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Nord-Süd-Dialog

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(Letzte Änderung: 21.11.2014)

Vorwürfe und Personen

  • Christian Wulff - Vorteilsannahme/Bestechlichkeit

Rechtsauffassungen zur Vorteilsannahme / Korruptionsgesetze

Sachverhalt

Die Veranstaltungsreihe des Nord-Süd-Dialogs wurde seit 2007 zum Zweck eines jährlichen Ländertreffens zwischen den CDU-regierten Bundesländern Niedersachsen und Baden-Württemberg vom Eventmanager Manfred Schmidt organisiert.

Termine:
20. Dezember 2007: Hannover/Pelikanviertel
17. Dezember 2008: Stuttgart/Cannstatter Römerkastell
11. Dezember 2009: Hannover/Flughafengelände

Die Frage 5 der Kleinen Anfrage vom 11. März 2010 (LT-Drs. 16/2447)[1] des Abgeordneten Heiner Bartling (SPD) zum Nord-Süd-Dialog beantwortet Dr. Lothar Hagebölling, Chef der Niedersächsischen Staatskanzlei, folgendermaßen: „Es handelt sich um eine Privatveranstaltung, es gibt keine Beteiligung oder Finanzierung durch das Land Niedersachsen.“[1]

SIVA Nord Süd Dialog 2010 SAT1 TV Report03:16

SIVA Nord Süd Dialog 2010 SAT1 TV Report

Kurzer Clip: SIVA Nord Süd Dialog 2010 SAT1 TV Report

Über die offizielle Website der Staatskanzlei lief 2009 eine dreistündige Live-Fernsehübertragung des Events, die das Regionalprogramm 1730live von Sat 1 produziert hatte.

Für die Veranstaltung hat Christian Wulffs ehemaliger Sprecher Olaf Glaeseker Spender angeworben.[2]

Aber auch Christian Wulff könnte selbst aktiv an der Suche nach Sponsoren beteiligt gewesen sein. Außerdem unterstützten die Länder Niedersachsen und Baden-Württemberg die private Veranstaltungsreihe mit verschiedenen Sachzuwendungen. Christian Wulff und der damalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Günther Oettinger, übernahmen die Schirmherrschaft für den Nord-Süd-Dialog.

Wie sehr der Nord-Süd-Dialog als Landesveranstaltung wahrgenommen wurde, zeigt auch diese Aussage von "Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust:

"...also, wenn der Landesvater ruft, dann geht man hin, ist doch klar."[3]

"Seit 2010 - unter dem neuen Ministerpräsidenten David McAllister (CDU) - fand der Nord-Süd-Dialog nicht mehr statt. "Diese Vermischung von Politik, Wirtschaft und Sport wollen wir nicht", sagt McAllisters Sprecher Enste heute."[2]

Rolle des Hannover Airport 2009

HAJ Airport.jpg

Der Hannover Airport ließ für den Nord-Süd-Dialog 2009 ein ganzes Terminal sperren - mit großem logistischen Aufwand und sicherlich auch großen Kosten. Hierzu ein Interview mit Airport-Chef Dr. Raoul Hille, hochgeladen vom "Hannover Airport TV"[4]

"hannover airport" Pressemitteilung: "Für die Fluggäste läuft der Betrieb wie gewohnt zuverlässig weiter und wird zum Teil über andere Terminals abgefertigt. Aktuell Informationen zu An- und Abflugzeiten, Details zum Check-In-Bereich und An- bzw. Abflug-Terminal erfahren Sie über den Flugplan auf www.hannover-airport.de oder direkt bei Ihrer Fluggesellschaft."[5]

Die Printausgabe der "HAZ" schreibt dazu: "Es habe im Vorfeld der Feier mehrere Gespräche mit Olaf Glaeseker gegeben", sagt auch Sprecher des Flughafens Langenhagen, Sönke Jacobson. "Dabei ging es um die Vorbereitung und den Ablauf der Veranstaltung." Die Staatskanzlei sei aktiv in die Vorbereitung eingebunden gewesen. Was der Flughafen für die Feier bei Schmidt in Rechnung gestellt habe, bleibt offen. Es habe aber keinen Sonderpreis gegeben. ("HAZ", Karl Doeleke u. a. vom 21.01.2012, S.4.)

"Laut Möllring hat Wulffs damaliger Staatssekretär, der heutige Leiter der Bundespräsidialamtes Lothar Hagebölling, auf Betreiben des damaligen niedersächsischen Regierungssprechers Glaeseker mit dem Flughafenchef verhandelt, um Irritationen im Vorfeld der Veranstaltung auszuräumen. Dabei sei es um Ausfallbürgschaften, Catering und zusätzliches Personal für Sicherheit gegangen. Die Rechnungen des Flughafens in Höhe von insgesamt 88.000 Euro habe Schmidt beglichen."[6]

"Am Mittwoch wurden neue Akten bekannt, die die Beteiligung der Staatskanzlei an der Vorbereitung der Großveranstaltung auf dem Flughafen Langenhagen 2009 nahelegen. So hatte der Flughafen zunächst eine Beteiligung an dem Fest abgelehnt, auf Drängen des damaligen Regierungssprechers Olaf Glaeseker hatte es dann aber ein Gespräch zwischen dem Flughafen-Chef, Glaeseker und dem Staatskanzleichef und heutigem Chef des Bundespräsidialamts, Lothar Hagebölling, gegeben. Nach der Unterredung stand fest, dass der Flughafen doch Räume für den „Nord-Süd-Dialog“ bereitstellt, dafür aber finanziell entschädigt wird. Die Vertreter der Landesregierung sollen den Chef der Airport-Gesellschaft sogar damit gelockt haben, dass man sich für Volkswagen als einen Werbepartner für den Flughafen einsetzen könne. Dies wäre aber nur möglich, hieß es, falls der Flughafen sich nicht länger gegen den „Nord-Süd-Dialog“ sperre. Der Flughafen gehört zu 35 Prozent dem Land, Niedersachsen ist Anteilseigner bei VW."[7]

"Die Flughafengesellschaft hatte Schmidt damals nach dem stern vorliegenden Unterlagen mit angeblich überhöhten Geldforderungen verärgert. In einem Schreiben von Glaeseker an Hagebölling vom 24. November 2009 setzte sich Wulffs Sprecher darauf für Schmidt ein. Die "finanziellen Forderungen" des Airport-Betreibers könne und werde der Eventmanager "so nicht akzeptieren", schrieb Glaeseker. Er und Hagebölling begaben sich daraufhin gemeinsam zu einem "Vor-Ort-Erörterungstermin" bei der Flughafengesellschaft. Das bestätigte die Staatskanzlei in Hannover dem stern. Doch dort, so die Staatskanzlei heute, hätten die Flughafen-Verantwortlichen sowohl Glaeseker und Hagebölling "umfassend überzeugt"."[8]

  • Juni 2012

Möllring: Ärger um Nord-Süd-Dialog
"Hartmut Möllring (CDU) fühlt sich getäuscht: Denn anders, als anfangs behauptet, musste der Finanzminister nun doch einräumen: Es gab eine finanzielle Beteiligung des Airports am Nord-Süd-Dialog." NDR [Seite exisitiert nicht mehr]

"Ähnlich kompliziert liegt der Fall beim Flughafen Hannover, in dem für die Party ein ganzer Terminal hatte gesperrt werden müssen. Ursprünglich hieß es, Schmidt habe dafür 45000 Euro Miete bezahlt. Der Landesrechnungshof habe nun herausgefunden, dass keine Miete gezahlt wurde, dafür aber 45145,98 Euro „als Ersatz für Zusatzkosten“. Tatsächlich hätte der Aufwand aber 60672,46 Euro betragen - demnach habe es keine volle Kostenerstattung durch den Partyveranstalter gegeben. Dafür habe aber der Flughafen errechnet, dass die Party einen „medialen Gegenwert“ von 234087,71 Euro erbracht habe.
Ein solcher medialer Nutzwert wird aus der Reichweite errechnet. Je besser die Berichterstattung und je größer die Reichweite, desto höher der Nutzwert. Das ist aber nur eine Bezugsgröße für unternehmensinterne Berechnungen und kein echtes Geld. Hat der Flughafen also Verlust gemacht? Nein, sagt Airport-Chef Raoul Hille: „Alle Kosten sind vollumfänglich bezahlt worden.“ Dass der Rechnungshof gut 15000 Euro mehr an Kosten kalkuliert, liege einfach daran, dass er Betriebskosten eingerechnet habe, die aber ohnehin angefallen wären - etwa Mitarbeiter-Löhne."[9]

"Der Geschäftsführer des Flughafens, Raoul Hille, erklärte dazu nun laut Möllring: “Wir hätten selbstverständlich deutlich detailliertere Informationen angeliefert, wenn uns bewusst gewesen wäre, dass die Angaben zur Beantwortung von Fragen in Ausschüssen des Niedersächsischen Landtags genutzt werden.”
Möllring kritisierte am Freitag das Verhalten von MHH und Flughafen. Es “wäre schön gewesen”, wenn diese Informationen vorgelegen hätten und nicht erst durch den Landesrechnungshof bekannt geworden wären, sagte er. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Björn Thümler äußerte ebenfalls deutliche Kritik: “Dass zwei hoch bezahlte Führungskräfte derart schlampig mit der Anfrage des Finanzministers umgegangen sind, ist unglaublich.” Er brachte “personelle Konsequenzen” ins Gespräch."[10]

"Der Flughafen wies die Kritik zurück. „Wir waren in unseren Darstellungen immer präzise“, sagte Flughafen-Chef Raoul Hille dieser Zeitung."[11]

Eckdaten des Flughafens Hannover/Langenhagen:
Dr. Raul Hille wird seit 2004 als Geschäftsführer geführt.
Angeflogen wird der Flughafen u. a. von Aeroflot und Air Berlin.
Im Aufsichtsrat sitzt auch das Land Niedersachsen:
Vorsitzender: Ratsherr Werner Bock, Landeshauptstadt Hannover
Stellvertretender Vorsitzender: Dr. Matthias Zieschang, Fraport AG
Weitere Mitglieder: Ministerialrätin Susanne Haack, Niedersächsisches Finanzministerium; Christoph Nanke,
Fraport AG; Staatssekretär Dr. Oliver Liersch, Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr;
Erster Stadtrat Hans Mönninghoff, Landeshauptstadt Hannover; Ministerialdirigent Thomas Schneider, Niedersächsisches Finanzministerium; Ratsherr Dieter Scholz, Landeshauptstadt Hannover

Sponsoring

Im Vorfeld der jeweiligen Veranstaltung kam es beim Abendessen zur Sponsorenwerbung, so am 14. Oktober 2009: "Event-Veranstalter Manfred Schmidt hatte Ministerpräsident Wulff, dessen Frau Bettina und drei Dutzend Unternehmensvertreter zu dem von der Nord/LB bezahlten Treffen eingeladen; es galt, Sponsoren für eine im Dezember geplante Party mit dem Titel "Nord-Süd-Dialog" zu finden."[12] "Wulff hatte stets bestritten, an der Suche nach Sponsoren beteiligt gewesen zu sein. Bereits im Frühjahr 2010 hatte die niedersächsische Landesregierung erklärt, bei dem Nord-Süd-Dialog handele es sich um eine Privatveranstaltung, "es gibt keine Beteiligung oder Finanzierung durch das Land Niedersachsen". Bei dieser Darstellung ist Christian Wulff geblieben: "Die Einwerbung von Sponsoren für den Nord-Süd-Dialog, bei dem es sich um eine privat organisierte und finanzierte Veranstaltung handelte, oblag dem Veranstalter", heißt es in einer Stellungnahme von Wulffs Anwalt."[13]

"Als Sponsoren gewann Schmidt für die Feier 2009 in einem Terminal des Airports Hannover alle, die im System Hannover von Bedeutung sind: Den AWD, einst von Wulff-Freund Carsten Maschmeyer gegründet, die Fluggesellschaft Air Berlin, mit Wulff durch die Upgrade-Affäre verbunden, Volkswagen, wo Wulff im Aufsichtsrat saß oder auch die Nord-LB, die Bank des Landes Niedersachsen."[14]

"Der ehemalige niedersächsische Regierungssprecher und enge Wulff-Vertraute Olaf Glaeseker hat eine sehr viel aktivere Rolle bei der Betreuung und Anwerbung von Sponsoren für die umstrittene Lobby-Veranstaltung "Nord-Süd-Dialog" gespielt als bisher bekannt. Das geht aus internen E-Mails der Staatskanzlei Niedersachsen und der Eventagentur "Manfred Schmidt Media S.L." hervor, die dem ARD-Politikmagazin "Report Mainz" vorliegen."[15]

"658 000 Euro kamen allein für die letzte und größte Party im Dezember 2009 herein. Darunter waren 75 000 Euro von VW, wo Wulff wegen der Landesbeteiligung im Aufsichtsrat saß, 50 000 Euro vom Finanzdienstleister AWD, mit dessen Chef Carsten Maschmeyer der Ministerpräsident ebenso eng verbandelt war wie mit Wolf-Dieter Baumgartl, dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Versicherers Talanx (10 000 Euro). Auch die Salzgitter AG, bei der Niedersachsen Großaktionär ist, war mit 25 000 Euro dabei.
Tatsächlich aber kostete das Fest weniger als 300 000 Euro, wie aus einer internen Aufstellung hervorgeht. Der Rest blieb offenbar bei Schmidt hängen, genauer gesagt auf dem Konto einer Firma namens "Feinschliff" in Köln, hinter der ein Schmidt-Mitarbeiter stehen soll."[16]

„Unbelehrbarkeit wirft die Opposition in Niedersachsen der schwarz-gelben Landesregierung vor. Diese nämlich lehnt – ungeachtet aller Debatten um Polit-Sponsoring und zu viel Wirtschaftsnähe nach der Wulff-Affäre – strengere Regeln strikt ab. Auch führt die CDU ihren umstrittenen „Club 2013“ fort. Nach dessen jüngsten Treffen Anfang der Woche fordern die Landtagsgrünen jetzt Auskunft über die genaue Organisationsstruktur. (...)
Wie sehr Niedersachsens Landesregierung auf Geld-, Sach- und Dienstleistungen setzt, zeigt unterdessen der Sponsoringbericht für 2011, den sie dieser Tage veröffentlicht hat: Leistungen in Höhe von knapp 11 Millionen Euro sind darin aufgeführt, allein 8,8 Millionen für den Bereich des Wissenschaftsministeriums. Größter Geldgeber war hier der umstrittene Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer, der mit rund 200.000 Euro Stipendien und eine Stiftungsprofessur an der Universität Hannover sponserte.
Die Staatskanzlei führt etwa 385.000 Euro Sponsorengelder auf – der Großteil fiel bei Events wie dem Sommerfest der Landesregierung in Berlin an. Regierungschef McAllister fungierte vor allem für den Autobauer VW als Werbeträger: Der stellte ihm auf seinen Auslandreisen Autos zur Verfügung und ließ sich das knapp 60.000 Euro kosten." TAZ

Sponsoring durch die landeseigene Medizinische Hochschule Hannover (MHH)

Im Kern lautet der Verdacht, dass diese Veranstaltung direkt durch die niedersäschsiche Staatskanzlei unterstützt wurde, obwohl laut Aussage des Organisators und auch Glaesekers dies nicht der Fall sei. Die aufgenommenen Ermittlungen gegen Glaeseker (Verdacht auf Bestechlichkeit bzw. Bestechung) und die Aufdeckung der Beteiligung Glaesekers an der Akquise der Sponsoren seitens der "Hannoverschen Neuen Presse" beweisen jedoch das Gegenteil:

"Die Veranstaltung war ein lohnendes Geschäft - auch für Schmidt. Angeblich soll er von den Sponsoren 685.000 Euro eingenommen, die Sause aber nur 300.000 Euro gekostet haben. Billiger wurde es auch deshalb, weil Olaf Glaeseker offenbar für praktische Hilfe sorgte. Er soll sich höchstpersönlich um einen Teil des Servicepersonals zur Bewirtung der knapp 900 Gäste gekümmert haben. Ein paar persönliche Anrufe bei der landeseigenen Medizinischen Hochschule Hannover (MMH) sollen gereicht haben. Die MHH verfügt über ein hauseigenes Veranstaltungsmangement. Im Glauben, es handele sich um eine Veranstaltung des Landes Niedersachen, schickte sie nach eigenen Angaben 44 studentische Hilfskräfte, die dafür sorgten, das Politiker und Unternehmer umsorgt wurden. Ein Sprecher der MHH bestätigte der SZ einen entsprechenden Bericht der Neuen Presse. Zur Begründung hieß es auch, in Glaeseker habe schließlich die rechte Hand des Ministerpräsidenten um Hilfe gebeten. Stutzig sei die Hochschule erst geworden, als die Staatskanzlei sich geweigert habe, die Rechnung über knapp 5000 Euro zu bezahlen und in Medienberichten Manfred Schmidt als allein Verantwortlicher genannt worden sei."[17]

Dies würde bedeuten, das diese Veranstaltung mit Steuergeldern mitsubventioniert wurde, da die MHH dem Land Niedersachsen gehört und indirekt diese Summe durch Mittel der öffentlichen Hand gedeckt hätte, wenn sie die 5.000 Euro selbst gezahlt hätten. Dies bedeute auch, dass Wulff in seiner Erklärung gelogen habe.

