie ihm nicht auf telefonische Anfrage zusenden wollte, fragte der niedersächsische SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Schostok im Landtag: "Mit wie viel Geld wurden Filmprojekte beziehungsweise Firmen, an denen Herr Groenewold beteiligt ist, durch das Land beziehungsweise durch die nordmedia gefördert?" Nordmedia ist die gemeinsame Filmförderungsanstalt der Länder Niedersachsen und Bremen. Alles nur Zufall?"[122]

Klagen/Verurteilungen/Promedium

Darüber hinaus sind im Zusammenhang mit der Odeon, einer weiteren von Groenewolds Gesellschaften, eine Verurteilung zu Schadensersatzzahlungen bekannt.

"Doch mittlerweile ist es um Groenewold deutlich stiller geworden: Zuletzt stand er vor Gericht, vorvergangene Woche verurteilte ihn das Berliner Landgericht zu 250 000 Euro Schadensersatz. Der Aktienkurs der Produktionsfirma Odeon Film ("Wolffs Revier", "Ein Fall für zwei"), an der Groenewold beteiligt ist, fiel von rund drei Euro 2007 auf unter einen Euro. Sein Promi-Treffen "Abend unter Freunden" zur diesjährigen Berlinale fiel aus."[123]

2007 Fall "Neldel"/Promedium Asset/Untreue und Urkundenfälschung

Eine Klage gegen Groenewold/Promedium Asset ist dokumentiert. Groenewold war zwar wohl nie an der Geschäftsführung der Promedium selbst beteiligt und nur Minderheitsanteilnehmer gewesen. Zunächst hielt er 50% an Promedium.

"Groenewold ist an dieser mit einem Minderheitsanteil beteiligt gewesen. Ein ehemaliger Banker hatte die „Promedium Asset Management GmbH“ im Jahr 2000 gegründet. David Groenewold stellte in der Gründungsphase seine Büroräume und Startkapital zur Verfügung, war aber nie an der Geschäftsführung beteiligt. Vor zwei Jahren flog der Geschäftspartner von Groenewold als Betrüger auf. Der Filmmogul soll seinen Kompagnon sofort angezeigt haben. Die Firma ist inzwischen pleite, der Geschäftsmann wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt."[124]

"Ein Faible für Promis hatte Groenewold wohl schon vor zehn Jahren, als er mit einem Bekannten die Promedium Asset Management GmbH ins Leben rief, an der er zunächst 50 Prozent der Anteile hielt. Die Firma spezialisierte sich auf die Geldanlage für eine ebenso bunte wie schwierige Berufsgruppe: Schauspieler.
So fand auch die gelernte Zahnarzthelferin Alexandra Neldel, die mit verschiedenen Rollen wie in der Seifenoper "Verliebt in Berlin" schnell zu ziemlich viel Gage gekommen ist, zu Promedium. Sie überwies Geld an diverse Konten in der Annahme, die Firma werde die Summe gewinnbringend für sie anlegen.
Doch statt mehr Geld auf den Depotkonten zu finden, verschwand ihre Einlage von rund 1,5 Millionen Euro. Das Landgericht Berlin verurteilte den Geschäftsführer schon 2007 zu einer Gefängnisstrafe von mehr als vier Jahren wegen Untreue und Urkundenfälschung.
Zwar ist das Geld bis heute zu großen Teilen weg. Trotzdem hätte sich die Öffentlichkeit wohl kaum für den Fall interessiert, wenn es nicht Prominente gewesen wären, die Groenewold mit seiner ihm ganz eigenen Art davon überzeugt hatte, bei Promedium an der richtigen Adresse in Geldfragen zu sein.
Auch eine populäre Sängerin fühlt sich mit ihrem Mann, einem bekannten Kino- und TV-Darsteller, von Promedium geprellt. Bei der Polizei sagte sie aus, man habe sich auf eine Zusammenarbeit eingelassen, weil "unser Freund David Groenewold an der Firma Promedium Anteile besitzt und wir ihn für einen sehr kompetenten Geschäftsmann und loyalen Freund halten."
Auch Frau Neldel hat in ihrer Klage vorgetragen, sie habe ihr Vermögen nur deshalb von Promedium verwalten lassen, weil Groenewold als Controller der Firma auftrat.
Der Gescholtene hätte mit der Sache als reiner Mitgesellschafter eigentlich nicht viel zu tun, wenn er nicht später - so das Gericht - versprochen hätte, für die Verluste von Neldel aufzukommen. In dem Verfahren bestritt er sogar, mit ihr überhaupt befreundet gewesen zu sein. Ein schmalziger Brief von ihm an Neldel ließ das Gericht allerdings erheblich daran zweifeln.
Das - bisher nicht rechtskräftige - Urteil: Groenewold muss Neldel die eingeforderte Summe nebst Zinsen überweisen. Neldels Anwälte wollten sich zur "privaten Rechtsstreitigkeit" ihrer Mandantin nicht äußern."[123]

Groenewold beschreibt eines seiner Filmprojekte, die Verfilmung von "Drei Räuber" von Timmo Ungerer, die mittels der Promedium in Zusammenarbeit mit X Filme realisiert werden soll, folgendermaßen:

"Wir wollen bessere Filme mit weniger Geld realisieren". Das ist fraglos ein lobenswerter Leitsatz, besonders wenn es darum geht, Anlegerkapital für die Filmwirtschaft zu rekrutieren. Genau das aber wollen Promedium (Gesellschaft für Medienfinanzierung) und X Filme Creative Pool in deutsche Zeichentrick- und Animationsfilme investieren. Gemeinsam haben sie dafür das Unternehmen Animation-X gegründet, dessen Geschäftsführer Stephan Schesch und die beiden Gesellschafter David Groenewold und Stefan Arndt das Projekt diese Woche am Rand der Berlinale vorstellten. Dabei sollen die künftig zu realisierenden Filme nicht nur besser und sehr viel billiger als etwa amerikanische Produktionen, sondern auch ganz anders und vor allem international erfolgreich sein."[125]

Groenewolds Beziehungen zu anderen Politikern

Zitat aus "FAZ" - Der Gesellschafter:

"Der Filmfinanzierer David Groenewold ist einer der Lieblinge der Berliner Society... Spricht man mit Menschen, die Groenewold gut kennen, sagen fast alle als Erstes über ihn, er sei ein "großer Kontakter", unglaublich "gut vernetzt", mit "den richtigen Leuten befreundet". Während der Berlinale veranstaltet Groenewold, zusammen mit dem Schauspieler Thomas Heinze, regelmäßig einen "Abend unter Freunden", ein festliches Diner, das sich mittlerweile zu einem der wichtigsten Branchentreffen gemausert hat. In exklusivem Ambiente treffen Filmschaffende auf Chefredakteure und Politiker. Der Springer-Verlag, dessen Vorstand Mathias Döpfner ein weiterer "guter Bekannter" Groenewolds ist, stellt dafür die Räumlichkeiten im 19. Stock des Springer-Hochhauses zur Verfügung. Und dann stoßen dort Claudia Roth, Til Schweiger, Klaus Wowereit, Laurenz Meyer, Sönke Wortmann, Sabine Christiansen, Nadeshda Brennicke und andere mit Champagner an, und Groenewold hält im Kerzenlicht eine emotionale Rede..."[126]

Die Passage zeigt, dass Wulff nur einer unter vielen "Freunden" des Filmfinanzierers ist, seine "Freundschaften" quer durch alle Parteien gehen und offenbar weite Teile der politischen und medialen Prominenz umfassen. Auch Ex-Kanzler Schröder zählte laut dem "FAZ"-Artikel dazu. In der aktuellen öffentlichen Mediendiskussion wird die "Freundschaft" auf Wulff reduziert.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann

Am 22. November 2005 wurde Bernd Neumann zum Staatsminister im Bundeskanzleramt und Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ernannt.