"Dann ist da die Sache mit der Rechnung für die Servicekräfte, Studenten der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Die MHH blieb auf 5245 Euro sitzen, weil weder die Staatskanzlei noch der Partyveranstalter Manfred Schmidt sie begleichen wollten. Möllring sorgte dafür, dass die Kosten jetzt Schmidt in Rechnung gestellt wurden, zuzüglich Verwaltungskosten und Bekleidungspauschale, macht 8209,28 Euro. "Wenn Herr Schmidt das nicht zahlt, werden wir die Rechnung Herrn Glaeseker zustellen", sagt Möllring. (...) Die Antwort, die Wulff als Ministerpräsident im April 2011 gegeben hat, war aus heutiger Sicht objektiv nicht richtig."[18] [19]

"Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) wartet indes noch immer auf das Geld für ihre beim umstrittenen Lobby-Treff "Nord-Süd-Dialog" im Jahr 2009 eingesetzten Servicekräfte. Bislang habe Party-Veranstalter Manfred Schmidt nicht auf die Rechnung reagiert und sie nicht beglichen, obwohl die gesetzte Frist von zwei Wochen am vergangenen Freitag abgelaufen sei, sagte MHH-Sprecher Stefan Zorn auf Anfrage der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse"" [20]

  • Juni 2012

"Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) klang fast ein wenig entschuldigend: „Ich hätte Ihnen das gerne auch eher mitgeteilt.“
Überraschend hatte er sich gestern im Landtag zu Wort gemeldet, um mitzuteilen, was der Landesrechnungshof bei der behördeninternen Überprüfung der Promi-Party „Nord-Süd-Dialog“ am Flughafen herausbekommen hatte.
Demnach hatte MHH-Vizepräsident Andreas Tecklenburg in einer Mail vom 8. Oktober 2009 angeboten, bei der Party mit Servicekräften auszuhelfen. Die konkrete Anfrage nach den Servicekräften sei dann außerdem von der Manfred Schmidt Media S.L. und nicht von Glaeseker gekommen. Außerdem sei bereits am 27. November, also zwei Wochen vor der Party, in Mails angesprochen worden, dass Glaeseker sich ein Sponsoring wünscht. Tecklenburg und der Finanzvorstand hätten „daraufhin beschlossen, dass die MHH die Hilfskräfte unentgeltlich zur Verfügung stellt“, sagte Möllring. Der Finanzminister zeigte sich enttäuscht, diese Informationen über den Landesrechnungshof bekommen zu haben: „Wäre schön gewesen, wenn die MHH und der Flughafen Hannover schneller informiert hätten.“
Die Klinikleitung wies die Vorwürfe entschieden zurück: „Die MHH hat zu jedem Zeitpunkt die entsprechenden Einrichtungen wahrheitsgemäß informiert“, heißt es in einer Presseerklärung. Zu keinem Zeitpunkt habe man die Absicht gehabt, die Manfred Schmidt Media S.L. unentgeltlich zu unterstützen. Das Präsidium sei „hochgradig irritiert“ über diese Vorwürfe. Das decke sich nicht mit den Informationen, die man an den Landesrechnungshof weitergegeben habe."[21]

MHH handelte "unwirtschaftlich"
"Zuletzt war bekannt geworden, dass landesnahe Betriebe wie die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und der Flughafen Hannover unvollständige Angaben zu ihrer Unterstützung des Nord-Süd-Dialogs gemacht hatten. Der Landesrechnungshof kritisiert außerdem, dass die MHH mit ihrer früh signalisierten Bereitschaft, Studenten kostenlos als Servicekräfte zur Verfügung zu stellen, "unwirtschaftlich" gehandelt habe." NDR [Seite existiert nicht mehr]

"Aus dem Prüfbericht geht laut Möllring hervor, dass die MHH noch vor der Nord-Süd-Feier am Flughafen beschlossen hat, 44 Hilfskräfte kostenlos zur Verfügung zu stellen. Bisher war davon ausgegangen worden, die MHH habe entgegen den Absprachen mit dem damaligen Regierungssprecher Olaf Glaeseker die Kosten von 5625 Euro nicht von der Staatskanzlei erstattet bekommen. Die Landesregierung hatte bis zum Bekanntwerden des MHH-Engagements eine finanzielle und organisatorische Beteiligung am Nord-Süd-Treff bestritten."[22]

Indirektes Sponsoring: Bücher vom Landwirtschaftsministerium

"Tatsächlich hatte das Landwirtschaftsministerium bereits Monate zuvor 3411 Euro für Bücher bezahlt, die den Besuchern des Festes von dessen privatem Veranstalter Manfred Schmidt später als „Give-away“ geschenkt worden waren."[23]

Weiter schreibt Klaus Wallbaum in der "HAZ", auch wissend, dass er seine eigene Verlagsgruppe damit in die Bredouille bringt:

"Nach HAZ-Informationen hatte Glaeseker 2009 den Anstoß gegeben, 800 Kochbücher („Raspers Rezepte – Niedersachsens Küche neu entdeckt“) für die Gäste zu kaufen. Verkäufer war der Buchverlag der Mediengruppe Madsack, in der auch die Hannoversche Allgemeine Zeitung erscheint. Laut Rechnung hat das Landwirtschaftsministerium 3411 Euro für die Bücher gezahlt. Die Gesamtkosten lagen mit gut 12 000 Euro allerdings höher. Glaeseker und der Sprecher des Agrarressorts hatten dem Verlag nach Beauftragung drei Firmensponsoren aus dem Agrarbereich genannt, die letztlich jeweils knapp ein Viertel der Kosten übernommen hatten. Die Firmen wurden zusammen mit dem Land Niedersachsen auf einer Werbebanderole genannt, die zusätzlich zu den Büchern beim Verlag angekauft wurde."[23]

Das Vorwort für "Raspers Rezepte" wurde von Christian Wulff selbst verfasst, die Frau von Glaeseker hat ebenfalls an diesem Buch mitgearbeitet.[24]

Es deutet sich hier an, dass indirektes Sponsoring vorlag, eine beliebte Methode, um direkte Geldflüsse zu verschleiern.

Der Abgeordnete Christian Meyer (GRÜNE) stellte am 27. Januar 2012 eine Kleine Anfrage an das niedersächsische Landwirtschaftministerium zu dessen Rolle im Nord-Süd-Dialog.[25]

Rechnungshof sichtet Unterlagen zu Sponsoring-Affäre

"Unterdessen hat der Rechnungshof in Niedersachsen mit der Sichtung der von der Landesregierung zusammengetragenen Unterlagen zur Affäre um den früheren Ministerpräsidenten Wulff begonnen. Die Staatskanzlei habe die Untersuchung durch eine unabhängige Stelle angeregt, sagte ein Sprecher.
Unter anderem gehe es um Unterlagen im Zusammenhang mit einer umstrittenen Lobby-Veranstaltung sowie die von deren Organisator Manfred Schmidt ebenfalls ausgerichtete Feier nach Wulffs Wahl zum Bundespräsidenten. Wann der Rechnungshof Ergebnisse vorlegen wird, ist unklar."[26]

Der Rechnungshof kritisiert seit Jahren die Sponsoring-Praxis der Regierung. Er sieht darin das potenzielle "Einfallstor in die Korruption".[27]

Bisher bekannte Sponsoren

BW Bank

Axel Döhner, Leiters des Privatkundengeschäfts der BW-Bank war "am 14. Oktober 2009 bei einem luxuriösen Abendessen in der Norddeutschen Landesbank in Hannover. Event-Veranstalter Manfred Schmidt hatte Ministerpräsident Wulff, dessen Frau Bettina und drei Dutzend Unternehmensvertreter zu dem von der Nord/LB bezahlten Treffen eingeladen; es galt, Sponsoren für eine im Dezember geplante Party mit dem Titel "Nord-Süd-Dialog" zu finden. Ein finanzielles Engagement der BW-Bank war damals allerdings von vornherein ausgeschlossen, weil das Geldinstitut zuvor seine Sponsoringausgaben drastisch zurückgefahren hatte. Die BW-Bank will sich zu der Reise ihres Mitarbeiters nicht äußern."[28]

"Die BW-Bank korrigierte unterdessen Medienberichte, sie selbst habe sich als Sponsor an den Länderdialogen beteiligt. Tatsächlich habe das Mutterinstitut, die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die Veranstaltung 2008 in Stuttgart gefördert. (...) Nach StZ-Informationen belief sich der finanzielle Umfang auf einen mittleren fünfstelligen Betrag."[29]

Porsche

Porsche 911 Turbo.jpg

"„Wir haben die drei Ausgaben des Nord-Süd-Dialogs jeweils mit einem niedrigen fünfstelligen Betrag unterstützt“, bestätigte am Freitag ein Sprecher des Porsche-Konzerns auf Anfrage unserer Zeitung. (...) „Wir waren mit der Zusammenarbeit mit Herrn Schmidt sehr zufrieden“, bilanziert der Porsche-Sprecher rückblickend."[30]

"Mit einer E-Mail vom 27. November 2008 bat eine Mitarbeiterin der Öffentlichkeitsarbeit der Porsche AG den niedersächsischen Regierungssprecher sicherzustellen, dass in der "Cigar Lounge" bestimmte Zigarrenmarken vorrätig seien: "Lieber Herr Glaeseker, wir haben noch eine kleine Info zur Cigar-Lounge, die wir mitunter 'sponsorn': Könnte man die dann u. a. mit den Marken Monte Christo, Edmundo/Davidoff, Perfecto mit dabei haben." Weiter heißt es in der E-Mail zur Begründung: "Denn diese Zigarrensorten sind die Empfehlung von Herrn Dr. Wiedeking, der die selbst auch sehr gerne raucht." Glaeseker verspricht in seiner Antwort vom gleichen Tag, der Veranstalter - die Eventagentur "Manfred Schmidt S.L." - werde "die Details gerne abklaeren"."[15]

VW

"„Volkswagen hat den Nord-Süd-Dialog in den Jahren 2007 und 2009 unterstützt, mit einer Summe zwischen 60.000 bis 80.000 Euro je Veranstaltung“, sagte ein Sprecher. Dafür bekam VW eine Lounge, eine Fahrzeugausstellung und durfte einen Shuttle-Service stellen. Eine Vermittlung durch Glaeseker gab es laut VW aber nicht. „Herr Schmidt ist direkt auf uns zugekommen“, so der Sprecher."[31]

Niedersachsen Metall

"Entgegen der bisherigen Darstellung der Staatskanzlei hat sich Olaf Glaeseker auch persönlich um einen Sponsor für die Wirtschafts-Veranstaltung im Jahre 2009 gekümmert. Nach FOCUS-Informationen nahm Wulffs Sprecher 2009 mit der Geschäftsleitung des Verbandes Niedersachsen Metall Kontakt auf, um für den Nord-Süd-Dialog zu werben. Mit Erfolg: Die Metallarbeitgeber spendeten 25 000 Euro. Die Staatskanzlei in Hannover hat bislang dementiert, dass sie für die Sponsorensuche aktiv gewesen sei."[32]

Maschmeyer / AWD

Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe kam es zu diversen Zusammentreffen zwischen Wulff und Maschmeyer. Wulff fungierte, neben Günther Oettinger, dem damaligen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, von 2007 bis 2009 als Schirmherr des "Dialogs". Maschmeyer, bzw. damals noch AWD, hat, neben vielen anderen Unternehmen, diese Veranstaltungen maßgeblich gesponsort. Es entstanden die bekannten Photos von Wulff und Maschmeyer/Ferres beim "Krökeln".[33][34]

"Glaeseker sollte auf Wunsch der Eventagentur im Dezember 2008 beim Finanzdienstleister AWD persönlich intervenieren, um eine Erhöhung des AWD-Sponsorenbeitrags auf 50.000 Euro für den "Nord-Süd-Dialog" zu erreichen. (...) AWD-Sprecher Bela Anda bestätigte auf Anfrage, dass AWD den "Nord-Süd-Dialog" 2008 in Stuttgart nur mit 35.000 Euro, die Veranstaltung 2009 in Hannover jedoch wieder mit 50.000 Euro als Sponsor unterstützte. Auch beim ersten "Nord-Süd-Dialog" in Hannover 2007 hatte der AWD nach eigenen Angaben 50.000 Euro bezahlt."[15]

TALANX

"Glaeseker, so viel steht fest, hat aus der Staatskanzlei heraus eine E-Mail an den Talanx-Konzern geschrieben. Im Anhang eine neuenseitige Werbebroschüre für die Feier am Flughafen. Christian Wulff hat den Konzern laut einer Sprecherin zuvor auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht. Talanx gab 10.000 Euro und bekam wichtige Kontakte zu Kunden in Baden-Württemberg."[35]

"Die Landesregierung Niedersachsen hat sich entgegen der Beteuerungen des damaligen Ministerpräsidenten und heutigen Bundespräsidenten Christian Wulff doch an der Sponsorensuche für die Veranstaltungsreihe Nord-Süd-Dialog beteiligt. Eine Sprecherin des Versicherungskonzerns Talanx, der den Nord-Süd-Dialog 2009 finanziell unterstützte, bestätigte auf Anfrage der ZEIT, von Wulff auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht worden zu sein und daraufhin aus der Staatskanzlei Hannover eine E-Mail mit weiteren Informationen zum Nord-Süd-Dialog erhalten zu haben. Der E-Mail angehängt war ein neunseitiges Werbepapier des Nord-Süd-Dialogs, dessen Organisator der Eventmanager und Wulff-Freund Manfred Schmidt war.

In dieser Präsentation werden "700 besondere Persönlichkeiten" angekündigt. Weiter heißt es: "Die Qualität der Partner aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien erlaubt, dass aus dem kreativen Austausch verbindliche Unternehmungen werden." Der Vorgang steht im Gegensatz zu den Darstellungen der niedersächsischen Landesregierung und den Ausführungen von Wulffs Anwalt.

Christian Wulff, damals niedersächsischer Ministerpräsident und Schirmherr des Nord-Süd-Dialogs, habe Talanx-Vorstand Herbert Haas auf die Veranstaltung hingewiesen, sagte die Sprecherin. Haas habe um weitere Informationen gebeten, die die Staatskanzlei dann dem Konzern per E-Mail zukommen ließ. Talanx unterstützte die Veranstaltung mit 10.000 Euro."[36]

Innovatives Niedersachsen GmbH

Die „Innovatives Niedersachsen GmbH“ wurde 2007 als 100%ige Gesellschaft des Landes Niedersachsen gegründet. Die GmbH hat die Aufgabe, die Innovationspolitik Niedersachsens durch eine medienwirksame Standortkampagne zu begleiten.
"Speed-Dating auf Niedersächsisch heißt der neue TV-Spot, mit dem die Innovationskampagne des Landes Niedersachsen bei NTV und N24 zielgruppengerecht auf Sendung geht. Er läuft ab 12. Oktober drei Wochen lang gut 30 Mal am Tag."[37]

Wie das Wirtschaftsministerium am Montag bestätigte, beteiligte sich auch die landeseigene Initiative „Innovatives Niedersachsen“ finanziell am Nord-Süd-Dialog. 2008 in Stuttgart und 2009 in Hannover wurden Werbemittel im Wert von rund 15.300 Euro zur Imageförderung des Landes unter den Gästen verteilt.[38]

"Nach Angaben Möllrings hat die dem Wirtschaftsministerium unterstellte Initiative "Innovatives Niedersachsen" Werbemittel wie Teebeutel, Baumwolltüten und Servietten im Wert von 2400 Euro bereitgestellt. (...) "Wegen der paar Teebeutel kann man nicht von einer finanziellen Beteiligung sprechen", sagte Möllring. Die Auslagen der MHH stelle man Schmidt in Rechnung. Die Kochbücher seien Werbung für das Land, aber keine Zuwendung an den Veranstalter gewesen."[39]

Möllring spielt die Beteiligung von "Innovatives Niedersachsen" herunter, obwohl die "Hannoversche Allgemeine" zwei Tage zuvor bereits die Summe von 15.300 Euro nannte. Die "Bild" konkretisiert diese Angaben:

"Der CDU-Politiker ließ alle Landesministerien durchforsten, präsentierte weitere, neue Fakten, wie stark die Staatskanzlei wirklich in das Event eingebunden war:

Die Initiative Innovatives Niedersachsen stiftete 800 Frontscheibenfolien mit lustigem Aufdruck, schaltete Werbung, verschenkte 1000 Kalender. Kosten: 13 000 Euro.

900 Teetütchen (Sprüche: „Nichts für trübe Tassen“ und „Gutes zieht immer“), dazu über 1000 Servietten - ebenfalls vom „Innovativen Niedersachsen“. Kosten: 2400 Euro.

Die MHH stellte Servicepersonal für 5245 Euro.

Das Landwirtschaftsministerium kaufte Kochbücher, die an Gäste verschenkt wurden. Kosten: 3411 Euro."[40]

Wiesenhof

Auf den Etiketten des Kochbuchs "Raspers Rezepte", welches als "Give-away" zum 2. Nord-Süd-Dialog in Hannover gedacht war, lassen sich weitere Sponsoren-Logos erkennen, u. a. das des umstrittenen Wiesenhof-Konzern mit Sitz in Visbek, Niedersachsen.

Hintergrund: Glaeseker war maßgeblich in die Kreuzfinanzierung durch Sponsoren eingebunden (siehe Glaeseker) und koordinierte auch diese Akquise. Das Kochbuch wurde nur teilweise vom Landwirtschaftsministerium gezahlt (3.411 Euro), den Rest, rund 8.600 Euro, sollte der Verkäufer, die Mediengruppe Madsack (Besitzer von "HAZ" und anderen Zeitungen im Land Niedersachsen) selbst einwerben. Somit hat Glaeseker geschickt die Arbeit verteilt, Kosten ausgelagert und Wege verschleiert.

Dazu gab es, laut "HAZ", von Glaeseker Schützenhilfe: "Glaeseker und der Sprecher des Agrarressort hatten dem Verlag nach Beauftragung drei Firmensponsoren aus dem Agrarbereich genannt, die letztlich jeweils knapp ein Viertel der Kosten übernommen hatten. Die Firmen wurden, zusammen mit dem Land Niedersachsen, auf einer Werebebanderole genannt, die zusätzlich zu den Büchern beim Verlag angekauft wurde." Printausgabe "HAZ" "Wulffs Regierung belog das Parlament", von Klaus Wallbaum u. a., 21. Januar 2012, S.1.

Am 09. Februar 2004 wird dem Wiesenhof-Chef Paul-Heinz Wesjohann das Bundesverdienstkreuz verliehen.
"Auf Vorschlag des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff hat der Bundespräsident Herrn Paul-Heinz Wesjohann das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen."[41]

Emsland Frischgeflügel (Rothkötter)

Unter dem 27. Januar 2012 führt der Grüne Abgeordnete Meyer aus: Auf dieser [..] abgebildeten Banderole zum
„Nord-Süd-Dialog 2009“ wurde auf die gemeinsame Finanzierung der kostenlosen Buchgeschenke
durch das Agrarministerium sowie die Fleischkonzerne Abraham – Der Schinkenspezialist, Emsland Frischgeflügel (Rothkötter) und Wiesenhof hingewiesen.[25]

Die Landesregierung hat den Geflügelhof mit 5 Millionen gefördert.[42][43] Die Grünen hatten zuvor der Regierung im Juni 2010 eine einseitigen Förderung der Massentierhaltung vorgeworfen.[44]

Um den Großschlachthof anzusiedeln, sollten in Niedersachsen Bestimmungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImschG), der Mindestabstand zu Waldflächen, umgangen werden. "Um die Ansiedlung einer Geflügelschlachterei zu ermöglich, wurden Zigtausende Bäume einfach "wegdefiniert": Aus Wald wurde fiktiver Wald."[45]

Abraham Schinken GmbH

Das zweite, erkennbare Logo auf der Buchbanderole, wie sie in der "HAZ" vom 21. Januar 2012 in der Printausgabe abgedruckt ist, ist das der Firma Abraham, einem Schinkenhersteller aus Niedersachsen. Die genaue Höhe der Förderung ist (noch) nicht bekannt.

"Um zu verstehen, wie die Dinge zusammenkommen in Niedersachsen, empfiehlt sich ein Blick auf die Banderole, die die Gastgeber noch um ihr Gastgeschenk binden ließen: „Mit freundlicher Empfehlung überreicht durch: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, Abraham – der Schinkenspezialist, Emsland Frischgeflügel, Wiesenhof“."[46]

Jürgen Abraham sprach sich mehrfach für einen Rücktritt des Bundespräsidenten aus: "Der Bundespräsident habe seine Glaubwürdigkeit eingebüßt, sagte der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Jürgen Abraham, am Freitag dem NDR. "Ihm fehlt die Autorität, ihm fehlt jetzt das, was moralische Instanz darstellt, das ist seine Kraft, eine moralische Instanz zu sein, ein Notar des deutschen Volkes zu sein und das kann er nicht mehr sein", fügte der Unternehmer aus Seevetal (Kreis Harburg) hinzu."[47]

"Eine Rücktrittsforderung wurde von Jürgen Abraham, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), erhoben. Abraham sagte "Bild": "Herr Wulff ist kein Vorbild mehr, hat die Bodenhaftung offenbar völlig verloren. Er muss aufgrund der Gesamtheit seines fehlerhaften Verhaltens zurück treten.""[48]

Air Berlin

Air-Berlin-Chef "Joachim Hunold (60) ließ die Prominenz mit Shuttle-Jets einfliegen und brachte sie zum Teil auch wieder zurück. Die Herrschaften mussten nur aus dem Gute-Laune-Flieger aussteigen – und waren schon auf der Party, auf der die „Gäste das Programm“ waren."[49]

"Air Berlin sponsert unter anderem das Sommerfest der Landesvertretung in Berlin. Auch beim Nord-Süd-Dialog, einer jährlichen Party mit Promis aus Niedersachsen und Baden-Württemberg, lässt sich Hunold nicht lumpen. Im Dezember 2009 flog Air Berlin Gäste aus Stuttgart und Berlin in Hannover ein."[50]

Zusammenhang Air Berlin - Schmidt - Wulff - Glaeseker: Premium Card Plus

Air Berlin fliegt auch Hannover an, Wulffs erste Upgrade-Flugaffäre von 2009 erfolgte bei der Air-Berlin (siehe dazu Ticket- und Hotel-Upgrades).

Folgenden Zusammenhang deckt nun die "Bild am Sonntag" auf: "Wie BILD am SONNTAG weiter berichtet, war Eventmanager Schmidt einer von rund 100 Prominenten, die von Air Berlin eine goldfarbene „Counter Card Premium Plus“ erhielten. Die Inhaber dieser VIP-Karte konnten die Flugverbindungen von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft weltweit jederzeit kostenlos nutzen, und zwar auch für Familienmitglieder und Freunde. Die Airline übernahm für die VIPs auch die Versteuerung des geldwerten Vorteils bei Inanspruchnahme der Freiflug-Karte. Der neue Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn stoppte im September das Gratis-Flug-Programm."[51]

Zum Thema “Ticket Upgrade für Wulff”, “Glaesekers Nutzung von Manfred Schmidts Counter Card Premium Plus“ und “Sponsoring des Nord-Süd-Dialogs” durch Air Berlin fragen die Abgeordneten Ursula Helmhold und Stefan Wenzel (Grüne) in einer Kleinen Anfage am 15. Februar 2012:

  1. "Waren weitere Mitglieder oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Niedersächsischen Landesregierung im Besitz einer “Counter Card Premium Plus” von Air Berlin, einer ähnlichen Karte für verbilligte Dienstleistungen, hatten sie Zugang zu einer solchen Karte, oder haben sie seit dem Jahr 2006 die Mitnutzung einer solchen Karte vorgenommen?
  2. Kann die Landesregierung bestätigen, dass es bei Air Berlin kürzlich zu einer Sonderlöschung der Flugdaten bzw. Passagierlisten gekommen ist?
  3. Wie hoch waren die baren und unbaren Sponsoringleistungen der Firma Air Berlin für die drei Veranstaltungen des Nord-Süd-Dialoges?"[52]

Exxon

"Es gehe um die Erforschung von schwierig zu fördernder Gasvorkommen im Niedersächsischen Becken, gab der Politiker bekannt. Die genaue Höhe der Investitionen könne er zwar nicht nennen. Es handele sich aber mit Sicherheit um eine Summe „in hoher dreistelliger Millionenhöhe“.Bei diesen sogenanten „unkonventionellen Vorkommen“ handelt es sich unter anderem um Erdgas in kleinporigem Gestein, das nur mit komplizierter Technologie zu erschließen ist."[53]

Bei dieser komplizierten Technologie handelt es sich um das sog. Frackingverfahren.[54] (Referenz[49] depubliziert --> Ersatzlink) Dieses Verfahren ist nicht unumstritten.[55] "Riskante Gassuche in Niedersachsen: Der US-Konzern Exxon hat bei einer Testbohrung Zehntausende Liter Chemikalien in den Boden gepresst. Einige der Stoffe sind nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen hochgiftig."[56]

"Nach Informationen des SPIEGEL meldete Glaeseker Mitte November 2009 per E-Mail gegenüber einer Schmidt-Mitarbeiterin Vollzug: Der Ölkonzern Exxon werde sich mit 15.000 Euro beteiligen."[57]

RWE

"Anfang Dezember 2009 notierte dann ein Schmidt-Mann, Glaeseker habe mit dem Energiekonzern RWE eine Zahlung von 25.000 Euro vereinbart. Dafür dürfe der Konzern ein Elektroauto und eine Stromzapfsäule in den Eingangsbereich stellen, und zwar so, dass RWE eine ausreichende mediale Aufmerksamkeit sicher sei. Glaeseker solle auch eventuell bei RWE nochmal nachhaken, damit sich ein RWE-Vorstand bei der Party blicken lasse."[58]

EnBW / EWE

"Eine fünfstellige Summe bezahlte auch die EnBW, die sich ­dafür beim Nord-Süd-Dialog 2008 und 2009 zusammen mit dem norddeutschen Energieversorger EWE an einem Stand darstellen durfte".[59]

"Die Grünen fordern schnelle Aufklärung über die Beziehungen zwischen der schwarz-gelben Landesregierung und dem Oldenburger Energiekonzern EWE. Die Grünen-Landtagsabgeordnete Ina Korter (Nordenham) zeigte sich verärgert darüber, dass die Regierung zwei von ihr gestellte Anfragen im Landtag erst im März beantworten will. (...) „Es ist merkwürdig, was EWE alles sponsert“, sagte Korter mit Blick auf die finanzielle Unterstützung des Unternehmens für den umstrittenen Nord-Süd-Dialog. Möglicherweise fehle einigen Regierungsmitgliedern die kritische Distanz zur Wirtschaft. Bei Korters Anfragen geht es unter anderem um das Schulprojekt „Sign“, das von der EWE finanziell und vom Kultusministerium mit Lehrerstunden unterstützt wurde. Die Mittel sollen zum Großteil nicht für die Präventionsarbeit ausgegeben worden sein, sondern auf Privatkonten der Geschäftsführerin der Präventionsagentur geflossen sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt."[60]

Näheres zum Schulprojekt "Sign" finden Sie hier[61].

Messe Stuttgart

"Die Messe Stuttgart engagierte sich nach eigenen Angaben zweimal mit 25.000 und einmal mit 20.000 Euro an den Nord-Süd-Dialogen. Im Gegenzug habe man die Veranstaltung zur Kontakt- und Kundenpflege sowie für Akquisitionsgespräche genutzt, sagte ein Messesprecher."[62]

Deutsche Messe AG Hannover

"Auch bei der Messe AG, die von 2007 bis 2009 an den "Dialogen" mit insgesamt 70 000 Euro beteiligt war, hat Glaeseker selbst vorgesprochen: 2006 und 2009 habe die Staatskanzlei mit je einer Mail für eine Beteiligung geworben, sagt Sprecher Hartwig von Saß." Printausgabe der "HAZ", "Der Preis des Glamours", Karl Doeleke u. a. vom 21. Januar 2012, S.4.

"Der Redaktion liegt eine E-Mail von Wulffs damaligem Regierungssprecher Olaf Glaeseker an die Deutsche Messe AG Hannover vor, in der sich Glaeseker ausdrücklich auf den damaligen Ministerpräsidenten bezieht. (...) In dem Schreiben vom 17. September 2009 heißt es: "Wir würden uns auch im Namen von Ministerpräsident Christian Wulff freuen, wenn wir auch in diesem Jahr die Deutsche Messe wieder als Sponsor für die Veranstaltung gewinnen könnten. Dabei gibt es die Möglichkeit einer Premiumpartnerschaft (50.000 Euro) und eines Co-Sponsorings (25.000 Euro)." Die Deutsche Messe AG Hannover bestätigte gegenüber dem NDR die Existenz des Schreibens. Sie hatte sich an der Lobbyveranstaltung als Co- Sponsor mit 25.000 Euro beteiligt. Die Deutsche Messe AG erklärte gegenüber dem NDR, dass sich Glaeseker auch 2008 an das Unternehmen gewandt habe."[63]

Deutsche Bahn AG

"Nach dem stern vorliegenden Unterlagen war Christian Wulff überdies als Ministerpräsident ab 2007 deutlich enger in die Suche nach Sponsoren für die von Manfred Schmidt veranstalteten "Nord-Süd-Dialoge" eingebunden als bisher bekannt. So bat er offensichtlich persönlich im Jahr 2007 den damaligen Bahn-Chef Hartmut Mehdorn um Unterstützung für die Promiparty, die damals in Hannover stattfand. Das geht aus einer Mail des damaligen Mehdorn-Beraters Dieter Hünerkoch hervor, die dem stern vorliegt. Die Deutsche Bahn zahlte, wie sie dem stern bestätigte, 2007 und 2008 je 50.000 Euro für den Nord-Süd-Dialog."[64]

Die Deutsche Bahn AG steigt wegen Wulff aus dem Polit-Sponsoring aus.[65]

Evonik

"Besonders intensiv warb der frühere Wulff-Sprecher Olaf Glaeseker in seiner Funktion als Staatssekretär um Sponsoren für Schmidt. Das belegen interne Mails, die dem stern vorliegen und deren Authentizität von den beteiligten Firmen bestätigt wurde. So ging er mit Erfolg die Firmen Deutsche Messe sowie Evonik um finanzielle Unterstützung für den Nord-Süd-Dialog an."[66]

"Und Wulff als Werbemittel funktionierte, wie eine andere Email des Kommunikationschefs der Firma Evonik belegt: “Bei Wulli Wulli bin ich dabei; schließlich ist er nicht nur gut und Niedersachsen schön – er könnte auch mal Kanzler werden. Darf Evonik da fehlen? Siehste“."[67]

TUI

"Nach Ansicht des niedersächsischen SPD-Fraktionschefs Stefan Schostock ist es erwiesen, dass Christian Wulff in seiner Zeit als Ministerpräsident persönlich um Sponsoren für den sogenannten Nord-Süd-Dialog geworben hat. Dies hätten niedersächsische Unternehmen wie Talanx oder Tui bestätigt, sagte Schostock im Deutschlandfunk. Der Landtag sei "nicht wahrheitsgemäß unterrichtet" worden."[68]

Tiroler Nussöl

"Tiroler Nussöl, bereits zum zweiten mal dabei, schien das abendliche Flughafen Ambiente mehr als alle anderen umzuwandeln: ?Für alle die hoch hinaus möchten, nehmen sie ihre Sitzposition ein, genießen sie den Augenblick und wir treffen uns am Ende des Gipfels.?, so könnte man den Abend in der Tiroler Nussöl Lounge zusammenfassen."[69]

Nord-LB

"Die Nord/LB gehört zu über 50 Prozent dem Land Niedersachen, unterliegt also der Kontrolle der Landesregierung. Sie beteiligt sich, wie sie ZEIT ONLINE bestätigte, ebenfalls finanziell und direkt an der Dialogreihe."[70]

"Die NordLB habe das Treffen 2007 und 2009 als Sponsor unterstützt, sagte ein Sprecher der Bank. Zur Höhe der Zuwendung und zur Frage, wer diese veranlasst hatte, machte die Bank keine Angaben. Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) erklärte am Abend: „Das ist doch nichts Neues. Die NordLB hat eigenständig für sich auf der Veranstaltung gegenüber Kunden geworben. Marketing ist ein völlig normaler Vorgang.“ Bislang war bekannt gewesen, dass der heutige Bundespräsident Wulff 2009 im Vorfeld des Nord-Süd-Dialogs mit seiner Ehefrau an einem Essen teilgenommen hatte, das die NordLB veranstaltete."[71]

Lavera Naturkosmetik

"Beim niedersächsischen Naturkosmetik-Konzern Lavera fragte Glaeseker mehrmals persönlich per E-Mail nach, ob das Unternehmen Produkte für Give-away-Tüten für den "Nord-Süd-Dialog" am 17. Dezember 2008 in Stuttgart bereit stellen könne. Wörtlich schrieb Glaeseker in einer Mail am 21. November 2008: "Wichtig wäre noch zu wissen, ob Lavera die give-away-Tüte wieder mit einem Produkt bestücken würde. Hauschka ist nämlich wieder dabei ... - und da sollten wir Niedersachsen doch nicht fehlen. Ihr Olaf Glaeseker (...) Regierungssprecher". Nachdem das Unternehmen die gewünschte Sponsoringleistung am 27. November 2008 zugesagt hatte ("Sehr geehrter Herr Glaeseker, in Vertretung für Niedersachsen sind wir natürlich gern dabei."), meldete der damalige Regierungssprecher gegenüber der Eventagentur "Manfred Schmidt S.L." per E-Mail stolz Vollzug: "Lavera ist dabei bei der give-away-tüte. Bestellt mal lieber ein paar mehr über den durst. verwendung haben w i r dafür immer :-))""[72]

Weitere mögliche (naheliegende) Sponsoren

2007 in Hannover
Fotos auf der Sponsorentafel zeigen mindestens 16 Firmenlogos:
Porsche, Mercedes, VW, AWD, EnBW, Nord LB, Air Berlin, Vodafone, EUT, Evonik, DB, Roland Berger, Arcandor, Jägermeister, Deutsche Messe AG, Messe Stuttgart.