"Der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte er: „Ich werde dafür kämpfen, daß unser kleiner Etat nicht angetastet wird.“ (...) Als Schwerpunkte seiner Tätigkeit nannte Neumann unter anderen die „Schaffung von mehr Anreizen zur Mobilisierung privaten Kapitals für den deutschen Film“."[127]

"Zumindest im Filmförderungsgeschäft und im Dickicht der deutschen Medienlandschaft kennt Neumann sich bestens aus. Er war Juror für den Deutschen Filmpreis, sitzt im Präsidium der Filmförderungsanstalt und im Fernsehrat des ZDF. (...) Einstweilen haben die Kulturschaffenden Neumann alle Signale des Wohlwollens und der gespannten Erwartung übermittelt, die regelmäßig jedem entgegenschlagen, der neu an den Fleischtöpfen sitzt."[128]

Im Januar 2006 gab Groenewold "Focus-Money" ein Interview:

"Focus-Money: Steuersparmodelle sind abgeschafft, gibt es für Filmfonds dennoch ein Leben nach dem Tod?
David Groenewold: Die Berufung des neuen Kulturstaatsministers Bernd Neumann ist ein höchst positives Signal, Film ist sein ausgewiesenes Fachgebiet. Er muss schnell ein Fördermodell entwickeln, um privates Kapital für deutsche Produktionen zu mobilisieren – laut Koalitionsvertrag bis 1. Juli 2006. Die Arbeitsgruppe, die dazu zusammenkommt, soll bereits im Vorfeld der Berlinale tagen, die Anfang Februar beginnt.
(...)
Money: Was heißt das konkret, mit welchem Ziel gehen Sie in die Arbeitsgruppe?
Groenewold: Bei der Finanzierung von Filmproduktionen fehlen oft nur die letzten 20 Prozent an Kapital. Ich wünsche mir, dass diese durch ein Fördermodell mit weiterhin steuerlich voll abzugsfähigen Anfangsverlusten für deutsche Projekte gesichert werden."[129]

Februar 2006: "Bis Sommer will Kulturminister Bernd Neumann neue Ideen für Steuerspar-Modelle vorlegen, die einem deutschen Film, der sich in den letzten Jahren mühsam aufgerappelt hat, helfen, auf diesen wackeligen Beinen zu bestehen. Mit seinem persönlichen Freund, dem niedersächsischen Sonnyboy-Premier Christian Wulff, einem expliziten Anwalt für das deutsche Kino, hat er jedenfalls einen potenten Mitstreiter auf seiner Seite."[130]

Im Februar 2006 gehörte Bernd Neumann neben Christian Wulff zu Groenewolds Gästen im Springer Haus.
"Im 19. Stock der Axel Springer AG hatte sich die Creme de la creme aus Schauspielern, Regisseuren, Produzenten, Politiker und Medienschaffenden versammelt."[131]

Im Juli 2006 wurde David Groenewold als größter Einzelaktionär Vorstandsmitglied der Odeon Film AG. Groenewold stieg damit direkt in die Produktion von Spielfilmen ein. Auch über diverse Tochterunternehmen der Odeon beteiligte sich Groenewolds GFP an Spielfilmproduktionen.

Im Januar 2007 rief Neumann den Deutschen Filmförderfonds (DFFF)[132] ins Leben, der mit jährlich 60 Milionen Euro ausgestattet ist. "Groenewold saß in der Expertenrunde, die das 60-Millionen-Modell des DFFF von Bernd Neumann entwickelt hat. Er sagte: "Ich finde es gut, weil es gut für die Filmwirtschaft ist. Aber es ist gegen mein Interesse als Fondsinitiator." Sein Traum war ein Modell, das mit Steuervorteilen Privatkapital in die Filmindustrie lockt."[133]

Am 04. Februar 2007 schrieb der "Tagesspiegel" dazu: "Der Neumann- Fonds, darin sind sich alle einig, wird der deutschen Filmindustrie einen Schub geben. „Das ist wie eine Vitamin-C-Infusion“, sagt David Groenewold, Vorstand und Großaktionär von Odeon Film. (...) „Ich schätze, dass im Schnitt 40 zusätzliche Filme mit Budgets zwischen vier und acht Millionen Euro pro Jahr in Deutschland realisiert werden können“, sagt der Odeon-Vorstand. (...) Ungelöst bleibt vor allem die Frage, wie nach der Abschaffung der Filmfonds im Jahr 2005 privates Kapital für den deutschen Film mobilisiert werden kann. David Groenewold, der mit seiner Firma Promedium für den „ersten Filmfonds der neuen Ära“ trommelt, hofft, dass sich das Neumann’sche Fördermodell zumindest als Baustein für neue Fondskonstruktionen eignet. Denn eines will die Branche unter allen Umständen vermeiden: dass deutsche Anleger-Milliarden wie früher in Hollywood versickern."[134]

Das Verhältnis von Neumann zu Groenewold wird als eng und freundschaftlich bezeichnet. Außerdem ist Neumann ein Duzfreund von Christian Wulff.

Im Juni 2008 schrieb die "Berliner Morgenpost" über Groenewold: "Gleich morgen wird er auf der anderen Seite der Spree mit Kulturstaatsminister Bernd Neumann zusammenkommen, um seine Sorgen zu schildern, weil das noch von Hans Eichel eingebrachte Steuerrecht seiner (und nicht nur seiner) Meinung nach der deutschen Filmbranche Schwierigkeiten bereitet. "Es muß noch viel getan werden in diesem Land", sagt er, "um den Film wieder attraktiver zu machen."
Gut, denke ich, dafür haben wir ja einen wie ihn, der als "Salopper des Jahres" noch was reißen kann. Wer, wenn nicht er? Sein Medienfonds "German Film Productions" (GFP) wird auf der Berlinale (9. bis 19. Februar) gleich zwei Produktionen ins Rennen schicken.
Gegenüber sehen wir, wie die Eskorte mit Angela Merkel vorfährt. Morgen wird Groenewold im Kanzleramt vermitteln, welche Vorstellungen er hat, um die deutsche Filmbranche anzukurbeln."[135]

"Bernd, das Brot: Warum sich über den Stil mokieren, wenn da einer reichlich Geld beschafft und anstandslos die Bedürfnisse der Filmemacher, der Künstler und Autoren, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz oder der Deutschen Welle befriedigt? (...) Der notorisch nörgelnde Deutsche Kulturrat rief „Chapeau!“; mancher bejubelte gar „Das Wunder von Bernd“."[136]

Ermittlungen gegen Wulff und Groenewold

16. Februar 2012 - Antrag auf Aufhebung von Wulffs Immunität

"Die Verdachtsmomente gegen den Bundespräsidenten haben sich nach Ansicht der Staatsanwaltschaft derart erhärtet, dass sie beantragte, seine Immunität aufzuheben. (...) Die Staatsanwaltschaft erklärte am Abend, sie habe nach umfassender Prüfung neuer Unterlagen und Medienberichte „nunmehr zureichende tatsächliche Anhaltspunkte und somit einen Anfangsverdacht“ gegen Wulff und Groenewold."[137]