2008 in Stuttgart
Fotos auf der Sponsorentafel[73] zeigen mindestens 22 Firmenlogos:
DB, VW, Audi, Porsche, Mercedes, Tui, airberlin, AWD, vodafone, eprimo, Deutsche Messe, Nord LB, LB-BW, Scholpp, AEDT, Arcandor, DTM, Messe Stuttgart, Ernst & Young, EnBW, EWF, Tiroler Nussöl.

2009 in Hannover
Fotos auf der Sponsorentafel[74] zeigen mindestens 21 Firmenlogos:
Porsche, VW, Audi, Salzgitter AG, Airberlin, EWE, AWD, Vodafone, Tui, Siemens, Metro Group, RWE,
Tiroler Nussöl, Talanx, ICW, EnBW, Nord LB, Evonik, Ernst & Young, KW, Messe Stuttgart.

Salzgitter AG und VW

"Zu den weiteren Sponsoren aus Niedersachsen zählen unter anderem die Salzgitter AG (35 000 Euro) und der VW Konzern. Nach Angaben seines Sprechers war VW an den beiden Festen in Niedersachsen in den Jahren 2007 und 2009 jeweils mit 60 000 bis 80 000 Euro beteiligt." HAZ (Printausgabe): "Der Preis des Glamours", Karl Doeleke u. a., v. 21. Januar 2012, S.4.

Beim Nord-Süd-Dialog waren zugegen:

  • Continental
  • Bahlsen
  • Jette Joop
  • Audi (Logo auf Sponsorentafel 2008 und 2009 zu sehen)
  • Mercedes
  • Daimler

Logos auf Sponsorentafel in Stuttgart 2008:

  • vodafone
  • eprimo GmbH
  • SCHOLPP-Gruppe
  • AEDT (Eventberichterstatter)
  • Arcandor
  • DTM (Deutsche Tourenmeisterschaft)
  • Ernst & Young
  • EWF Energiekonzern
  • Metro Group
  • InterComponentWare AG (ICW)
  • KW automotive GmbH
  • Jägermeister
  • Roland Berger

Außerdem:

  • Dr. Hauschka Kosmetik
In einer Mail vom 21. November 2008 schrieb Glaeseker : "Hauschka ist nämlich wieder dabei ..."

Gäste

Vertreter der BW-Bank

Bei der Veranstaltung am 10. Dezember 2009 waren auch Vertreter der BW-Bank anwesend, jener Bank, mit der Christian Wulff im Dezember 2009 nach eigener Auskunft auf Vermittlung von Egon Geerkens in Kontakt getreten war.

Vertreter von VW und Porsche

Christian Wulff gab für den Wohlfühlabend ein so konkretes wie paritätisches Ziel aus: "Wenn ich den niedersächsischen DGB-Vorsitzenden Hartmut Tölle, Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und den VW-Betriebsratsvorsitzenden Bernd Osterloh zusammen beim Glas Wein erwische und es mir gelänge, mit VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch dazuzustoßen, wäre es ein gelungener Abend."

Anmerkung WulffPlag: Der Nord-Süd-Dialog hatte für Insider eine interessante Bedeutung hinsichtlich der Übernahmeschlacht zwischen Porsche und VW. Die Protagonisten dieses "Kriegs" trafen sich regelmäßig auf dieser Veranstaltung. Wulffs Zitat auf dem ersten Nord-Süd-Dialog hatte in diesem Zusammenhang eine tiefere Bedeutung!

"Noch deutlicher wurde Wulff in seiner Ansprache beim 2. Nord-Süd-Dialog in Stuttgart 2008: Es bleibt bei kurzen Ansprachen der beiden Ministerpräsidenten und des Stuttgarter OB Wolfgang Schuster. Dabei fällt die Rede von Christian Wulff besonders knackig aus. Der Süden mache mehr Wind. Der Norden dagegen habe mehr Wind, sagt Wulff. Es komme darauf an, gemeinsam die Segel richtig zu setzen. (...) "Wenn Wiedeking und Winterkorn, wenn Uwe Wück und Bernd Osterloh über die Zukunft reden, werden sich einige warm anziehen müssen.""[75]

Wulff nimmt Einfluss auf die Gästeliste

"Wulff selbst habe eine Einladung für den Filmregisseur Dieter Wedel handschriftlich mit "okay" bewilligt und eine weitere Einladung für einen Kabarettisten angeregt."[76]

"Ferres war mit ihrem Partner Carsten Maschmeyer, dem Gründer des Hannoverschen Finanzdienstleisters AWD, am Freitagabend zur Party „Nord-Süd-Dialog“ gekommen – auf Einladung von Niedersachsens Ministerpräsident Christin Wulff (CDU). Wulff und dessen Frau Bettina seien inzwischen „Freunde“ von ihr geworden, sagte Ferres."[77]

"Spezialisten entschlüsselten Ende Januar den Zugang zu einem gesicherten Ordner. Zu den Dokumenten zählen unter anderem E-Mails von Bettina Wulff. Unter der Betreffzeile "Nord trifft Süd" nennt sie dem Büro ihres Mannes Personen ("Noch ein paar Nachzügler…"), die noch eingeladen werden sollen. Darunter ihre beste Freundin und deren Ehemann. Zudem bat Bettina Wulff, die 2009 in der Presseabteilung bei der Drogeriekette Rossmann tätig war, für die Veranstaltung am 11. Dezember 2009 um eine Einladungskarte für einen Arbeitskollegen. Auch einen früheren Mitstreiter bei der Continental AG ließ die First Lady aus Hannover einladen. Am 20. November 2009 notierte die Büroleiterin des Ministerpräsidenten: "Frau Wulff möchte wissen, ob Familie Brune aus Bremen auch zum Nord-Süd-Dialog eingeladen ist." Die Bremer Marc und Jens Brune sind Eigentümer des Hotels Seesteg auf der Nordseeinsel Norderney. Die Wulffs haben dort wiederholt Urlaube verbracht."[78] Wulff kennt Brunes auch aus einem anderen Grund. Er hatte am 02.08.2008 auf Norderney anläßlich der Neueröffnung des renovierten Conversationshauses eine Rede gehalten.[79] Das Land Niedersachsen hatte sich an der Sanierung des Gebäude beteiligt. Die Sanierung des Conversationshauses übernahmen übrigens Brune und Company. [80]

Auch zugegen im Jahr 2008 war übrigens David Groenwold.[81]

McAllister nimmt Einfluss auf die Gästeliste

Im Zusammenhang mit der von der Niedersachsen SPD primär gegen die derzeit amtierende Landesregierung eingereichten Klage vor dem Staatsgerichtshof wird bekannt, dass selbst David McAllister in die Veranstaltung tiefer involviert war, als bislang bekannt.

"Das NDR Fernsehen verfügt über Informationen, wonach der damalige CDU-Fraktionsvorsitzende McAllister am 25. November 2009 auf Papier der Landtagsfraktion einen Brief an Glaeseker schrieb:
"Lieber Olaf Glaeseker, nachstehend übermittle ich Dir die Namen und Adressen von 3 Personen, die ich bitte zu der Veranstaltung `Nord-Süd-Dialog 2009 – Nord trifft Süd, zwei Länder – ein Abend´ in Langenhagen einzuladen. (…) Bitte sorge dafür, dass die drei Herren in den nächsten Tagen eine Einladung erhalten. Mit freundlichen Grüßen, David McAllister.""[82]

"In der Vergangenheit hatte die Landesregierung erklärt, die Entscheidung über die Auswahl der Gäste habe allein beim Veranstalter Manfred Schmidt gelegen."[83]

"McAllister sagte dazu: „Richtig ist, dass Herr Glaeseker nach meiner Erinnerung mich angesprochen hat, ob ich noch kurzfristig weitere Personen zum Nord-Süd-Dialog einladen könnte.“ Regierungssprecher Franz-Rainer Enste ergänzte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass dies kein besonderer Vorgang gewesen sei: „Dutzende andere haben sich damals bei Glaeseker gemeldet, um auf die Einladungslisten zu kommen.“"[84]

Veranstaltung 2007

"Netzwerke solle man bilden, hatte der Kölner Partyorganisator Manfred Schmidt (59) im Vorfeld seiner feudalen Feier gesagt, entscheidend sei der "Gästemix". Als Mottoträger hatte Schmidt hochkarätige Gäste aus Baden-Württemberg und Niedersachsen eingeladen, als Schirmherren die Ministerpräsidenten Christian Wulff (48, CDU) und Günther Oettinger (54, CDU) eingespannt. (...) Christian Wulff gab für den Wohlfühlabend ein so konkretes wie paritätisches Ziel aus: "Wenn ich den niedersächsischen DGB-Vorsitzenden Hartmut Tölle, Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und den VW-Betriebsratsvorsitzenden Bernd Osterloh zusammen beim Glas Wein erwische und es mir gelänge, mit VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch dazuzustoßen, wäre es ein gelungener Abend.""[33]

Veranstaltung 2008

Hier ein zusammenfassender Eindruck des zweiten Treffens im Dezember 2008 im Cannstatter Römerkastell, Stuttgart[85]:

"Zu solchen fragwürdigen Dienstleistungen war es beim Partygipfel der Prominenz ein Jahr zuvor in Stuttgart erst gar nicht gekommen. Das Staatsministerium hielt sich bei der Unterstützung zurück. Erfahrenen Juristen im Regierungsapparat war im Vorfeld der Veranstaltung offenbar schnell klargeworden, dass es mit einem bösen Kater enden könnte, wenn die Party eines Privatmannes mit Steuergeldern unterstützt wird. Also beschränkte sich die Regierungszentrale darauf, den 800 handverlesenen Gästen – darunter Auto-Bosse wie Wendelin Wiedeking, Martin Winterkorn und Rupert Stadler, Ex-EnBW-Chef Utz Claassen, Musiker wie Klaus Meine und die Scorpions – am späten Abend einige kleine Geschenke mit auf den Heimweg zu geben. Zum einen süße Kostproben von Ritter Sport, zum anderen edle Tropfen aus Staatsweingütern. Gesamtwert: rund 3600 Euro. Wie schwäbisch sparsam die CDU-geführte Regierung damals war, zeigt folgende Episode. Partyboss Schmidt, das belegt ein interner Aktenvermerk, beschwerte sich in den Wochen nach dem Fest bei der Landesregierung über die mangelnde Unterstützung für seine Partynacht.

(...) Überhaupt gab es an jenem Abend nur fröhliche Gesichter. Ministerpräsident Oettinger und seine neue Lebenspartnerin Friederike Beyer siegten beim Tischfußball gegen Christian Wulff und seine Frau Bettina Körner. Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) freute sich über „eine gelungene Veranstaltung von zwei Bundesländern“. Alt-Fußballer Guido Buchwald, bekanntlich schon in der Welt herumgekommen, meinte anerkennend: „Hier lernt man was dazu. Nach diesem Abend ist man auf Ballhöhe.

(...) In die Organisation mischte er (=Oettinger) sich im Unterschied zur Staatskanzlei in Hannover aber offenbar nicht ein. Auch bei der Suche nach Sponsoren blieb er außen vor. „Der Ministerpräsident ist nicht auf Firmen zugegangen“, sagte ein Sprecher der grün-roten Landesregierung am Freitag nach Durchsicht der Akten. Das Staatsministerium habe diverse Firmen im Land damals nur darauf hingewiesen, dass es Anfragen geben könnte."[86]

"Auch Günther Oettingers Staatsministerium hat sich zwischen 2007 und 2009 an der Anwerbung von Sponsoren für die Privatveranstaltungen des Eventmanagers Manfred Schmidt beteiligt. Allerdings „nur sehr zurückhaltend“, wie ein Regierungssprecher am Freitag sagte. (...) Dafür fand man aber einen wenig schmeichelhaften Vermerk über eine Beschwerde des Veranstalters Schmidt. Nach dem letzten „Dialog“ soll sich der Freund von Wulffs Berater Glaeseker, Schmidt also, „sehr negativ“ über die fehlende Unterstützung des baden-württembergischen Ministerpräsidenten geäußert haben. Offenbar zeigten sich die Baden-Württemberger Unternehmer wesentlich knauseriger mit Sponsorgeldern für die Events, als Schmidt das aus Niedersachsen gewohnt war." [87]

Aussage von Finanzminister Hartmut Möllring zum Nord-Süd-Dialog 2008 :
"In Stuttgart sind die Einladungen von der dortigen Staatskanzlei verschickt worden." Nachzulesen im Plenarprotokoll 16/130 24.02.2012 S. 16749-16963

Veranstaltung 2009

Die letzte, dritte Veranstaltung des Nord-Süd-Dialogs fand am 11. Dezember 2009 statt. Bei der Party auf dem Flughafen Hannover, Terminal C, trafen auch Carsten Maschmeyer und Veronica Ferres wieder mit Christian und Bettina Wulff zusammen.[88]

"Günther Oettinger und Christian Wulff verband viel - so viel, dass die Regierungschefs von Niedersachsen und Baden-Württemberg zuletzt einmal jährlich als Schirmherren einer großen Länder-Party auftraten: Nord trifft Süd. Auch dieses Jahr wurde gefeiert - doch die Zeiten ändern und die Wege trennen sich. (...) Volkswagen hat den Machtkampf für sich entschieden, und Porsche trumpft nicht mehr auf. (...) Umso mehr ist man in Hannover bemüht, das Verbindende herauszustellen: "Der Nord-Süd-Dialog steht für gegenseitige Wertschätzung, für ein Miteinander statt eines Gegeneinanders", stellt Niedersachsens Ministerpräsident Wulff zur Begrüßung fest. Auch Oettinger ist auf Gemeinsamkeit aus: "Man kann viel voneinander lernen." Ja, die Vorzeichen haben sich geändert. Das betrifft auch die Rolle von Wulff und Oettinger, den beiden Schirmherren des von Sponsoren finanzierten Nord-Süd-Dialogs. Auf ihr gutes und bis zum Porsche-Machtkampf ungetrübtes Verhältnis geht die Party zurück. Eventmanager Schmidt hatte ihre Freundschaft zum Anlass genommen, Prominente aus beiden Ländern für einen Abend zusammenzubringen."[89]

Hier eine wunderbare Fotogallerie zum Durchklicken - inkl. des ikonischen Bilds von Wulff und Oettinger beim Krökeln!

Um einen kleinen Eindruck dieser Veranstaltung zu bekommen, hier ein Who-Is-Who aus der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", die die Veranstaltung damals äusserst wolhwollend begleitet hat:

"Ministern aus beiden Ländern konnte Philipp Rösler (36) die Hände schütteln. „Schön, hier auch meine früheren Kollegen aus Niedersachsen wieder zu treffen“, meinte der Bundesgesundheitsminister. Wirtschaftslenker wie TUI-Chef Michael Frenzel (62), Flughafen-Vorstandschef Raoul Hille (49) oder AWD-Gründer Carsten Maschmeyer (50) leisteten ebenfalls ihren Beitrag zum Dialog. Auch Medienleute wie „Tagesthemen“-Moderator Tom Buhrow (52) oder der frühere „Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust (63) zeigten Dialogfreudigkeit. „Immer wieder gern, ich bin eben Niedersachse“, meinte Aust. Buhrow bestätigte dem Norden einen klaren Vorteil: „Auch, wenn ich eigentlich aus dem Rheinland komme, fühle ich mich hier sehr wohl.“"[88]

Auch der mittlerweile im Ruhestand sich befindliche Wolfsburger OB Schnellecke war dort, über ihn ergeben sich auch Verbindungen wieder zu Glaeseker, aber das wäre einen eigenen SchnelleckePlag wert (den er sich durchaus verdient hätte). Nur so viel, es geht erneut um Vorteilsnahme und um einen kommunalen Stadtwerke-Pressesprecher, Mike Nahrstedt, der angehalten wurde, im Zuge der Wulff'schen Landtagswahlen 2003, Wahlkampf mithilfe seines Dienstwagens und Notebooks für die CDU zu betreiben. Laut NDR gibt es auch einen direkten Bezug zu Glaeseker: "Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) wies am Freitag alle Vorwürfe gegen die Landes-CDU im Zusammenhang mit der Stadtwerke-Affäre zurück. Die CDU habe sich nichts vorzuwerfen, antwortete er auf einen Fragenkatalog der Landtagsfraktion der Grünen. Diese kritisierten die Antworten als unzureichend. In der nächsten Landtagssitzung will die Opposition die Affäre um mögliche illegale Wahlkampffinanzierung weiter behandeln. Dessen ungeachtet zieht die Affäre Kreise bis ins Bundespräsidialamt. Der Sprecher von Bundespräsident Wulff, Olaf Glaeseker, soll in seiner Funktion als ehemaliger Pressesprecher der CDU Niedersachsen parteipolitische Arbeitsaufträge an die dienstliche Mailadresse von Stadtwerke-Pressesprecher Nahrstedt geschickt haben."[90]

Porsche/VW

Ein weiteres, brisantes Treffen, so berichtete die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" vom 11. Dezember 2009, fand im Rahmen der Veranstaltung ebenfalls statt: "Als Vertreter einer zuletzt viel und kontrovers diskutierten Nord-Süd-Verbindung trafen dort auch die Chefs von VW und Porsche, Martin Winterkorn (62) und Michael Macht (49), aufeinander. Der Stuttgarter Autobauer wurde gerade vom Wolfsburger VW-Konzern übernommen, nette Randnotiz dabei: Winterkorn kommt aus der Nähe von Stuttgart. Munter posierten die beiden mal mit, mal ohne Wulff vor den präsentierten Konzernerzeugnissen wie Porsche Panamera, VW Polo – und seit neuestem auch Modellen von Suzuki. Macht betonte: „Ich komme mit sehr guten Gefühlen nach Hannover.""[91] Sowohl VW als auch Porsche waren Mitsponsoren dieser Veranstaltung.[92] Darüber hinaus wird Wulffs Rolle in der Übernahme von Porsche seitens VW im Jahr 2008 weiter in den Vordergrund gerückt.

Dazu schreibt die "Wirtschaftswoche": "Als niedersächsischer Ministerpräsident war Christian Wulff stolz auf seine Nähe zur Wirtschaft. So sehr, dass er sich „Vorstandsvorsitzender von Niedersachsen“ nannte. Jene Nähe wird für Wulff immer mehr zum Problem. 67 Banken, Versicherungen, Pensions-, Staats- und Hedgefonds behaupten, Wulff habe in seiner Zeit als VW-Aufsichtsrat Pflichten verletzt und den Porsche-Eignern, den Familien Porsche und Piëch, in die Hände gespielt. Als VW-Aktionäre hatten die Investoren nach eigenen Angaben hohe Summen verloren, weil Porsche im Übernahmekampf mit VW Marktteilnehmer rechtswidrig getäuscht habe, so der Vorwurf. Mitschuldig sei Wulff, der als Ministerpräsident für den 20-Prozent-Anteil des Landes Niedersachsen an VW verantwortlich war. Er habe gewusst, dass Porsche Anleger belogen habe. So soll er beispielsweise schon vor Oktober 2008 erfahren haben, dass Porsche VW übernehmen wollte."[93]

BW-Bank

Laut "Spiegel Online" vom 31. Dezember 2011 gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Kredit der BW-Bank an Wulff und den Veranstaltungen im Rahmen des von Schmidt organisierten Nord-Süd-Dialogs:

"Auffällig erscheint auch der Besuch des Leiters des Privatkundengeschäfts der BW-Bank, Axel Döhner, am 14. Oktober 2009 bei einem luxuriösen Abendessen in der Norddeutschen Landesbank in Hannover. Event-Veranstalter Manfred Schmidt hatte Ministerpräsident Wulff, dessen Frau Bettina und drei Dutzend Unternehmensvertreter zu dem von der Nord/LB bezahlten Treffen eingeladen; es galt, Sponsoren für eine im Dezember geplante Party mit dem Titel "Nord-Süd-Dialog" zu finden. Ein finanzielles Engagement der BW-Bank war damals allerdings von vornherein ausgeschlossen, weil das Geldinstitut zuvor seine Sponsoringausgaben drastisch zurückgefahren hatte. Die BW-Bank will sich zu der Reise ihres Mitarbeiters nicht äußern."[94]

Dies stünde Im Widerspruch zu den von Wulff gemachten Äußerungen, Geerkens habe den Kredit vermittelt.

Auch ergibt sich eine zeitliche Nähe zwischen der im Dezember 2009 stattgefundenen Nord-Süd-Dialog-Party und dem Kontakt zur BW Bank, wie aus den von Wulffs Anwalt getätigten Antworten auf Fragen von der "Welt" im Zusammenhang zu seinem BW-Kredit mit rollierenden Zinsen hervorgeht.

Dort heißt es auf folgende Frage der "Welt":

"Neue Frage: Warum steht von der Absicht nichts in dem Kreditvertrag? Warum wurde dann der Kredit mit einer Laufzeit von fünf Jahren geschlossen? Warum haben die Wulffs diesen Kredit erst nach eineinhalb Jahren und nach der Anfrage im niedersächsischen Landtag abgelöst?"

Antwort Lehr:

"Die Absicht, das Darlehen der Frau Geerkens zeitnah abzulösen, war den Vertragsparteien von Anfang an bekannt. Im Übrigen hat Herr Wulff den Ablauf bereits in seiner Erklärung vom 15.12.2011 geschildert: „Im Dezember 2009 – also vor den Anfragen im niedersächsischen Landtag – habe ich Gespräche mit einem Privatkundenberater der BW-Bank aufgenommen. Diese von Herrn Geerkens angeregten Gespräche führten am 21. März 2010 zur Unterzeichnung eines kurzfristigen und rollierenden Geldmarktdarlehens mit günstigerem Zinssatz als zuvor. Mit den Mitteln dieses Kreditvertrages wurde das private Darlehen zurückgezahlt."[95]

Chronologie zu den Ermittlungen zum Nord-Süd-Dialog

23. Dezember 2011

  • "Zeugen hatten zuvor dem stern gesagt, dass Glaeseker zum Beispiel Ende Oktober 2008 zusammen mit seiner Frau – einer früheren niedersächsischen CDU-Sprecherin - sowie Wulffs damals bereits von ihm geschiedener Gattin Christiane mehrere Tage Gratisurlaub in Schmidts luxuriöser Finca Can Pere Crous in Arbúcies gut 80 Kilometer nördlich von Barcelona in Nordspanien genossen hatte. Die Finca liegt idyllisch in einem Naturpark – ihre Website preist die "paradiesische Landschaft" - und ist mit Sauna und Pool ausgestattet. Laut Preisliste kostet ein Wochenende in dem Anwesen 900 Euro, eine Woche zwischen 1600 und 2400 Euro, jeweils plus Mehrwertsteuer. (...) Die Glaesekers sollen daneben auch in einer Luxuswohnung von Schmidt in Barcelona sowie in Ferienwohnungen des Unternehmers in Banyuls-sur-Mer in Südfrankreich geurlaubt haben."[96]

19. Januar 2012

  • "Der ehemalige Sprecher von Bundespräsident Christian Wulff ist wegen Korruptionsverdacht ins Visier der Justiz geraten. Bei einer Razzia hätten Ermittler Privat- und Geschäftsräume von Olaf Glaeseker und des Eventmanagers Manfred Schmidt durchsucht, teilte die Staatsanwaltschaft Hannover am Donnerstag mit. Die Aktion fand demnach in Wunstorf bei Hannover, Berlin und in der Schweiz statt. Den Beschuldigten werde Bestechlichkeit beziehungsweise Bestechung vorgeworfen."[97]
  • "Aufgrund von Medienberichten und Ermittlungen bestehe der Verdacht, dass Glaeseker in den Jahren 2007 bis 2009 die Durchführung und Finanzierung des von Schmidt organisierten Nord-Süd-Dialogs gefällig gefördert" habe, heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Als Gegenleistung habe Glaeseker mehrfach unentgeltlich Urlaube in Ferienhäusern von Schmidt gemacht. (...) Glaeseker soll ab 2008 mit seiner Frau dreimal in Auslandsquartieren des Eventunternehmers Manfred Schmidt gratis Urlaub gemacht haben. Der 50-Jährige, der als enger Vertrauter von Wulff gilt, war damals Niedersachsens Regierungssprecher im Rang eines Staatssekretärs und hätte als Landesbediensteter teure Geschenke wie einen Gratisurlaub vermutlich nicht annehmen dürfen. (...) Der Nord-Süd-Dialog war eine privat organisierte Veranstaltungsreihe, bei denen sich niedersächsische und baden-württembergische Unternehmen präsentieren sollten. Die Schirmherrschaft hatten Wulff und der damalige baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) übernommen."[98]

20. Januar 2012

  • War die Staatskanzlei von Wulff am "Nord-Süd-Dialog" des Veranstalters Manfred Schmidt in Niedersachsen finanziell beteiligt? Das Land hatte das stets verneint. Eine Hochschule widerspricht: "Der einstige Wulff-Sprecher Glaeseker habe Studenten des Landesbetriebes als Helfer angefordert. (...) Der Darstellung der Hochschule zufolge hatte Glaeseker wenige Wochen vor dem Nord-Süd-Gipfel persönlich einen der Präsidenten der Hochschule um personelle Unterstützung für die Veranstaltung gebeten. Als landeseigener Betrieb sei es für die MHH selbstverständlich gewesen, der Staatskanzlei zu helfen, hieß es. Die Verantwortlichen der Hochschule seien immer davon ausgegangen, dass es sich beim Nord-Süd-Dialog um eine Veranstaltung des Landes Niedersachsen gehandelt habe. Erst aus den Medien hätten sie entnommen, dass allein Manfred Schmidt als wirtschaftlich Verantwortlicher dahintergestanden habe. (...) Auf Nachfrage der MHH in der Staatskanzlei, an wen die Rechnung in Höhe von etwa 5000 Euro für den Einsatz der 44 studentischen Hilfskräfte zu entrichten sei, wurde der MHH beschieden, dass sie das schon selbst tragen müsse. Stimmt diese Darstellung, sind Landesmittel in ein privates Event geflossen. (...) Früheren Presseberichten zufolge soll Veranstalter Schmidt bei der Veranstaltung im Dezember 2009 Gewinn gemacht haben, weil die Sponsorengelder sich auf 685.000 Euro summiert hätten, die Kosten aber nur auf 300.000 Euro."[99]
  • Bekannt ist, das Glaeseker mehrmals in Villen von Schmidt urlaubte. "Die Einladung zum Gratisurlaub erfolgte womöglich nicht aus reiner Großzügigkeit, sondern weil Wulffs Vertrauter dem schillernden Eventmanager Schmidt als Gegenleistung tatkräftig bei der Organisation eines Wirtschaftstreffens geholfen haben soll. Glaeseker war seinerzeit Wulffs Sprecher, ein enger Vertrauter des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten. Als Staatsbedienstetem war es ihm genau wie Wulff verboten, Geschenke mit Amtsbezug anzunehmen."[100]
  • "Im Niedersachsens Landtag ist es zu tumultartigen Szenen gekommen. Die Regierung hatte eingeräumt, dass Wulffs Ex-Sprecher Glaeseker mit Landesmitteln eine Privatveranstaltung unterstützte. Besonders drastisch äußerte sich Finanzminister Möllring."[101]

21. Januar 2012

  • "Nach Informationen der „Hannoverschen Allgemeine Zeitung“ sagte der Staatskanzleichef des damaligen Ministerpräsidenten Wulff dem Landtag 2010 nicht die Wahrheit, als es um die Finanzierung der Presseveranstaltung „Nord-Süd-Dialog“ ging. Tatsächlich habe das Landwirtschaftsministerium bereits Monate zuvor 3411 Euro für Kochbücher bezahlt, die den Besuchern des Festes vom Veranstalter Manfred Schmidt als „Give away“ geschenkt worden seien, meldet das Blatt."[102]
  • "Entgegen der bisherigen Darstellung der Staatskanzlei hat sich Olaf Glaeseker auch persönlich um einen Sponsor für die Wirtschafts-Veranstaltung im Jahre 2009 gekümmert. Nach FOCUS-Informationen nahm Wulffs Sprecher 2009 mit der Geschäftsleitung des Verbandes Niedersachsen Metall Kontakt auf, um für den Nord-Süd-Dialog zu werben. Mit Erfolg: Die Metallarbeitgeber spendeten 25 000 Euro. Die Staatskanzlei in Hannover hat bislang dementiert, dass sie für die Sponsorensuche aktiv gewesen sei."[103]

23. Januar 2012

  • "Mit einer Werbeanzeige hilft der damalige Ministerpräsident Günther Oettinger dem Nord-Süd-Dialog 2008 auf die Sprünge. Agenturhonorar: 2.380 Euro. Mediawert: 20.020 Euro. Macht summa summarum 22.400 Euro. (...) Die halbseitige Anzeige schaltet das Staatsministerium Baden-Württemberg am Mittwoch, den 17. Dezember 2008 in der "Stuttgarter Zeitung". Das Motiv zeigt die beiden Wappen von Niedersachsen und Stuttgart, die bis auf die Farben fast identisch sind. So sollten die Gemeinsamkeiten der beiden Länder betont werden."[104]

28. Januar 2012

  • "Wie FOCUS erfuhr, warnte Regierungssprecher Olaf Glaeseker am 24. November 2009 in einem Fax an Wulffs damaligen Staatssekretär und heutigen Chef des Bundespräsidialamtes, Lothar Hagebölling, davor, dass Forderungen des Flughafens Hannover gegen Organisator Manfred Schmidt „unsere Veranstaltung“ gefährden könnten. Glaeseker verweist in dem FOCUS vorliegenden Schreiben darauf, Wulff und er würden den Eventmanager schon seit mehr als zehn Jahren kennen. Dass der Flughafen jetzt für die Vermietung eines Terminals Vorkasse oder eine Bürgschaft verlange, habe Manfred Schmidt „in 35 Berufsjahren nicht erlebt“. (...) Als weiteres Indiz für die starke Einbindung der Wulff-Regierung in das Event gilt auch die die Glaeseker-Aussage, dass der Veranstaltungstermin „auf besonderen Wunsch der Niedersächsischen Staatskanzlei“ um eine Woche vorverlegt worden sei, „da einer der Hauptsponsoren darum gebeten hatte“. Am 30. November 2009, also knapp eine Woche später, besuchten Hagebölling und Glaeseker nach FOCUS-Informationen gemeinsam Flughafen-Chef Raoul Hille. Einziges Thema der Unterredung war der Nord-Süd-Dialog. Die Marschroute für das Gespräch mit den Airport-Managern hatte Glaeseker schon in dem Fax an Hagebölling formuliert: „Die sollen also Manfred Schmidt in Ruhe lassen und ihm vertrauen. Er besitzt Handschlagqualität.“"[105]