"Die Staatsanwaltschaft hat die Aufhebung von Wulffs Immunität in einem Gutachten auf 13 Seiten begründet. Darin finden sich Details, die nicht aus der Medienberichterstattung stammen. (...) Darunter war ein Vermerk vom Mai 2009, in dem Wulff die Empfehlung des Medienreferats der Staatskanzlei zurückgewiesen hatte, künftig keine Landesbürgschaften für Medienunternehmen mehr zu gewähren. Nach Informationen der F.A.S. hatte das Land Niedersachsen am 20. Dezember 2006 dem Unternehmen „Get Lost Films GmbH“ eine Bürgschaft über vier Millionen Euro gewährt. Erst zwölf Tage zuvor war der Gesellschaftsvertrag unterschrieben worden. Das Unternehmen, dessen Geschäftsführer Groenewold war, wurde 2007 umbenannt; es produzierte nicht einen Film und verlegte 2010 seinen Sitz nach München."[138]

"Mit dem Fall ist seit Wochen die Korruptionsabteilung der Staatsanwaltschaft Hannover befasst. (...) Der Chef der Abteilung ist Clemens Eimterbäumer, 41 Jahre alt, er ist seit 1998 im staatsanwaltschaftlichen Dienst. Er genießt einen guten Ruf. Die Korruptionsabteilung hat er Ende vergangenen Jahres übernommen. (...) Nach Informationen von "Welt Online" interessieren sie sich besonders für Wulffs Freundschaft zu dem Filmunternehmer David Groenewold. Dafür spricht unter anderem, dass die Staatsanwälte auch gegen Groenewold einen Anfangsverdacht sehen, wegen Vorteilsgewährung. Der Filmunternehmer hatte Ende 2006 eine Bürgschaftszusage des Landes Niedersachsen erhalten – dieser Vorgang soll über den Schreibtisch von Ministerpräsident Wulff gegangen sein. (...)

Zwei Kriterien sind für die strafrechtliche Bewertung wichtig: Es muss ein Gegengeschäft gegeben haben. Und: In dieses Geben und Nehmen muss Wulff als Ministerpräsident verwickelt gewesen sein („Amtsbezug“). (...) Für die Frage, ob es ein Gegengeschäft gab, spielt ein weiterer Faktor eine wichtige Rolle: der zeitliche Zusammenhang. Je kürzer der Zeitraum zwischen dienstlichem Kontakt und privatem Vergnügen, desto näher liege der Verdacht einer Vorteilsnahme, sagen Juristen. (...)

Nach Ansicht einiger Experten könnten aus diesem Grund auch die kostenlosen Urlaube Wulffs etwa bei dem Aufsichtsratschef des Versicherungskonzerns Talanx, Wolf-Dieter Baumgartl, den Verdacht der Vorteilsnahme nahelegen. Wulff hatte sich für die Versicherungswirtschaft eingesetzt. (...)

„Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover“ hätten „keinen Einfluss auf die Vorprüfung“ in Berlin, die noch nicht abgeschlossen sei, sagt ein Justizsprecher. „Wir prüfen weiterhin, ob sich aus den zur Verfügung stehenden Informationen der Anfangsverdacht für Straftaten ergibt. Der Ausgang ist offen.“
Nach Informationen von "Welt Online" geht es um drei Aspekte: um Kleidung, die Bettina Wulff von Modefirmen kostenlos gestellt bekam, um einen Audi Q3 und eine Party, die Eventmanager Manfred Schmidt für Wulff ausrichtete und bei der Wulff mitbestimmt haben soll, wer auf die Gästeliste kommt."[139] Die Ermittlungen gegen den ehemaligen Bundespräsidenten werden nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hannover mindestens ein halbes Jahr in Anspruch nehmen Sechs Monate seien realistisch für ein erstes belastbares Ergebnis, hieß es am 27. Februar 2012.[140]

2. März 2012 - Hausdurchsuchung bei David Groenewold

"In der Affäre um den zurückgetretenen Bundespräsidenten Wulff (52) hat die Staatsanwaltschaft Hannover jetzt Büroräume und Privatwohnung von Wulff-Freund Groenewold (38) im Berliner Stadtteil Grunewald durchsuchen lassen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft auf BILD-Anfrage. (...) Nach BILD-Informationen wurde bei der Durchsuchung bei Groenewold umfangreiches Daten- und Aktenmaterial sichergestellt. Eine Durchsuchung bei Ex-Bundespräsident Wulff habe bislang nicht stattgefunden, so die Justiz."[141]

2. März 2012 - Hausdurchsuchung bei Christian Wulff

"Die Staatsanwaltschaft Hannover hat am Freitag das Privathaus des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff in Großburgwedel durchsucht. (...) Es seien unter anderem Computer mit Festplatten beschlagnahmt worden. (...) Die Aktion habe im Einvernehmen mit dem Ehepaar Wulff stattgefunden, weshalb ein förmlicher Durchsuchungsbeschluss nicht nötig gewesen sei. "Der Herr Bundespräsident a.D. ist kooperativ", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Jürgen Lendeckel. (...) Die niedersächsische Staatskanzlei hat inzwischen weitere Unterlagen an die Staatsanwaltschaft übergeben. "Insgesamt wurden rund 450 Seiten aus unserem Haus abgegeben", sagte ein Sprecher von Ministerpräsident David McAllister (CDU). In allen Ministerien würden Mitarbeiter weiter nach Unterlagen zum Verhältnis zwischen Wulff und dem Filmproduzenten suchen. Es werde zudem nach Akten zum Verhältnis zwischen Groenewold und Wulffs früherem Sprecher Olaf Glaeseker gesucht."[142]

15. März 2012 - Hausdurchsuchung bei Odeon Film

„Im Zuge der Ermittlungen gegen den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff haben Ermittler am Donnerstag in München Räume der Produktionsfirma Odeon Film durchsucht. Bis 2011 war der Wulff-Bekannte und Filmproduzent David Groenewold Miteigentümer von Odeon.
In einer Stellungnahme der Firma heißt es, den Beamten seien "Daten und Unterlagen maßgeblich aus den Jahren 2006 und 2007" übergeben worden. Das Material beziehe sich vor allem auf die Waterfall Productions GmbH, an der Odeon Film 2006 und 2007 mit 51 Prozent beteiligt war.“[143]

Die Staatsanwaltschaft wird sich auch dafür interessieren, über welche Firma Groenewold die Sylt-Urlaube mit Wulff abgerechnet hat. Außerdem ist die Frage interessant, welche Rolle Karl Kaudermann bei der Bürgschaftsvergabe an die Get Lost Films spielte :

„Ende des Jahres 2006 - wenige Wochen bevor Groenewold eine Bürgschaft über vier Millionen Euro vom Land Niedersachsen garantiert wurde, für die sich nun die Staatsanwaltschaft interessiert - hatte es laut einem Kalendereintrag wieder ein dienstliches Treffen gegeben. Diesmal nahm der damalige Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) persönlich teil, dazu der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Berliner Volksbank, Karl Kauermann.
Über dieses Geldinstitut hatte Groenewold Zahlungen für seinen "Zweiten Medienfonds German Filmproductions GFP" abgewickelt, ein Beiratsmitglied der Bank ist Aufsichtsratsvorsitzender von Groenewolds Firma Odeon-Film. Wulff und Groenewold erklären, dass es bei dem Treffen weder um Medienfonds noch um Filmförderung gegangen sei, sondern um einen "allgemeinen Gedankenaustausch".[144]

Belastende Erkenntnisse

"Der Staatsanwaltschaft Hannover liegen nach SPIEGEL-Informationen neue Details zu den Verbindungen zwischen dem zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff und David Groenewold vor. Demnach kam es schon ab dem Jahr 2005 zu mehreren Treffen zwischen dem Medienkaufmann und hochrangigen Vertretern der niedersächsischen Regierungszentrale. Groenewold sondierte in der Staatskanzlei des damaligen Ministerpräsidenten Wulff, ob seine Medienfonds in Niedersachsen steuerlich günstiger gestellt werden könnten. Der Leiter des Medienreferats im Wulff-Stab verwies jedoch auf die Zuständigkeit des niedersächsischen Finanzministeriums.