29. Januar 2012

  • "Einmaliger Vorgang im Bundespräsidialamt: Ein Staatsanwalt und Beamte des Landeskriminalamtes Niedersachsen haben das ehemalige Amtszimmer des langjährigen Sprechers von Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, durchsucht. "Wir haben Unterlagen und Computerdateien beschlagnahmt, die jetzt ausgewertet werden müssen", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Hans-Jürgen Lendeckel, der Bild am Sonntag. Die Behörde ermittelt im Zusammenhang mit der Lobby-Veranstaltung Nord-Süd-Dialog wegen Verdachts der Bestechlichkeit gegen den engen Vertrauten Wulffs. Der Anfangsverdacht habe sich konkretisiert, sagte Lendeckel am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. (...) Glaeseker hatte, so berichtet die Bild am Sonntag, am vergangenen Wochenende wegen der laufenden Ermittlungen keinen Zutritt zu seinem Amtszimmer bekommen. Nach der Durchsuchung kann er nun hinein. "Er darf jederzeit seine Sachen abholen. Er hat jederzeit Zugang zu seinem Amtszimmer", sagte eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes am Sonntag der dpa."[106]

31. Januar 2012

  • "Nach Informationen der Frankfurter Rundschau erfolgte die Durchsuchung des Zimmers von Wulffs ehemaligem Sprecher Glaeseker im Bundespräsidialamt am vergangenen Donnerstag nach einer Aufforderung des Bundespräsidialamtes. „Das Bundespräsidialamt hat uns ganz offiziell mitgeteilt, dass das Zimmer von Herrn Glaeseker noch unausgeräumt ist und dass dort noch private Unterlagen vermutet werden können“, sagt der Hannoveraner Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Lendeckel. Das Büro des Ex-Sprechers von Christian Wulff habe daher durchsucht werden müssen."[107]
  • "Der unter Korruptionsverdacht stehende Glaeseker hat McAllister zufolge für die umstrittene Lobby-Veranstaltung Nord-Süd-Dialog „wohl einiges nicht nur vom Büro aus geregelt. Wir haben in der Staatskanzlei nur wenige Unterlagen gefunden, und wenn, zumeist da, wo man sie nicht vermuten würde.“"[108]

12. Februar 2012

  • "Der Gang der Dinge ist auch in der Niedersachsen-Metropole noch immer ein recht gemächlicher. So liegt der Justiz bisher kein einziges Blatt jener Unterlagen vor, die im Januar nach einigem Suchen in der Staatskanzlei gefunden und dem ehemaligen Wulff-Sprecher Olaf Glaeseker zugeordnet wurden. Darunter Papiere zum „Nord-Süd-Dialog“ 2009, der niedersächsisch-baden-württembergischen Super-Party im Flughafen von Hannover. (...) Man habe diese Papiere längst angefordert, sagt die Staatsanwaltschaft. Nichts sei bisher angefordert worden, sagt dagegen der niedersächsische Finanzminister, in Sachen Glaeseker, „Nord-Süd-Dialog“ und Wulff-Nachlass federführend in der niedersächsischen Landesregierung. Man kann sich schon wundern über solche Widersprüche in einem für den Fortgang der Dinge nicht ganz unwesentlichen Verfahren. (...) Immerhin, so viel scheint klar: Die Festplatte Glaesekers aus seinem früheren Büro in der Staatskanzlei wurde mittlerweile von einem Mitarbeiter der Behörde an das Landeskriminalamt übergeben. Dessen Spezialisten sollen versuchen, dort angelegte Dateien wieder sichtbar zu machen. In der Staatsanwaltschaft allerdings sind auch diese Dateien entgegen einer entsprechenden Mitteilung der Behörde noch nicht angekommen. Es wird auch noch ein Weilchen dauern. Denn, wenn die Dateien vom LKA entschlüsselt sind, gehen sie zunächst einmal zurück an die Staatskanzlei, um von da aus – wann auch immer – an die Justiz weitergegeben zu werden. Auch so vergehen die Tage."[109]

15. Februar 2012

  • "Die niedersächsische Staatskanzlei lieferte am Mittwoch 16 Ordner und mehrere Hefter an die Ermittlungsbehörde, wie Regierungssprecher Oliver Wagner in Hannover sagte. (...) Laut Staatskanzlei handelt es sich bei den jetzigen Akten um Unterlagen zu dem Wirtschaftstreffen Nord-Süd-Dialog."[110]

17. Februar 2012

  • "Unter den bei der Durchsuchung der Privaträume von Wulffs Ex-Pressesprecher Olaf Glaeseker beschlagnahmten Dokumenten sind auch private Tagebücher von Glaesekers Ehefrau Vera. Das bestätigt Glaesekers Rechtsanwalt Panos Pananis der „Bild“-Zeitung. Bei der Durchsuchung am 19. Januar hättem die Ermittler vier Urlaubstagebücher sichergestelt, die laut Glaesekers Rechtsanwalt handschriftlich verfasst wurden und von „privater und intimer Natur“ seien. Glaesekers Ehefrau Vera habe inzwischen beim Amtsgericht Hannover Beschwerde gegen die Mitnahme der privaten Aufzeichnung eingelegt. Die Beschwerde wurde abgelehnt. Auch das Landgericht Hannover hält die Sicherstellung für rechtmäßig."[111]

21. Februar 2012

  • "Ex-Innenminister Heiner Bartling reichte am Dienstag einen 24-seitigen Schriftsatz mit 230 Seiten Anlagen beim Staatsgerichtshof in Bückeburg ein. Die SPD-Fraktion wirft der amtierenden Regierung unter Ministerpräsident David McAllister (CDU) vor, sich in der Sitzung des Landtags vom Januar eine unwahre Information des damaligen Ministerpräsidenten Wulff vom Frühjahr 2010 über die Beteiligung des Landes an der Prominentenfeier „Nord-Süd-Dialog“ zu eigen gemacht zu haben. Dies wäre ein Verstoß gegen Artikel 24 der Landesverfassung. (...) Die jetzige Landesregierung habe „wider besseren Wissens“ die falschen Antworten bestätigt. „Es drängt sich der Verdacht auf, dass es das Ziel der Landesregierung unter Ministerpräsident McAllister war, das Fehlverhalten seines Vorgängers zu decken.“ Man erwarte eine Entscheidung des Staatsgerichtshofes innerhalb von drei bis sechs Monaten, sagte Schostok. (...) McAllister reagierte gelassen auf die Klage. „Damit bekommen wir jetzt Klarheit über die einzelnen angeblich noch offenen Punkte“, erklärte der Regierungschef in Bremen. Er gab nach einem Bericht des NDR Fernsehens allerdings zu, selbst bei Glaeseker für drei seiner Freunde eine Einladung zum Nord-Süd-Dialog erbeten zu haben. „Die sind dann eben auch eingeladen worden“, erklärte McAllister.""[112]

22. Februar 2012

  • "In den umstrittenen Antworten auf Parlamentsanfragen hat die Landesregierung sowohl im Jahr 2010 als auch im Januar dieses Jahres im Landtag jede organisatorische oder finanzielle Beteiligung an der Mega-Party bestritten und angegeben, die Entscheidung über Einladungen habe ausschließlich beim Event-Manager Manfred Schmidt gelegen. Die Klage der SPD-Fraktion zielt aber nicht in erster Linie auf die falschen Antworten aus 2010, sondern auf den Auftritt von Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) im Januar dieses Jahres. Er hatte anfangs noch darauf beharrt, die Landesregierung habe alle Fragen korrekt beantwortet. Möllrings spätere Einlassung, er sei von Glaeseker getäuscht worden, will SPD-Fraktionschef Stefan Schostok nicht gelten lassen: "Wir halten es für sehr wahrscheinlich, dass die Landesregierung ihre verfassungsgemäßen Pflichten vernachlässigt und sogar wider besseres Wissen die falschen Antworten der Regierung Wulff aus dem Jahr 2010 bestätigt hat.""[113]

22. April 2012

  • "Das ominöse Lobby-Treffen Nord-Süd-Dialog wurde offenbar komplexer organisiert als bisher bekannt. Die diesbezüglichen Ermittlungen gegen Olaf Glaeseker, Ex-Sprecher von Ex-Bundespräsident Christian Wulff, sowie Partymanager Manfred Schmidt ziehen sich hin.
    Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ müssen die Ermittler des niedersächsischen Landeskriminalamts noch Zehntausende E-Mails auswerten. Die Sonderkommission sei deswegen aufgestockt worden."[114]

27. April 2012

  • Im Zusammenhang der Ermittlungen im Nord-Süd-Dialog ist diese Nachricht der BILD zu sehen, denn die Vorwürfe richten sich auch gegen die ehemaligen MPs Wulff und Oettinger :
    BILD.de : "Ex-Bundespräsident Christian Wulff traf sich mit EU-Kommissar Günther Oettinger im Nobelrestaurant „Die Insel“.
    Oettinger zu BILD: „Da ich eh in Hannover war, haben wir uns spontan mit der Familie Wulff auf ein Glas Wein verabredet.“[115]

13. Mai 2012

  • SPIEGEL.de : "Olaf Glaeseker äußert sich erstmals zu Vorwürfen"
    "In einem siebenseitigen Schreiben nahm Olaf Glaeseker Stellung zu zwei konkreten Vorgängen, die ihm im Rahmen seiner Mitarbeit am Nord-Süd-Dialog zur Last gelegt werden. (...)
    Speziell geht es um 44 Studenten der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), die bei der Veranstaltung im Dezember 2009 im Service eingesetzt worden waren. Nach Schilderungen der Hochschule soll Glaeseker um das Personal gebeten haben. Auf den Kosten in Höhe von 5245 Euro sei die Institution dann aber sitzengeblieben. Glaesekers Anwalt Guido Frings schildert den Vorgang anders. Danach habe sich MHH-Vizepräsident Andreas Tecklenburg selbst bereits im September 2009, also drei Monate vor dem Nord-Süd-Dialog, als Sponsor ins Gespräch gebracht. Als Tecklenburg zu einem Treffen der Geldgeber für den 14. Oktober eingeladen wurde, bat der MHH-Chef per E-Mail um Entschuldigung. Er sei mit Freunden zu einem Fußball-Länderspiel in Hamburg verabredet. "Gerne beteilige ich mich aber an der Ideensammlung und habe z. B. vorgeschlagen, dass wir als MHH mit unseren Servicekräften (Medizinstudent(inn)en) helfen." Für Glaeseker sei damit klar gewesen, dass die Hochschule den Nord-Süd-Dialog als ein Sponsor unterstützt, der nicht Geld gibt, sondern Personal zur Verfügung stellt. Geäußert hat sich Glaeseker auch zu dem Vorwurf, seine Ehefrau habe an einem Kochbuch ("Raspers Rezepte – Niedersachsens Küche neu entdeckt") mitgewirkt, das die Landesregierung als "Give-away" an die Besucher des Nord-Süd-Dialogs verteilt habe. Die Arbeit seiner Frau sei unentgeltlich erfolgt. Dass das Landwirtschaftsministerium die Küchenfibel mit 3411 Euro gefördert hat, hält Glaeseker demnach für einen normalen Vorgang mit dem Ziel, für Niedersachsen zu werben."[116]

27.Juni 2012

  • "Nun sorgt ein Prüfbericht des niedersächsischen Landesrechnungshof zum umstrittenen Lobby-Treff Nord-Süd-Dialog für neuen Ärger. Darin kommen die Rechnungsprüfer zu dem Schluss, dass das "hohe Engagement" des damaligen Ministerpräsidenten Wulff und dessen Sprecher Olaf Glaeseker dem privaten Party-Veranstalter Manfred Schmidt 2009 einen "nicht unbeträchtlichen Überschuss" ermöglichte. (...) Zudem hätten Wulff und seine Frau an einer von der Nord/LB organisierten und finanzierten Veranstaltung teilgenommen, bei der auch um Sponsorengelder geworben wurde.
    Derzeit werde das Schriftstück "intensiv unter Mithilfe der Ermittlungsgruppe des Landeskriminalamtes geprüft."[117]
  • Prüfbericht des Landesrechnungshofes (LRH)
    "Der LRH-Bericht geht auch ausführlich auf die Rolle der studentischen Servicekräfte der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sowie die dubiose Kalkulation des Flughafens Hannover, wo die Party stattfand, ein. Wie bereits Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) dem Landtag berichtete, hatte der Airport auf Miete verzichtet und nur 45 000 statt 60 000 Euro Nebenkosten berechnet. Im Gegenzug hielt er einen „medialen Aufmerksamkeitswert“ von 235 000 Euro entgegen. Experten halten freilich diesen angeblichen Effekt lediglich für eine „virtuelle Größe“."[118]
  • "Den Prüfern fiel auf, dass weder im persönlichen Büro des Ministerpräsidenten noch in der Pressestelle der Staatskanzlei ein Vorgang zur Schirmherrschaft von Wulff zum „Nord-Süd-Dialog“ gefunden wurde. Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel zu BILD: „Entweder wurden die Akten gar nicht angelegt – oder vernichtet.“[119]
  • "Normalerweise werde in der Staatskanzlei bei der Übernahme einer Schirmherrschaft ein Vorgang angelegt. Im vorliegenden Fall habe es diesen nicht gegeben. Vielmehr sei die Entscheidung zur Übernahme der Schirmherrschaft wohl "auf dem kurzen Dienstweg" zwischen dem Ministerpräsidenten und seinem damaligen Sprecher Olaf Glaeseker gefallen.
    Veranstaltung wirkte wie Landesfeier
    Die Staatskanzlei habe es zudem hingenommen, dass für Dritte der Eindruck entstanden sei, dass es sich um eine Veranstaltung der Landesregierung handelt, urteilen die Rechnungsprüfer.
    Das Land Niedersachsen hat sich nach Ansicht des Rechnungshofes zudem stark bei der Veranstaltung engagiert."[120]

Äußerungen zu den Ermittlungen

Wulff versicherte mehrfach, es habe sich um eine Privatveranstaltung gehandelt, Finanzierung und Sponsorensuche seien allein Sache des Veranstalters gewesen. "Damit gerät neben dem Bundespräsidenten auch die aktuelle Landesregierung tiefer in Erklärungsnot. In der teils heftigen Landtagsdiskussion zu möglichen Verfehlungen Wulffs hatte Finanzminister Hartmut Möllring noch am Donnerstag erklärt, die Auskunft von 2010 habe sich nur auf eine finanzielle Beteiligung bezogen, und diese habe es nicht gegeben: „Das Land war nicht Veranstalter des Nord-Süd-Dialogs und hat sich nicht finanziell beteiligt“, sagte er."[23]

"War Wulff das Engagement der MHH bekannt? Das Bundespräsidialamt wollte mit Verweis auf das Ermittlungsverfahren gegen Glaeseker auf Anfrage keine Stellungnahme zu dem Vorgang abgeben. In Hannover erklärte Möllring auf eine entsprechende Frage der Opposition, es sei doch "ziemlich lebensfremd" zu glauben, der Ministerpräsident habe sich damals mit dem Garderobenpersonal beschäftigt.