Kurz darauf, im Januar 2006, fuhr Groenewold noch einmal in die Staatskanzlei zu einem Treffen auf Abteilungsleiterebene. Dort forderte er erneut eine steuerliche Sonderbehandlung in Niedersachsen. "Hätte ich gewusst, um was es geht, hätte ich das Gespräch abgelehnt", berichtet ein Teilnehmer der Runde. Ende des Jahres 2006 gab es laut einem Kalendereintrag wieder ein dienstliches Treffen. Diesmal nahm Wulff sogar persönlich teil. Außerdem war auch der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Berliner Volksbank, Karl Kauermann, bei dem Gespräch dabei. Über dieses Geldinstitut hatte Groenewold Zahlungen für seinen "Zweiten Medienfonds German Filmproductions GFP" abgewickelt, ein Beiratsmitglied der Bank ist Aufsichtsratsvorsitzender von Groenewolds Firma Odeon-Film.

Wenige Wochen später wurde Groenewold eine Bürgschaft über vier Millionen Euro vom Land Niedersachsen garantiert, für die sich nun die Staatsanwaltschaft interessiert. Wulff und Groenewold behaupten, dass es bei dem Treffen weder um Medienfonds noch um Filmförderung gegangen sei, sondern um einen "allgemeinen Gedankenaustausch"."[145]

"Die Lawine, die Christian Wulff begrub, wurde in einer Talkshow losgetreten: Dort erwähnte Peter Hintze ein Dokument, das die Staatsanwälte interessierte - nun schweigt er."[146] Näheres ist weiter oben im Abschnitt "Waterfall Productions" nachzulesen.

Ermittlungen zu Wulffs Urlauben

"Das Ermittlungsverfahren gegen Christian Wulff wegen des Verdachts der Vorteilsannahme ist nach FOCUS-Informationen umfangreicher als bisher bekannt. Die Staatsanwaltschaft Hannover untersucht mehrere Hotelaufenthalte des Ex-Bundespräsidenten. Die Ermittler um Oberstaatsanwalt Clemens Eimterbäumer konzentrieren sich nicht nur auf Wulffs Urlaub mit seiner späteren Frau Bettina im „Hotel Stadt Hamburg“ auf Sylt 2007. Auch den Aufenthalt des Paares in einer Ferienwohnung auf der Insel 2008 und zwei Übernachtungen im „Bayerischen Hof“ in München Ende 2008 bewerten die Fahnder nach FOCUS-Informationen als Vorteilsannahme. Einem internen Vermerk zufolge gehen die Ermittler davon aus, dass „als Gegenleistung für ein allgemeines dienstliches Wohlwollen im Rahmen der Gestaltung des Medienrechts“ der Film-Unternehmer David Groenewold zur „vereinbarten Stimmungspflege“ für die Kosten aufkam."[147]

"...und zwei Übernachtungen im „Bayerischen Hof" in München Ende 2008 " siehe hierzu Ticket- und Hotel-Upgrades

22. April 2012 : "(...) Die Behörde ermittelt auch gegen Ex-Staatschef Christian Wulff selbst, hier wegen des Verdachts auf Vorteilsannahme. Um dem Vorwurf nachzugehen, untersuchte die Staatsanwaltschaft Quittungen eines gemeinsamen Sylt-Urlaubs von Wulff und dem Filmfinanzier David Groenewold. Zwei Mitarbeiter des Landeskriminalamtes nahmen vor Ort Einsicht in die Rechnungsunterlagen, wie der Direktor des „Hotel Stadt Hamburg“ gegenüber „BamS“ bestätigte."[148]

Keine weiteren Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft

"Unbeschadet der gegen Bundespräsident a.D. Christian Wulff laufenden Ermittlungen wegen möglicher Zuwendungen des Filmunternehmers David Groenewold hat die Generalstaatsanwaltschaft Celle Beschwerden über die Nichtaufnahme weiterer Ermittlungen als unbegründet zurückgewiesen.
Nach derzeitigem Sachstand gebe es keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für sonstige Verfehlungen des ehemaligen Staatsoberhaupts, erklärte der kommissarische Leiter der Generalstaatsanwaltschaft Jörg Fröhlich."[149]

Verteidigung

Laut der juristischen Presseschau berichtet das Handelsblatt (Jan Keuchel), dass Christian Wulff vermutlich die renommierten Strafverteidiger Heiko Lesch und Bernd Müssig von der Kanzlei Redeker, Sellner, Dahs in Bonn engagiert habe.[150]

Groenewold klagt gegen BILD

1. KLAGE: Am 8.2.2012 erschien in BILD der Artikel ""Neuer Wirbel um Wulff-Urlaub - Wer zahlte Wulffs Sylturlaub ?" BILD hat den Artikel mittlerweile aus dem Netz genommen. Im Netz findet man aber noch den BILD-Artikel vom 9.2.2012 "Verheerendes Echo auf Wulffs Sylt-Urlaub"[151]

Noch am selben Tag gab der Anwalt von Groenewold, Christian-Oliver Moser, eine Pressekonferenz. BILD berichtete darüber nicht, aber andere Medien :

FOCUS am 8.2.2012 :

  • "Wer zahlte Wulffs Sylt-Urlaub? So titelt die „Bild“ und schreibt über einen Vertuschungsverdacht gegen Unternehmerfreund Groenewold. Der Filmfonds-Manager wehrt sich und kündigt rechtliche Schritte gegen das Blatt an."[152]

meedia am 8.2.2012 :

  • "Film-Finanzier David Groenewold wehrt sich: Bild hatte berichtet, dass der Freund des Bundespräsidenten versucht habe, Belege über einen gemeinsamen Sylt-Urlaub mit Wulff zu vertuschen. In einer Pressemitteilung kündigte der Anwalt von Groenewold, Christian-Oliver Moser, an, gegen die Bild juristisch vorgehen. Er will die „üblichen presserechtlichen Ansprüche wie Gegendarstellung und Unterlassung“ geltend machen, sich aber auch beim Presserat über die Recherchemethoden der Bild beschweren."[153]

meedia am 17.2.2012 :

  • „Am Mittwoch hatte Moser beim Landgericht Köln eine EV erwirkt, die der Bild acht Aussagen aus dem Artikel "Vertuschungs-Verdacht: Wer zahlte Wulffs Sylt-Urlaub" untersagt. Die strittigen Passagen beschäftigten sich weitestgehend mit dem Vorwurf, dass Groenewold im Zusammenhang mit einem Wochenend-Trip Wulffs auf die Nordsee-Insel die Akten des Hotels habe "säubern" wollen. Der Streitwert liegt bei 80.000 Euro und der Bild würde ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro drohen, wenn sie der Einstweiligen Verfügung zuwider handelten."[154]

Im Wesentlichen wehrte sich Groenewold gegen zwei Textpassagen :

  • 1. "Am Morgen des 20. Januar fordert er Mitarbeiter des Hotels auf, relevante Rechnungen und Belege aus dem gemeinsamen Kurzurlaub mit dem Ehepaar Wulff aus dem Jahr 2007 auszuhändigen. Ein Hotel-Manager übergibt Groenewold Anreiselisten, Meldescheine und Verzehrquittungen."
  • 2.. "In bar will Wulff ( ) die von Groenewold übernommenen Hotelkosten auch bei einem ,Oktoberfest-Besuch' im Jahr 2008 erstattet haben."

Am 24. April 2012 musste BILD auf Seite 2 eine Gegendarstellung David Groenewolds abdrucken.[155]
Mit der Veröffentlichung dieser Gegendarstellung wartete BILD zweieinhalb Monate.

Die peinliche Wirkung der immerhin sechsspaltigen Gegendarstellung "milderte" BILD mit einem viel größeren Artikel auf Seite 1: "Staatsanwalt weitet Ermittlungen gegen Wulff-Freund Groenewold aus"[156]

Dazu schreibt die "Frankfurter Rundschau" am 25. April 2012:

  • "Der Anwalt des Filmproduzenten, Christian-Oliver Moser, sagte der dpa, der „Bild“ sei die Ausweitung der Ermittlungen seit Ende März bekannt. Es sei erstaunlich, dass die Zeitung just an dem Tag darüber berichte, an dem sie auch zum Abdruck einer Gegendarstellung wegen falscher Berichterstattung über Groenewold verpflichtet worden sei. Weitere Kommentare wollte er nicht abgeben."[157]

Seit wann war BILD die Ausweitung der Ermittlungen bekannt?
Am 29. März 2012 hatte BILD-Reporter Nikolaus Harbusch eine E-Mail mit mehreren Fragen an Groenewolds Anwalt Christian-Oliver Moser geschickt. Darunter auch diese:

  • "Ist Ihnen bekannt, dass die Staatsanwaltschaft nach Auswertung der Unterlagen und Aussagen das Ermittlungsverfahren gegen David Groenewold auf den Verdacht einer weiteren Straftat ausgedehnt hat?"

BILD scheint zur Staatsanwaltschaft ähnlich gute Geschäftsbeziehungen zu pflegen wie einstmals zum Ehepaar Wulff. Oder wie sollte man es sonst erklären, dass BILD wichtige Informationen vor allen anderen Medien erhält?

DPA verzögert die Meldung über die EV
Groenewolds Anwalt hatte DPA über die EV unterrichtet. DPA hatte die Meldung aber nicht verbreitet. Sie sei „im Nachrichtenfluss versickert“.
meedia am 17.2.2012 :

  • "Wir hatten die Informationen. Aufgrund unseres Grundsatzes, immer auch die Gegenseite zu hören, haben wir dann erst bei Axel Springer angefragt und nicht sofort Antwort erhalten", erklärt der Agentur-Sprecher Christian Röwekamp gegenüber MEEDIA. Der Grund, warum die dpa nicht beim zuständigen Landgericht Köln nachgefragt hat, bleibt im dunken. Warum die Geschichte dann nicht erschien erklären die Berliner so: "Später ist die Meldung dann tatsächlich leider in unserem Nachrichtenfluss stecken geblieben."[158]

____________________________________________________________________________________________

2. KLAGE: Am 18. Februar, einen Tag nach dem Rücktritt von Christian Wulff, lobte sich BILD mit dem ganzseitigen Artikel "So deckte BILD die Wulff-Affäre auf".[159]
Darin kam folgende Passage vor, die letztendlich zum Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft und zum Rücktritt des Bundespräsidenten führte:

  • "2007 hatte der Filmproduzent David Groenewold für Wulff einen Luxusurlaub im „Hotel Stadt Hamburg“ (HSH) auf Sylt gebucht und bezahlt."

David Groenewold beantragte am 1. März 2012 eine Einstweilige Verfügung gegen diese Darstellung der BILD und forderte eine Gegendarstellung. Dagegen legte der Springer Verlag Widerspruch ein. Das Landgericht Berlin entschied in seinem Urteil vom 29. März 2012 weitestgehend zu Groenewolds Gunsten. Das Gericht bestätigte damit eine Einstweilige Verfügung vom 8. März. Der Grund: "Persönlichkeitsrechtsverletzung aufgrund einer unwahren Tatsachenbehauptung".

Der Clou dabei: Groenewold hatte gar nicht bestritten, den Urlaub gebucht und (zunächst) bezahlt zu haben. Sein Anwalt hatte es sogar in einer E-Mail vom 24. Januar an den NDR mitgeteilt. Im Urteil heißt es dazu:

  • Der Antragsteller hatte dieses Detail daher selbst "enthüllt". Die BILD konnte danach insoweit nichts mehr "aufdecken".

Dazu schreibt der NDR am 9. Mai 2012:


"Bild" hatte am 18. Februar 2012 unter der Überschrift "So deckte Bild die Wulff-Affäre auf" geschrieben: "Bild enthüllt: Der Filmproduzent David Groenewold hat 2007 für Wulff einen Luxusurlaub im 'Hotel Stadt Hamburg' auf Sylt gebucht und bezahlt." Groenewold macht dazu Gegendarstellungs- und Unterlassungsansprüche geltend. Er verweist darauf, dass nicht "Bild" die Geschichte der Sylt-Urlaube enthüllt habe. Vielmehr habe der NDR schon zwei Wochen zuvor im Januar darüber berichtet. (...) Das Landgericht Berlin bestätigte nun in wesentlichen Punkten die Darstellung Groenewolds. (...)
"Menschen und Schlagzeilen" hatte in der Sendung vom 24. Januar 2012 (ab Minute 03:50) erstmals exklusiv über die Sylt-Aufenthalte und Ungereimtheiten bei der Bezahlung berichtet. (...)
"Bild" griff das Thema erst zwei Wochen später auf und berichtete über weitere Details. Beispielsweise dass Groenewold Mitarbeiter des Hotels zum Stillschweigen aufgefordert hatte, nach Sylt gereist war und sich Kopien der Rechnungen aushändigen ließ.
Zu diesem Artikel musste "Bild" schon Ende April eine Gegendarstellung abdrucken. Dabei ging es unter anderem darum, welche konkreten Unterlagen Groenewold im Hotel bekommen hatte. Nach NDR-Informationen will der Axel-Springer-Verlag, in dem "Bild" erscheint, Berufung einlegen. Auf Anfrage lehnte ein Sprecher jede Äußerung mit Hinweis auf das laufende Verfahren ab."[160]

Der SPIEGEL schreibt am 10.5.2012 :
Gerade erst ist "Bild" für ihre Wulff-Berichterstattung für den renommierten Henri-Nannen-Preis nominiert worden.
In zwei Verfahren hatte sich Groenewold gegen die Darstellung des Blattes gewehrt, die "Bild" habe "enthüllt", dass Groenewold dem Politiker eine Sylt-Reise im Jahr 2007 finanziert habe. Am 18. Februar 2012, Wulff war gerade zurückgetreten, füllte "Bild" eine ganze Seite mit einer Darstellung der eigenen Rolle in der Aufklärung der Wulffschen Verstrickungen: "So deckte BILD die Wulff-Affäre auf", stand dort zu lesen, darunter eine Chronologie der "Bild"-Berichte über den Fall. Darin, unter dem Datum 8. Februar, folgende Sätze: "Der Bericht, der letztendlich zum Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft und zum Rücktritt des Bundespräsidenten führt. BILD enthüllt: Der Filmproduzent David Groenewold hat 2007 für Wulff einen Luxusurlaub im 'Hotel Stadt Hamburg' (HSH) auf Sylt gebucht und bezahlt."
Zwar ist es unbestritten, dass Groenewold dem Wulff den Urlaub zumindest vorfinanzierte (angeblich hat Wulff seinem Freund die Rechnung später in bar beglichen), doch ein Detail stimmt nicht, jedenfalls nicht nach Auffassung des Landgerichts Berlin: Nicht "Bild" enthüllte diese Finanzierung, sondern Groenewold selbst.
Nach Auskunft des Landgerichts Berlin ist im Prozess um die Gegendarstellung bereits eine Berufung anhängig. (AZ 10 U 78/12)[161]