Lebensfremd erscheint es möglicherweise aber auch, dass Wulff - unabhängig von der Frage des Garderobenpersonals - wirklich nichts von den Aktivitäten seines Vertrauten Glaesekers im Zusammenhang mit dem Nord-Süd-Dialog geahnt haben will. Mancher jedenfalls findet es schwer vorstellbar, dass Glaeseker hinter Wulffs Rücken sein eigenes Ding machte."[121]

"Nach Ansicht des niedersächsischen SPD-Fraktionschefs Stefan Schostock ist es erwiesen, dass Christian Wulff in seiner Zeit als Ministerpräsident persönlich um Sponsoren für den sogenannten Nord-Süd-Dialog geworben hat. Dies hätten niedersächsische Unternehmen wie Talanx oder Tui bestätigt, sagte Schostock im Deutschlandfunk. Der Landtag sei "nicht wahrheitsgemäß unterrichtet" worden. (...) Nach Angaben Schostocks bereitet die SPD in Niedersachsen derzeit eine Klage gegen Wulff vor dem Landesverfassungsgericht wegen Täuschung des Parlamentes vor. Sie werde wohl innerhalb der nächsten zwei Wochen eingereicht. Erfahrungsgemäß werde es etwa bis zu drei Monaten dauern, bis der Staatsgerichtshof zu einem Ergebnis gekommen sei."[122]

"Nach dem stern vorliegenden Unterlagen war Christian Wulff überdies als Ministerpräsident ab 2007 deutlich enger in die Suche nach Sponsoren für die von Manfred Schmidt veranstalteten "Nord-Süd-Dialoge" eingebunden als bisher bekannt. So bat er offensichtlich persönlich im Jahr 2007 den damaligen Bahn-Chef Hartmut Mehdorn um Unterstützung für die Promiparty, die damals in Hannover stattfand. Das geht aus einer Mail des damaligen Mehdorn-Beraters Dieter Hünerkoch hervor, die dem stern vorliegt. Die Deutsche Bahn zahlte, wie sie dem stern bestätigte, 2007 und 2008 je 50.000 Euro für den Nord-Süd-Dialog. Besonders intensiv warb der frühere Wulff-Sprecher Olaf Glaeseker in seiner Funktion als Staatssekretär um Sponsoren für Schmidt. Das belegen interne Mails, die dem stern vorliegen und deren Authentizität von den beteiligten Firmen bestätigt wurde. So ging er mit Erfolg die Firmen Deutsche Messe sowie Evonik um finanzielle Unterstützung für den Nord-Süd-Dialog an. (...) Glaeseker, der mit Schmidt offensichtlich eng befreundet ist, bezeichnete ihn in Mails als seinen "Schnulli", als "Oberschnulli" und sich selbst als dessen "Generalfeldschnulli"."[123]

"Der Ex-Sprecher von Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, hat bei der Planung des umstrittenen Lobby-Treffens "Nord-Süd-Dialog" weitgehend eigenmächtig gehandelt. Das ergab eine interne Überprüfung der Landesregierung in Hannover. "Es hat sich gezeigt, dass Herr Glaeseker immer sehr selbstständig gearbeitet hat", sagte Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) der Nachrichtenagentur dpa vor einer Sitzung des Rechtsausschusses des Landtages in Hannover. Möllring will den Ausschuss über die Recherche aller Ministerien zur Finanzierung des Lobby-Treffens informieren, das insgesamt drei Mal stattfand. (...) Inzwischen stellt sich das aber anders dar: In einem Schreiben soll Glaeseker ausdrücklich im Namen Wulffs um einen potentiellen Sponsoren geworben haben."[124]

"Für die Opposition liegen die Beweise jetzt klar auf dem Tisch. Bundespräsident Christian Wulff habe als CDU-Ministerpräsident in Niedersachsen den Landtag belogen und damit die Verfassung gebrochen, schimpfte SPD-Rechtsexperte Hans-Dieter Haase am Mittwoch nach der Sitzung des Rechtsausschusses. Alle Versuche der schwarz-gelben Landesregierung, die Verfehlungen rund um die umstrittene Promi-Fete „Nord- Süd-Dialog“ Wulffs früherem Vertrauten Olaf Glaeseker in die Schuhe zu schieben, seien so unredlich wie durchschaubar. (...) Dabei musste der Minister nach Rekonstruktion der gelöschten Festplatte von Glaesekers Dienstcomputer und Abfrage der einzelnen Ministerien zu möglichen Verstrickungen mit der Flughafen-Sause mehr zugeben, als ihm als Verteidiger des Bundespräsidenten eigentlich lieb sein konnte. So hat Wulff im April 2010 eigenhändig die Antwort auf die SPD-Anfrage zum Nord-Süd-Dialog genehmigt und sogar mit grüner Tinte handschriftlich bearbeitet. „Die endgültige Antwort trägt seinen Strich“, erklärte Möllring mit sichtbarem Unbehagen. „Bei der Pingeligkeit von Herrn Wulff gehe ich davon aus, dass er das auch gelesen hat.“ In dieser Antwort hatte die Regierung jegliche organisatorische und finanzielle Beteiligung an der Party abgestritten."[125]

Am 14. April 2010 unterzeichnete Wulffs Staatskanzleichef schließlich im ausdrücklichen Auftrag seines Chefs, Christian Wulff, die Landtags-Drucksache 16/2447, in der mit Blick auf den sogenannten Nord-Süd-Dialog behauptet wird, dass sich das Land Niedersachsen daran weder organisatorisch noch finanziell beteiligt habe. Das Gegenteil ist offensichtlich richtig.
Glaeseker schrieb beispielsweise am 17. September 2009 dem Vorstandschef der Deutschen Messe AG, Wolfram von Fritsch: "Wir würden uns auch im Namen von Ministerpräsident Christian Wulff freuen, wenn wir auch in diesem Jahr die Deutsche Messe wieder als Sponsor für die Veranstaltung gewinnen könnten." Fritschs Firma, die in Hannover residiert, steuerte 25.000 Euro bei, so wie im Jahr zuvor.
Als der Flughafen Schmidts Partykonzept nicht exakt umsetzen will, droht Glaeseker laut "Stern" damit, dass eine Werbepartnerschaft des Volkswagen-Konzerns mit dem Flughafen nicht zustande kommen könnte. Er sei "nur unter der Maßgabe, dass die Veranstaltung läuft!!!" dazu bereit, VW zu gewinnen, schreibt Glaeseker. Schmidt lobte erneut per Mail: "DU bist eine SchnulllllliGRANATE!!!!!"[126]

"Der CDU-Politiker ließ alle Landesministerien durchforsten, präsentierte weitere, neue Fakten, wie stark die Staatskanzlei wirklich in das Event eingebunden war:

  • Die „Initiative Innovatives Niedersachsen“ stiftete 800 Frontscheibenfolien mit lustigem Aufdruck, schaltete Werbung, verschenkte 1000 Kalender. Kosten: 13 000 Euro.
  • 900 Teetütchen (Sprüche: „Nichts für trübe Tassen“ und „Gutes zieht immer“), dazu über 1000 Servietten - ebenfalls vom „Innovativen Niedersachsen“. Kosten: 2400 Euro.
  • Die MHH stellte Servicepersonal für 5245 Euro.
  • Das Landwirtschaftsministerium kaufte Kochbücher, die an Gäste verschenkt wurden. Kosten: 3411 Euro."[127]

"Mit Bezug auf die Vorwürfe gegen Wulff beim Thema "Nord-Süd-Dialog" hat der Partymanager Manfred Schmidt eingeräumt, dass ihm die niedersächsische Staatskanzlei bei der Suche nach Geldgebern geholfen hat. Ohne die Kontakte und Empfehlungen des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten und heutigen Bundespräsidenten Christian Wulff und seines Sprechers Olaf Glaeseker wäre die Durchführung des Events kaum möglich gewesen. '"Es müssen ja mal Kontakte hergestellt werden, wenn so etwas von der Wirtschaft finanziert werden soll", sagte er gegenüber dem SPIEGEL. Zugleich wies Schmidt den Vorwurf der Staatsanwaltschaft zurück, den inzwischen entlassenen Sprecher mit kostenlosen Urlaubsreisen bestochen zu haben. Er sei seit 30 Jahren mit dem Journalisten befreundet. In dieser Zeit habe er Glaeseker zu Urlauben eingeladen, umgekehrt habe aber auch er Glaeseker besucht. Zweimal sei er sogar mit dem Freund und dessen Frau im Liegeabteil eines Autoreisezugs in den Süden gefahren. "Das macht man nur, wenn man sich richtig kennt", betonte er."[128]

"Der Minister ärgert sich nicht nur über Adler und Glaeseker. Auch auf Christian Wulff ist Möllring nicht gut zu sprechen. Tagelang hatte er den Mann verteidigt, den er seit 1975 kennt und dem er in allen Jahren als Finanzminister diente. Dann musste er hören, dass Wulff die mutmaßliche Fehlaussage seiner Regierung für einen "ernsten Vorgang" hält und es offenbar begrüßt, dass die SPD deswegen den Staatsgerichtshof in Bückeburg anrufen will. "Überflüssig" sei diese Klage, entfährt es Möllring. "Was soll da geklärt werden? Die Antwort, die Wulff als Ministerpräsident im April 2011 gegeben hat, war aus heutiger Sicht objektiv nicht richtig." Ein Urteil Ende des Jahres könnte der CDU den Wahlkampf für die Landtagswahl im Januar 2013 verhageln.

(...) Den Abgeordneten im Rechtsausschuss wies Möllring diese Woche akribisch nach, dass seinerzeit nicht einfach nur die Staatskanzlei dem Parlament antwortete, sondern der Ministerpräsident selbst die Antwort mit grüner Tinte abzeichnete. Soll heißen: Wulff kann die Verantwortung nicht auf andere abwälzen. Der neue Kurs ist umso bemerkenswerter, als Möllring eine Woche zuvor genau in die Gegenrichtung gedrängt hatte. Unbedingt vermeiden wollte er eine Distanzierung von Wulff, wie McAllister sie schon vorbereitet hatte.

(...) Frustriert bis genervt - so beschreiben Parlamentarier ihre Gemütslage. Morgens durchpflügen sie als erstes Zeitungen und Internetseiten nach neuen Schreckensmeldungen. "Jeder Tag ohne Wulff ist ein guter Tag", sagt einer mit Blick auf die Schlagzeilen. (...) "Wenn wir einen Untersuchungsausschuss beschließen, dann aber richtig", droht CDU-Fraktionschef Björn Thümler. "Dann wird auch die wirtschaftliche Ausrichtung der SPD-Ministerpräsidenten Schröder, Glogowski und Gabriel eine Rolle spielen.""[129]

"Bereits im August 2010 erfuhr das Präsidialamt von Vorwürfen gegen Sprecher Glaeseker. Unklar ist, welche Konsequenzen der Präsident und sein Amtsleiter Hagebölling damals zogen. Sie verweigerten Stellungnahmen zu Anfragen des stern. (...) Damals hatte ein Redakteur der "Süddeutschen Zeitung" angefragt, ob es zutreffe, dass der Eventmanager Manfred Schmidt Glaeseker wiederholt kostenlose Urlaubsaufenthalte ermöglicht habe. Nach stern-Informationen bestätigte der Wulff-Sprecher damals gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" solche Besuche, stellte sie aber als rein privat dar. Am 29. August 2010 verfasste Glaeseker dazu auch eine "Sachverhaltsdarstellung" für den Leiter des Präsidialamtes, Lothar Hagebölling. Auch hier bestätigte Glaeseker die Urlaubseinladungen und stellte seine Beziehung zu Manfred Schmidt ebenfalls als rein privat dar."[130]

"Auf Anfragen von "Welt Online“ hat das Präsidialamt am Mittwoch geantwortet: „Dem Bundespräsidialamt liegt keine Sachverhaltsdarstellung des früheren Sprechers, Herrn Olaf Glaeseker, an den Chef des Bundespräsidialamts, Herrn Lothar Hagebölling, zu angeblichen Urlaubseinladungen vor.“"[131]

"Der niedersächsische Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) dagegen warnte vor einer übertriebenen Skandalisierung. Er sei überzeugt davon, dass Wulff über die Tätigkeiten Glaesekers nicht informiert gewesen sei."[132]

"Bundespräsident Wulff provoziert mehr und mehr Unmut innerhalb von Schwarz-Gelb. Nun zeigt sich auch der Vize-Ministerpräsident von Niedersachsen, Bode, verärgert und fordert rasche Aufklärung von Wulff. (...) Strittige Angaben der Regierung im Landtag seien mit dem Bundespräsidialamt abgesprochen gewesen, hätten sich aber als "schlicht falsch" erwiesen, sagte Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Jörg Bode der "Bild"-Zeitung. "Wulff war für die Antwort mit verantwortlich. Was genau er gewusst hat, wird jetzt zu klären sein", betonte der FDP-Politiker. (...) Bode warf Wulff zudem vor, McAllister als seinen Nachfolger im Amt des Regierungschefs in Erklärungsnöte zu bringen. "Warum in aller Welt tut Christian Wulff McAllister das an? Warum lassen sie ihn weiter in die völlig falsche Richtung laufen, wenn doch irgendwann alles rauskommt?", zitierte ihn die Zeitung. (...) Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel nannte Bodes Kritik eine "unerhofft freimütige Äußerung". Vielleicht könne Bode in Unterrichtungen der zuständigen Ausschüsse oder gar als Zeuge vor einem möglichen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss "wertvolle Informationen" beisteuern. "Offenbar weiß Bode mehr", sagte Wenzel. "Dieses Wissen darf nicht ungenutzt bleiben.""[133]

"Sprach er nur offen aus, was viele in der Landesregierung denken? Auf jeden Fall traf er den Nerv: Riesen-Wirbel um die deutlichen Worte von Niedersachsens Vize-Ministerpräsident Jörg Bode (41, FDP). (...) SPD-Fraktionschef Stefan Schostok (47) wird deutlicher. Zu BILD: „Wulff stürzt die Landesregierung in eine Regierungskrise! Bode findet zu Wulff die Worte, die wir vom Ministerpräsidenten seit Wochen vermissen.“
Bode selbst hatte gestern ein Gespräch mit der Rechtsabteilung der Staatskanzlei. Bode: „Es ging um Abstimmungen, wie meine Aussagen genau gemeint waren. Außerdem bekam ich den Tag über doch diverse Anrufe...“ Zu seinen deutlichen Worten steht er nach wie vor.“[134]

"Die Verteidigung von Wulff übernahm wie seit Beginn der Affäre im Dezember auch gestern Finanzminister Hartmut Möllring (CDU). Die Landesregierung habe bis Mitte Januar nicht gewusst, dass es für jeden Gast der Party ein Kochbuch auf Kosten des Landes gegeben habe. Und die Verteilung von Werbemitteln - von Teebeuteln bis zu Servietten - sei nur eine übliche Imagemaßnahme gewesen und keine finanzielle Beteiligung: "Darin kann ich keinen Skandal erkennen." Und auch von geldwerten Leistungen der Medizinischen Hochschule Hannover, die über 40 Servicekräfte beim "Nord-Süd-Dialog" stellte, habe die Landesregierung erst später erfahren, zudem dem Partyveranstalter Schmidt eine Rechnung über mehrere Tausend Euro geschickt."[135]

"Zwar habe die Staatskanzlei den umstrittenen Nord-Süd-Dialog organisatorisch unterstützt, sagte Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) am Freitag im Landtag. Dies sei aber gut und richtig gewesen. (...) „Es war eine Veranstaltung zum Wohle Niedersachsens, man hätte die Veranstalter und die, die sie unterstützt haben, loben sollen“, betonte Bode in Bezug auf die Lobby-Party. Allerdings räumte er auch ein, dass dem Parlament auf die Frage einer Beteiligung an dem Wirtschafts-Treffen von Niedersachsen und Baden-Württemberg im Jahr 2010 eine aus heutiger Sicht falsche Antwort gegeben worden sei."[136]

"Die Affäre um den zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff hat am Freitag bereits zum dritten Mal in dieser Woche eine hitzige Debatte im niedersächsischen Landtag ausgelöst. (...) Auch die Lobby-Veranstaltung Nord-Süd-Dialog war erneut Thema der Diskussion. Dabei vertrat die Landesregierung die Ansicht, dass das Parlament im April 2010 nicht falsch über eine Beteiligung der Staatskanzlei informiert wurde. “Juristisch war die Antwort richtig”, sagte Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP). Das Problem bestehe nur, weil es in der Debatte über das Wirtschaftstreffen inzwischen eine unterschiedliche Interpretation des Wortes Beteiligung gebe, betonte er. (...) Bode selbst hatte in einem Interview der “Bild”-Zeitung gesagt, dass die damals gegebene Antwort der Landesregierung falsch war. Am Freitag verteidigte er dies damit, dass dies nur falsch sei, wenn man Beteiligung aus heutiger Sicht bewerte. Zudem halte er die Antwort aber für falsch, weil sie nicht den besonderen Wert der Veranstaltung herausgestellt habe. Sie “war eine Veranstaltung zum Wohle des Landes. Das hätte man damals deutlich machen müssen”, sagte Bode."[137]

Weitere Quellen/Material

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Landtag Niedersachsen: Landtagsdrucksachen 16/2001 bis 16/2500 16. Wahlperiode von 2008 bis 2013
  2. 2,0 2,1 stern.de: Affäre um Christian Wulff - Warum Olaf Glaeseker gehen musste vom 23.12.2011
  3. rtlregional.de: RTL vom 14.12.2009
  4. Podcast.TV: Niedersachsen trifft Baden-Württemberg vom 14.12.2009
  5. hannover airport: Nord-Süd-Dialog 2009 in Terminal C vom 10.12.2009
  6. stern.de: Wulff selbst billigte umstrittene Antwort vom 25.01.2012
  7. Hannoversche Allgemeine: Sympathisch trotz Affären - Mehrheit im Land gegen Wulffs Rücktritt vom 25.01.2012
  8. stern.de: Neue Ungereimtheiten in Wulff-Affäre - Präsidialamt kannte Vorwürfe gegen Glaeseker vom 01.02.2012
  9. Neue Presse: Neuer Ärger um Glaesekers Party vom 22.06.2012
  10. meinestadt.de: Neue Informationen zu Nord-Süd-Dialog aufgetaucht vom 22.06.2012
  11. NWZ: Neuer Ärger um Promi-Party - Möllring rügt Medizinische Hochschule Hannover und Flughafen vom 23.06.2012
  12. Spiegel Online: Enge Kontakte zur BW-Bank - Wulffs Schnäppchenkredit wirft neue Fragen auf vom 31.12.2011
  13. Zeit Online: Wulff an Sponsorensuche beteiligt vom 18.01.2012
  14. Süddeutsche.de: Sprecher machte Urlaub in Finca von Partyveranstalter vom 23.12.2011
  15. 15,0 15,1 15,2 Presseportal: Glaeseker kümmerte sich intensiver als bekannt um Sponsoren für "Nord-Süd-Dialog" Interne E-Mails: Ex-Regierungssprecher schaltete sich sogar bei Details ein vom 02.02.2012
  16. Der Spiegel: Gehobener Privatkunde vom 23.12.2011
  17. Süddeutsche.de: Korruptionsvorwurf gegen Wulffs Partyplaner Manfred Schmidt, "Sozialarbeiter" der deutschen Elite vom 20.01.2012
  18. FAZ.Net: Was wusste Wulff? Ärger über das „System Glaeseker“ vom 13.02.2012
  19. FAZ.Net: Thomas Gutschker
  20. Weser Kurier: Glaeseker-Affäre: MHH wartet noch immer auf Geld vom 09.02.2012
  21. Neue Presse: Neuer Ärger um Glaesekers Party vom 22.06.2012
  22. NWZ: Neuer Ärger um Promi-Party - Möllring rügt Medizinische Hochschule Hannover und Flughafen vom 23.06.2012
  23. 23,0 23,1 23,2 Hannoversche Allgemeine: Wulffs Regierung belog das Parlament vom 20.01.2012
  24. Amazon: Raspers Rezepte: Niedersachsens Küche neu entdeckt
  25. 25,0 25,1 Landtag Niedersachsen Landtagsdrucksache 16/4607 16. Wahlperiode von 2008 bis 2013
  26. Süddeutsche.de: Landesbank sieht Wulff-Kredit als regelgerecht an vom 26.01.2012
  27. stern.de: Sponsoren: Wo Bier und Euro fliessen vom 08.07.2007
  28. Spiegel Online: BUNDESPRÄSIDENT Privatkredit nach Porsche-Rettung vom 02.01.2012
  29. Stuttgarter Zeitung: Das Staatsministerium hat bei Anwerbung von Sponsoren geholfen vom 24.01.2012
  30. Stuttgarter Nachrichten: „System Wulff“? BW-Bank hat 2008 Nord-Süd-Dialog gesponsort vom 20.01.2012
  31. Wolfsburger Allgemeine: Volkswagen Wirbel um Nord-Süd-Dialog vom 20.01.2012
  32. Focus Online: Olaf Glaeseker gönnte sich Gratis-Trip nach Mallorca vom 21.01.2012
  33. 33,0 33,1 Stuttgarter Zeitung Wenn Niedersachsen Breitschwäbisch verstehen sollen vom 21.12.2007
  34. Neue Presse: VIP-Treffen am Flughafen - Eine Party zum Abheben: Nord-Süd-Gipfel in Hannover vom 11.12.2009
  35. Printausgabe der HAZ: Karl Doeleke u.a.: [Anm.: Titel fehlt]vom 21.01.2012, S. 4.
  36. Zeit Online: Nord-Süd-Dialog Wulff an Sponsorensuche beteiligt vom 18.01.2012
  37. openPR: Was Niedersachsen erotisch finden -Pressemitteilung von: Innovatives Niedersachsen GmbH - PR Agentur: Die Digitalisten vom 27.10.2009
  38. Hannoversche Allgemeine: Aufräumen nach der Party - McAllister will Akten vom „Nord-Süd-Dialog“ sehen vom 23.01.2012
  39. stern.de: Parlamentsanfrage zu Nord-Süd-Dialog - Wulff selbst billigte umstrittene Antwort vom 25.01.2012
  40. Bild.de: Nord-Süd-Party - So mischte die Staatskanzlei wirklich mit vom 26.01.2012
  41. Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung: Minister Ehlen übergibt Verdienstkreuz an Paul-Heinz Wesjohann vom 09.02.2004
  42. Landtag Niedersachsen Landtagsdrucksache 16/3478 16. Wahlperiode von 2008 bis 2013
  43. Spiegel Online ERNÄHRUNG - Im Akkord zur Schlachtreife vom 14. Februar 2011
  44. fraktion.gruene-niedersachsen.de: Kleine Anfrage zur mündlichen Beantwortung vom 01.06.2010
  45. Hamburger Abendblatt: Minister lässt einen Wald verschwinden vom 31.03.2010
  46. Welt Online: System Wulff-Glaeseker - Die "siamesischen Zwillinge", verirrt in der Grauzone vom 21.01.2012
  47. Welt Online: Niedersächsische Wirtschaftsvertreter fordern Wulffs Rücktritt vom 13.01.2012
  48. B2B-Trade: Verhalten von Bundespräsident Wulff spaltet deutsche Wirtschaft vom 15.01.2012
  49. Neue Presse: VIP-Treffen am Flughafen - Eine Party zum Abheben: Nord-Süd-Gipfel in Hannover vom 11.12.2009
  50. Neue Presse: Luxusflug sorgt für Turbulenzen vom 19.01.2010
  51. Bild.de: Neue Vorwürfe gegen Ex-Wulff-Sprecher - Glaeseker soll gratis geflogen sein vom 21.01.2012
  52. Niedersächsischer Landtag: Mündliche Anfragen gemäß § 47 der Geschäftsordnung des Niedersächsischen Landtages Drucksache 16/4445 vom 15.02.2012
  53. hannoversche Allgemeine: Wulff: Exxon Mobil plant Millionen-Investition in Hannover vom 03.10.2009
  54. NDR.de: Gasförderung mit Rissen vom 23.08.2011
  55. na presseportal: Umweltskandal vertuscht: Bei Erdgasförderung in Niedersachsen gelangten giftige Stoffe ins Grundwasser vom 09.01.2011
  56. Spiegel Online: Gasbohrung - US-Konzern presste giftige Chemikalien in Niedersachsens Boden vom 05.11.2010
  57. Spiegel Online: Affäre um Glaeseker - Wulff-Sprecher warb Sponsoren für Schmidt-Party ein vom 22.01.2012
  58. Spiegel Online: Affäre um Glaeseker - Wulff-Sprecher warb Sponsoren für Schmidt-Party ein vom 22.01.2012
  59. Stuttgarter Nachrichten: „System Wulff“? BW-Bank hat 2008 Nord-Süd-Dialog gesponsort vom 20.01.2012
  60. NWZ Online: Grüne fordern Aufklärung über EWE-Sponsoring vom 31.01.2012
  61. NDR.de: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen EWE-Chef vom 11.11.2011
  62. Stuttgarter Zeitung: Das Staatsministerium hat bei Anwerbung von Sponsoren geholfen vom 24.01.2012
  63. NDR.de: Glaeseker warb Sponsoren in Wulffs Namen vom 24.01.2012
  64. stern.de: Neue Vorwürfe in Präsidentenaffäre - Wulff und das "Schnulligate" vom 25.01.2012
  65. Focus Online: Konsequenz aus Kredit-Affäre - Bahn steigt wegen Wulff aus Polit-Sponsoring aus vom 11.03.2012
  66. stern.de: Neue Vorwürfe in Präsidentenaffäre - Wulff und das "Schnulligate" vom 25.01.2012
  67. LobbyControl: Christian Wulff – leider kein Einzelfall vom 27.01.2012
  68. Zeit Online Wulff hat laut SPD persönlich um Sponsoren geworben vom 23.01.2012
  69. tiroler nussöl: TIROLER NUSSÖL BEIM NORD-SÜD-DIALOG ? ?WIR TREFFEN UNS AM GIPFEL? vom 11.12.2009
  70. Zeit Online: CDU-Affäre - Wulffs schwarzer Filz in Niedersachsen vom 27.01.2012
  71. Focus Online: Wulff – Affäre: Niedersachsens Landesregierung unter Druck vom 27.01.2012
  72. na presseportal: Glaeseker kümmerte sich intensiver als bekannt um Sponsoren für "Nord-Süd-Dialog" Interne E-Mails: Ex-Regierungssprecher schaltete sich sogar bei Details ein vom 02.02.2012
  73. AEDT: Nord-Süd-Dialog: David Groenewold flirtete mit Frauen, Christian Wulff führte seine hübsche Gattin Bettina aus
  74. stadtbilder-hannover.de: NORD-SÜD-Dialog „Nord triff Süd“ auf dem Flughafen am 11. Dezember 2009
  75. Stuttgarter Nachrichten: Nord-Süd-Dialog - Rückspiel am Neckar vom 18.12.2008
  76. stern.de: Parlamentsanfrage zu Nord-Süd-Dialog Wulff selbst billigte umstrittene Antwort vom 25.01.2012
  77. Bunte.de: Veronica FerresSie liebt Hannover fast wie München vom 12.12.2009
  78. Spiegel Online: Christian Wulff - Ein ¿koda zu Spezialkonditionen vom 04.02.2012
  79. www.norderney-chronik.de: Festschrift "Conversationshaus Norderney" vom 02.08.2008
  80. Homepage "Brune und Company" Architektur Projekte
  81. Am Ende des Tages: "Nord Süd Dialog in Stuttgart" vom 18.12.2008
  82. NDR.de: Nord-Süd-Dialog: McAllister und die Gästeliste vom 21.02.2012
  83. Spiegel-Online: McAllister ließ Gäste für Nord-Süd-Dialog einladen vom 21.02.2012
  84. Hamburger Abendblatt: Nach Rücktritt - Staatsanwaltschaft zweifelt an Wulffs Verteidigung vom 22.02.2012
  85. http://gehirnsturm.info: "Das kann kein Zufall sein"
  86. Stuttgarter Nachrichten: „System Wulff“? Die große Polit-Sause vom 13.02.2012
  87. Der Tagesspiegel: Auch Oettingers Staatsministerium warb Sponsoren vom 21.01.2012
  88. 88,0 88,1 Hannoversche Allgemeine: Ländertreffen - Nord-Süd-Dialog im Flughafen vom 11.12.2009
  89. Stuttgarter Nachrichten: Nord trifft Süd - Länder-Party unter neuen Vorzeichen vom 11.12.2009
  90. NDR.de: Stadtwerke-Affäre: Nahrstedt gibt Druck nach vom 28.09.2010
  91. Hannoversche Allgemeine: Ländertreffen - Nord-Süd-Dialog im Flughafen vom 11.12.2009
  92. stern.de: Affäre um Christian Wulff - Warum Olaf Glaeseker gehen musste vom 23.12.2011
  93. Wirtschaftswoche: Volkswagen - Was wusste Wulff? vom 06.01.2012
  94. Spiegel Online: Enge Kontakte zur BW-Bank - Wulffs Schnäppchenkredit wirft neue Fragen auf vom 31.12.2011
  95. Welt Online: WELT Dokumentation - "Welt" veröffentlicht alle Fragen zur Causa Wulff vom 13.01.2012
  96. stern.de: Warum Olaf Glaeseker gehen musste vom 23.12.2011
  97. Reuters Deutschland: Razzia bei Wulffs Ex-Sprecher Glaeseker vom 19.01.2012
  98. Süddeutsche.de: Vorwurf der Bestechlichkeit - Razzia bei Wulffs Ex-Sprecher Glaeseker vom 19.01.2012
  99. Süddeutsche.de: Neue Vorwürfe gegen ehemaligen Wulff-Sprecher - Glaeseker soll privates Wirtschaftstreffen mit Landesmitteln gefördert haben vom 20.01.2012
  100. Spiegel Online: Ermittlungen gegen Ex-Sprecher - Was wusste Wulff? vom 20.01.2012
  101. Focus Online: Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring: „Ich fühle mich von Olaf Glaeseker beschissen“ vom 20.01.2012
  102. stern.de: Affäre um Christian Wulff - Neue Vorwürfe gegen Landesregierung in Niedersachse vom 21.01.2012
  103. Focus Online: Ex-Sprecher von Wulff: Olaf Glaeseker gönnte sich Gratis-Trip nach Mallorca vom 21.01.2012
  104. W&V: Nord-Süd-Dialog: Oettinger hat Anzeige von Scholz & Friends spendiert vom 23.01.2012
  105. Focus Online: Pikantes Fax von damaligem Wulff-Sprecher Glaeseker - So funktionierte das System Hannover vom 28.01.2012
  106. Zeit Online: Wulff-Affäre - Glaesekers Büro im Präsidialamt durchsucht vom 29.01.2012
  107. Frankfurter Rundschau: Wulff-Affäre - Wulffs Kritiker lassen nicht locker vom 31.01.2012
  108. Focus Online: Nahles kritisiert Wulff: „Pinocchio im Bundespräsidialamt“ mit Wachs in den Ohren vom 31.01.2012
  109. Welt Online: Die zwei Gesichter des Christian Wulff vom 12.02.2012
  110. t-online: Staatsanwaltschaft erhält Wulff-Akten vom 15.02.2012
  111. Berliner Morgenpost: Bundespräsident a. D. - Das Protokoll des Wulff-Rücktritts vom 17.02.2012
  112. Focus Online: McAllisters Privatgäste - SPD Niedersachsen verklagt Landesregierung vom 21.02.2012
  113. Hamburger Abendblatt: Verfassungsklage - SPD bringt die Akte Wulff zum Gericht vom 22.02.2012
  114. Focus Online: Aufwändige Ermittlungen gegen Wulffs Ex-Sprecher: Beamte werten Tausende Mails von Olaf Glaeseker aus vom 22.04.2012
  115. bild.de:, Essen mit EU-Kommissar Günther Oettinger - Was macht eigentlich Christian Wulff? vom 27.04.2012
  116. Der Spiegel: Olaf Glaeseker äußert sich erstmals zu Vorwürfen vom 13.05.2012
  117. Spiegel Online: Nord-Süd-Dialog: Wulff sorgte bei Lobby-Party für Gewinne vom 27.06.2012
  118. hna.de: Regierung plante die Party mit vom 26.06.2012
  119. bild.de: Promitreff Nord-Süd-Gipfel - Rechnungshof bringt Wulff und Glaeseker in Bedrängnis vom 27.06.2012
  120. welt.de: Leck bei Ermittlungen - Staatsanwalt fahndet im Fall Wulff nach "Maulwurf" vom 27.06.2012
  121. Spiegel Online: Ermittlungen gegen Ex-Sprecher - Was wusste Wulff? vom 20.01.2012
  122. Zeit Online: Nord-Süd-Dialog - Wulff hat laut SPD persönlich um Sponsoren geworben vom 23.01.2012
  123. stern.de: Neue Vorwürfe in Präsidentenaffäre Wulff und das "Schnulligate" vom 25.01.2012
  124. Süddeutsche.de: Sponsoring-Affäre von Christian Wulff - Glaeseker soll weitgehend eigenmächtig gehandelt haben vom 25.01.2012
  125. Der Tagesspiegel: Fall Wulff - Für eine Handvoll Teebeutel vom 26.01.2012
  126. Berliner Morgenpost: Wulff-Affäre - "SchnUlllllli, ich werbe dich ab!" vom 26.01.2012
  127. Bild.de: Nord-Süd-Party - So mischte die Staatskanzlei wirklich mit vom 26.01.2012
  128. Spiegel Online: Kritik an Staatsanwälten - Jurist rügt sanften Umgang mit Wulff vom 29.01.2012
  129. Frankfurter Allgemeine: Was wusste Wulff? Ärger über das „System Glaeseker“ vom 29.01.2012
  130. stern.de: Neue Ungereimtheiten in Wulff-Affäre - Präsidialamt kannte Vorwürfe gegen Glaeseker vom 01.02.2012
  131. Welt Online: Präsidialamtschef - Unangenehme Fragen an Wulffs Vertrauten Hagebölling vom 01.02.2012
  132. Spiegel Online: Wulff-Affäre - Bellevue soll Vorwürfe gegen Glaeseker schon früh gekannt haben vom 01.02.2012
  133. n-tv.de: Wirtschaftsminister will mehr wissen - Bode attackiert Wulff vom 06.02.2012
  134. Bild.de: SPD-Fraktionschef Stefan Schostok „Wulff stürzt diese Regierung in eine Koalitionskrise“ vom 06.02.2012
  135. Hamburger Abendblatt: Finanzminister verteidigt Wulff im Landtag vom 23.02.2012
  136. Neue Presse: Vorwürfe der Opposition - Lautstarker Streit im Parlament über Wulff-Affäre vom 24.02.2012
  137. meinestadt.de: neut hitzige Landtags-Debatte zur Wulff-Affäre vom 24.02.2012

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