Zu den Sachverhalten äußerte sich auch BildBlog + Bildblog

"ZETTL" - Groenewolds Spielfilm-Flopp

Laut Berliner Zeitung soll ZETTL ca. 10 Mio. Euro gekostet haben. BZ
Produziert wurde ZETTL von Helmut Dietl, David Groenewold und Gerhard Hegele; Co-Produzenten sind herbX film, Warner Bros. Film Productions Germany sowie die GFP Medienfonds II, III und IV.
Der Film wird gefördert vom FilmFernsehFonds Bayern, Medienboard Berlin-Brandenburg, der Filmförderungsanstalt und dem Deutschen Filmförderfonds.

Förderung : DFFF - Deutscher Filmförderfonds (EUR 1.651.324)
Produktionsförderung : FilmFernsehFonds Bayern (EUR 1.100.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 500.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 1.000.000)
Verleihförderung : FilmFernsehFonds Bayern (EUR 100.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 70.000)
Einspielergebnis in Deutschland bisher Euro 1.106.804 Mediabiz [Seite nicht mehr verfügbar]

Der SPIEGEL schreibt zu ZETTL :
"Gesellschaftssatiren wie "Zettl" werden vom Produzenten ja gerne mit dem Hinweis ausgestattet, dass alle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen rein zufällig seien, um Klagen der Vorgeführten abzuwehren. Bei Dietls Film ist das nicht notwendig: Es gibt keine Ähnlichkeiten, nicht mal zufällige.
Angeblich haben Dietl und sein Co-Drehbuchautor Benjamin von Stuckrad-Barre, Gesellschaftsreporter des Springer-Verlags, viele, viele Abende in den wichtigen Treffpunkten rund um das Berliner Regierungsviertel verbracht. Entweder sind sie dort ihren Studienobjekten so nahe gekommen, dass sie diese nicht mehr vorführen wollten, oder sie haben sich im ewigen Wartestand im Grill Royal und Borchardt um ihre Wahrnehmung gesoffen. Vielleicht beides."[162]

Co-Autor Benjamin von Stuckrad-Barre zum Film :
"Es kam vor, dass absurde Wendungen politischer oder gesellschaftlicher Art, die wir uns ausgedacht hatten, dann tatsächlich in ähnlicher Weise eintraten, und auch die strichen wir natürlich heraus. Überhaupt: gestrichen haben wir viel."[163]

Der STERN sieht Verbindungen zur politischen Realität :
"Tatsächlich gibt es ein seltsames Detail, das Kino-Berlin mit Real-Berlin verbindet. Filmkaufmann David Groenewold, der "Zettl" mit produzierte, ist ein Wulff-Freund. Er soll dem angeschlagenen Bundespräsidenten vor sechs Jahren ein Buch mitfinanziert haben, das Christian Wulff als "aufsteigenden Stern der deutschen Politik" beschreibt. Ist alles nicht so richtig bewiesen, aber man wird ja mal nachdenken dürfen über solche Zufälle. Vielleicht hat Helmut Dietl etwas geahnt, als er neulich in einem Interview sagte: "Die Wirklichkeit ist viel düsterer als der Film. Wenn ich alles erzählt hätte, was ich wirklich weiß, das würde kein Mensch glauben." [164]

Einzelnachweise

  1. Handelsblatt: Geldeinsammler aus Berlin vom 15.02.2007
  2. Bild.de: Kredit- und Medien-Affäre: Film-Finanzier zahlte den Wulffs Upgrade für Luxus-Suite vom 15.01.2012
  3. 3,0 3,1 Berliner Morgenpost: Ein Geldsammler mit Hang zur Philosophie vom 10.06.2008
  4. IMDb: IMDB
  5. AEDT: Nord-Süd-Dialog
  6. FAZ.Net: Der Gesellschafter vom 05.09.2009
  7. odeonfilm.de: Stimmrechtsmitteilungen nach §§ 21, 26 und 27 WpHG vom 20.12.2011
  8. Unternehmensregister.de: Unternehmensregister
  9. Süddeutsche.de: Wulff-Freund Groenewold - Mit dabei im schnellen Spiel der großen Jungs vom 18.02.2012
  10. NDR.de: Wie Groenewold die Medien umgarnte vom 22.02.2012
  11. NDR: Wie Groenewold die Medien umgarnte vom 22.02.2012
  12. mediabiz: David Groenewold und sein Fonds German Film Production vom 20.05.2003
  13. NDR: Wie Groenewold die Medien umgarnte vom 22.02.2012
  14. Berliner Zeitung: Diesmal keine Gegenparty vom 08.07.2005
  15. Welt Online: Geflüster vom 06.07.2005
  16. Der Spiegel: Personalien Druckausgabe 28/2005
  17. 17,0 17,1 17,2 17,3 17,4 Niedersächsischer Landtag: Kleine Anfrage mit Antwort (PDF), Drs 15/2203
  18. Zeit Online: Ein romantischer Kaufmann vom 06.06.2007
  19. Welt Online: Liebeserklärung über den Dächern von Berlin vom 14.02.2006
  20. Bild.de: Schöne Jenny knallhart und nackt vom 30.06.2006
  21. Mallorca Magazin: VIPs mit Meerblick vom 21.04.2006
  22. Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein Mein alter Freund Fritz
  23. nordmedia Förderung - nordmedia-Vergabeentscheidungen vom 17.11.2005
  24. Film- und Medienstiftung NRW Filmstiftung Nordrhein-Westfalen - Entscheidungen März 2006
  25. EFi Mein alter Freund Fritzvom 28.12.2009
  26. Welt Online Für Regisseur Dieter Wedel spielt Christian Wulff sich selbst vom 03.05.2006
  27. Nordmedia: 17. Internationales Filmfest Emden-Aurich-Norderney
  28. Filmportal: Ehrenpreis für Maximilian Schell vom 12.06.2006
  29. Focus Online: Soho House: Die Avantgarde der Club-Kultur vom 18.10.2010
  30. Bild.de: David Groenewold & Mia Florentine Weiss: Liebe aus! Hochzeit geplatzt vom 26.11.2008
  31. Der Spiegel: PROZESSE - Wulffs Revier Druckausgabe 26/2010
  32. Focus Online: Neues Deutschland vom 07.06.2010
  33. NDR.de: Was wollte und bekam Groenewold von Wulff? vom 26.01.2012
  34. Am Ende des Tages: "Nord-Süd-Dialog" vom 18.12.2008
  35. NDR.de: Was wollte und bekam Groenewold von Wulff? vom 26.01.2012
  36. parteispenden.unklarheiten.de: David Groenewold
  37. Bild.de: Schon wieder half ein reicher Freund - Neuer Wirbel um einen Wulff-Urlaub vom 08.02.2012
  38. Zeit Online: Staatsanwaltschaft prüft Wulffs Sylt-Urlaub vom 08.02.2012
  39. W&V: So verstrickt sich Filmfinanzier Groenewold tiefer in die Causa Wulff vom 08.02.2012
  40. na presseportal: Der Tagesspiegel: Wulff-Affäre: Unternehmer Groenewold verschaffte sich Hotelbeleg auf Rat seines Anwalts vom 08.02.2012
  41. stern.de: Sylt-Sause des Bundespräsidenten Wie in einem schlechten Film vom 08.02.2012
  42. Süddeutsche.de: Dokument entlastet Wulff im Fall Groenewold vom 13.02.2012
  43. Causa Lenniger: Grundrechtepartei - Causa Lenniger
  44. Financial Times Deutschland: Verdacht der Vorteilsannahme - Staatsanwälte zweifeln Wulffs Aussagen an vom 22.02.2012
  45. Justsylt: "Jetzt wird es einsam um unseren Bundespräsidenten" vom 16.02.2012
  46. Zeit Online: Das Wulffs-Lächeln vom 30.10.2007
  47. NDR.de: Was wollte und bekam Groenewold von Wulff? vom 26.01.2012
  48. vivasylt: "Promi-Krebsessen bei Baumann " Baumann2008
  49. Bild.de: "Christiansen bei Baumanns" vom 06.08.2008
  50. Hochschule Hannover: "Mit Christian Wulff auf Sommerreise" Presseinformation vom 24.07.2008
  51. Internetseite "Aufjuist": "Ministerpräsident Christian Wulff besucht „sein Baby" Juist" vom 18.07.2008
  52. Ostfriesen-Zeitung: Christian Wulff übergibt Norderneyer Sturmflut-Deckwerk seiner Bestimmung vom 04. August 2008
  53. NLWKN: "Norderney: Wulff übergibt Deckwerk seiner Bestimmung" Pressemitteilung vom 02.08.2008
  54. Nealine: Sturmfest und Erdverwachsen vom 11.07.2008
  55. Ostfriesische Nachrichten: Ministerpräsident Wulff lobt Ostfriesen für Gradlinigkeit vom 11.07.2008
  56. Bild.de:"Wulff will wichtige Rolle im Bundestags-Wahlkampf"vom 11.07.2008
  57. Windpark Druiberg: Ministerpräsident Böhmer und Wulff besuchen "Stadt der erneuerbaren Energie" Pressemitteilung vom 20.08.2008
  58. Hannoversche Allgemeine: Mögliche Vorteilsnahme - Wulff droht nun eine Film-Affäre vom 10.02.2012
  59. süddeutsche.de: Aktennotiz des Bundespräsidenten - Dokument entlastet Wulff im Fall Groenewold vom 13.02.2012
  60. Financial Times Deutschland: Verdacht der Vorteilsannahme - Staatsanwälte zweifeln Wulffs Aussagen an vom 22.02.2012
  61. Spiegel Online: "Finanzspritze von der Schwiegermama vom 26.02.2012
  62. Zeit Online: Das Wulffs-Lächeln vom 30.10.2007
  63. 63,0 63,1 Financial Times Deutschland: Wulff im Urlaubsstress, Seite 1 Seite 2 vom 08.02.2012
  64. Der Spiegel: Glatt durchgegangen Druckausgabe 3/2012
  65. IHK Medienmitteilung "IHK Edmund Brandhorst" Dokument Nr. 20738
  66. Am Ende des Tages "Vodafone Night" vom 14.10.2008
  67. N24.de Ist Deutschland noch gerecht? Studio Friedmann vom 07.11.2008
  68. Am Ende des Tages: "Publishers' Night at Telekom Hauptstadt-Repräsentanz" vom 17.11.2008
  69. Bild.de: Schon wieder half ein reicher Freund - Neuer Wirbel um einen Wulff-Urlaub vom 08.02.2012
  70. Märkische Oderzeitung: "Staatsanwaltschaft untersucht auch Verbindung Glaeseker - Groenewold" vom 26.02.2012
  71. Welt Online: M. Bewarder, U. Müller und M. Neller: Wulff und Unternehmer Groenewold: Essen, Urlaube, Übernachtungen - und ein Handy vom 10.02.2012
  72. NDR.de: Wulff-Affäre: Dann war da noch ein Handy vom 13.02.2012
  73. Financial Times Deutschland: Verdacht der Vorteilsannahme - Staatsanwälte zweifeln Wulffs Aussagen an vom 22.02.2012
  74. Internet-Portal der Niedersächsischen Landesregierung: Japanreise
  75. Focus Online: Neue Kontakte zu Filmproduzenten: Wulff wollte Groenewold auf Japan-Reise einladen vom 11.02.2012
  76. Film- & Medienbüro Niedersachsen e.V.: Rundbrief 75, Vorspann
  77. stern.de: Bundespräsident in Bedrängnis Erneuter Wirbel um ein Wulff-Buch vom 10.01.2012
  78. mediabiz: Christian Wulff will mehr Privatkapital für Filmwirtschaft vom 08.07.2005
  79. Welt Online: Martin Witt: "Geschlossene Fonds nur noch ein Auslaufmodell" vom 17.04.2005
  80. NDR.de: Peter Hornung und Jürgen Webermann, NDR Info / Johannes Jolmes, Jochen Becker, Jasmin Klofta, Menschen und Schlagzeilen: Wie Wulff seinem Freund Groenewold half vom 14.02.2012
  81. heise.de: Rüdiger Suchsland: "Vielleicht sollten wir uns neu orientieren" vom 15.06.2005
  82. Spiegel Online: Ärger mit Filmfonds - Anleger müssen Steuern in Milliardenhöhe nachzahlen vom 27.09.2010
  83. Welt Online: Staatsanwalt nimmt Filmfonds ins Visier vom 21.04.2006
  84. Zeit Online: Ein romantischer Kaufmann vom 06.06.2007
  85. Institut für Urheber- und Medienrecht: Filmförderung: Neues Anreizmodell findet Anklang vom 07.07.2006
  86. mediabiz: Christian Wulff will mehr Privatkapital für Filmwirtschaft vom 08.07.2005
  87. Focus Online: Money Steuern und Recht - "Doppelter Vorteil für Anleger" vom 11.01.2006
  88. recht-niedersachsen.de: [http://www.recht-niedersachsen.de/6500001/0000007.htm Allgemeine Bürgschaftsrichtlinie des Landes Niedersachsen]
  89. Bild.de: Kredit- und Medien-Affäre: Film-Finanzier zahlte den Wulffs Upgrade für Luxus-Suite vom 15.01.2012
  90. Odeon Film: Formel für Kino-Erfolg: Weniger ist mehr vom 18.05.2007
  91. FAZ.Net: Johanna Adjoran Der Gesellschafter vom 05.09.2009
  92. na Presseportal: David Groenewold: Keine Vermischung privater und geschäftlicher Interessen vom 16.01.2012
  93. Der Spiegel: Dahlkamp, Jürgen; Fröhlingsdorf, Michael; Müller, Martin U.; Schmitt, Jörg: Glatt durchgegangen Druckausgabe 3/2012
  94. Welt Online: Wulff ließ Niedersachsen für Briefkastenfirma bürgen vom 12.02.2012
  95. Die Entscheidung, Magazin der Jungen Union Deutschlands, Ausgabe März April 2007,Seite 32: "Roter Teppich für den Filmförderfonds"
  96. Hannoversche Allgemeine: Klaus Wallbaum Peter Hintze - Verwunderung über Wulffs Verteidiger vom 13.02.2012
  97. Süddeutsche.de: Hans Leyendecker: Aktennotiz des Bundespräsidenten - Dokument entlastet Wulff im Fall Groenewold vom 13.02.2012
  98. Frankfurter Allgemeine: Frank Lübberding Wulffs Zeremonienmeister vom 14.02.2012
  99. Spiegel Online: Michael Fröhlingsdorf, Veit Medick und Philipp Wittrock: Präsidenten-Affäre: Wulffs Waterfall-Rätsel vom 14.02.2012
  100. t-online: Staatsanwaltschaft erhält Wulff-Akten vom 16.02.2012
  101. Spiegel Online: Staatskanzlei übergibt Wulff-Akten an Ermittler vom 15.02.2012
  102. Frankfurter Allgemeine: Wulffs Rücktritt - Der tödliche Vermerk vom 19.02.2012
  103. Niedersächsischer Landtag, 16. Wahlperiode, Abgeordneter Stefan Schostok (SPD): "Drucksache 16/4445"
  104. Spiegel Online: Wulff und Filmfinanzierer Groenewold - Treffen in der Staatskanzlei vom 17.02.2012
  105. meinestadt.de: meinestadt Erneut hitzige Landtags-Debatte zur Wulff-Affäre vom 24.02.2012
  106. Handelsblatt Filmfinanzier Groenewold übernimmt Odeon Film vom 13.04.2006
  107. wallstreet:online: Odeon Film: David Groenewold neues Vorstandsmitglied vom 05.07.2006
  108. wallstreet:online: Odeon Film: Aufsichtsratschef geht vom 30.01.2012
  109. finanzen.net: EANS-PVR: Odeon Film AG / Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung vom 21.12.2011
  110. na presseportal: EANS-Stimmrechte: Odeon Film AG / Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung vom 06.10.2011
  111. börsenNEWS.de: ots.CorporateNews: Tele München Fernseh GmbH & Co. Produktionsgesellschaft / Tele München ... vom 22.11.2011
  112. FONDS Online professionell: GFP kommt mit neuem Filmfonds vom 21.02.2007
  113. filmzeit: David Groenewold
  114. mediabiz: David Groenewold, GF GFP Medienfonds, über die Arbeit der Kanzler AG vom 07.07.2005
  115. Zeit Online: Amigo-Affäre - Wie Wulff einem Freund auch politisch half vom 15.02.2012
  116. Süddeutsche.de: Klagen gegen Wulff-Freund Groenewold - Gebt uns das Geld zurück! vom 16.02.2012
  117. Süddeutsche.de: Wulff-Freund Groenewold: Groenwold spielte im oberen Mittelfeld vom 18.02.2012
  118. Unternehmensregister: [1]
  119. nordmedia: nordmedia night-Talk Berlinale 2007 vom 10.12.2009
  120. nordmedia: 1. Medienwirtschaftsgipfel Niedersachsen am 5. März 2010 vom 17.02.2010
  121. nordmedia: Chancen für den Medienstandort Niedersachsen vom 27.06.2011
  122. Zeit Online: Amigo-Affäre: Wie Wulff einem Freund half – und der ihm vom 10.02.2012
  123. 123,0 123,1 Der Spiegel: Müller, Martin U.: PROZESSE - Wulffs Revier Druckausgabe 26/2010
  124. Netplosiv: Alexandra Neldel: 500 000 Euro Klage gegen David Groenewold vom 08.10.2009
  125. Berliner Zeitung: Katja Lüthge Drei Räuber vom 18.02.2005
  126. Frankfurter Allgemeine: Der Gesellschafter vom 05.09.2009
  127. Frankfurter Allgemeine: Kultur und Medien - „Budget darf nicht zum Steinbruch werden“ vom 03.12.2005
  128. Frankfurter Allgemeine: Endlich Minister - Merkels Mann für die Kultur vom 22.11.2005
  129. Focus Online: Money Steuern und Recht - „Doppelter Vorteil für Anleger“ vom 11.01.2006
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  131. Welt Online: Liebeserklärung über den Dächern von Berlin vom 14.02.2006
  132. Wikipedia.org: Deutschen Filmförderfonds (DFFF)
  133. brand eins Online: Alles umsonst 05/2007
  134. Der Tagesspiegel: Wirtschaft - Vitamine für den deutschen Film vom 04.02.2007
  135. Berliner Morgenpost: Ein Geldsammler mit Hang zur Philosophie vom 10.06.2008
  136. Der Tagesspiegel: Bilanz einer Amtszeit Bernd Neumann: Immer schön mittig bleiben vom 18.07.2009
  137. RP Online: Druck auf Bundespräsidenten wächst - Justiz will gegen Wulff ermitteln vom 16.02.2012
  138. Frankfurter Allgemeine: Wohl kein Untersuchungsausschuss - Neue Details über Ermittlungen gegen Wulff vom 18.02.2012
  139. Welt Online: Die Akte Wulff - Party, Audi und Bettinas Kleidung vom 18.02.2012
  140. Spiegel Online: "Ermittlungen gegen Wulff dauern mindestens sechs Monate" vom 27.02.2012
  141. Bild.de: Affäre um Bundespräsident a.D. - Durchsuchung bei Wulff-Freund David Groenewold vom 02.03.2012
  142. Spiegel Online: Ermittler durchsuchen Haus von Christian Wulff vom 02.03.2012
  143. Spiegel Online: Ermittlungen gegen Wulff - Fahnder durchsuchen Räume von Ex-Groenewold-Firma vom 15.03.2012
  144. Süddeutsche.de: Ermittler prüfen Groenewolds Besuche in Wulffs Staatskanzlei vom 17.02.2012
  145. Spiegel Online: Wulff und Filmfinanzierer Groenewold - Treffen in der Staatskanzlei vom 17.02.2012
  146. Frankfurter Allgemeine: Wulffs Rücktritt - Der tödliche Vermerk vom 19.02.2012
  147. Focus Online: Ermittlungen gegen Wulff umfangreicher als bekannt vom 17.03.2012
  148. Focus Online: Focus vom 22.04.2012
  149. celleheute.de: Celleheute vom 03.04.2012
  150. Legal Tribune Online: "Presseschau" vom 23.02.2012
  151. bild.de: Verheerendes Echo auf Wulffs Sylt-Urlaub vom 09.02.2012
  152. Focus: Umstrittener Sylt-UrlaubWulffs - Unternehmerfreund empört sich über „Bild“ vom 08.02.2012
  153. meedia.de: Fall Wulff: Recherche-Vorwürfe gegen Bild vom 08.02.2012
  154. meedia.de: dpa: Wulff-EV versickerte im Nachrichtenfluss vom 17.02.2012
  155. Bild.de Gegendarstellung vom 24.04.2012
  156. Bild.de Falsche eidesstattliche Versicherung? Staatsanwalt weitet Ermittlungen gegen Wulff-Freund Groenewold aus vom 25.04.2012
  157. Frankfurter Rundschau Ermittlungen gegen Wulff-Freund ausgeweitet vom 25.04.2012
  158. meedia.de: dpa: Wulff-EV versickerte im Nachrichtenfluss vom 17.02.2012
  159. Bild.de So deckte BILD die Wulff-Affäre auf vom 18.02.2012
  160. NDR.de Wer hat's enthüllt? vom 09.05.2012
  161. Spiegel Online: Wulff-Bericht vor Gericht: "Bild" und die Frage, wer wann was enthüllte vom 10.05.2012
  162. Spiegel Online: Berlin-Satire "Zettl": Koma Royal vom 31.01.2012
  163. Welt Online: Sex, Macht, Intrigen – und andere Sauereien in Berlin vom 16.01.2012
  164. stern.de: Falsche Stadt, dumme Story ohne Datum

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